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„Nationale Industriestrategie 2030“ Altmaier will deutsche „Global Player“ fördern

Der Bundeswirtschaftsminister hat seine neue Industriepolitik vorgestellt. Er will vor allem international tätige Unternehmen stärken.
Update: 05.02.2019 - 12:44 Uhr Kommentieren
Industriestrategie: Altmaier will deutsche „Global Player“ fördern Quelle: dpa
Peter Altmaier

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie stellt die „Nationale Industriestrategie 2030“ vor.

(Foto: dpa)

BerlinAngesichts scharfer Konkurrenz aus den USA und China will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den Industriestandort Deutschland besser für die Zukunft wappnen. In einer am Dienstag vorgestellten „Nationalen Industriestrategie 2030“ nennt er dabei Unternehmen wie Siemens, Thyssen-Krupp, oder auch die Automobilhersteller und die Deutsche Bank.

„Das Überleben solcher Unternehmen liegt im nationalen politischen und wirtschaftlichen Interesse“, heißt es in dem Papier. Der CDU-Minister setzt zugleich auf die Bereitschaft zu europäischen Zusammenschlüssen. Er schlägt weiterhin vor, industrielle Schlüsselbereiche zu definieren und bahnbrechende Technologien zu benennen.

Bereits vorab hatte sich Altmaier in Interviews für nationale und europäische Champions ausgesprochen, die sich gegen „die großen Player der Welt“ durchsetzen können. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch die geplante Zugfusion von Siemens und Alstom.

Die beiden Konzerne wollen ihre Kräfte bündeln, um dem chinesischen Marktführer CRRC und potenziellen Konkurrenten in Europa Paroli zu bieten. Die EU-Kommission will den Zusammenschluss zum weltweit zweitgrößten Zughersteller allerdings verbieten.

Die „Welt“ hatte vorab über ein vierseitiges Strategie-Papier Altmaiers berichtet. Es war von der Wirtschaft verhalten aufgenommen worden. Altmaier hatte auch die Initiative von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) begrüßt, einen Pakt zur Sicherung der Automobil-Industrie zu schließen.

FDP-Chef Christian Lindner kritisierte am Dienstag Altmaiers neue Industriestrategie. „Die Politik bekommt nicht einmal Flughäfen in Gang, während Peter Altmaier sich aber zutraut, sogar die wirtschaftliche Entwicklung detailliert zu planen“, sagte Lindner dem Handelsblatt.

Die Angst vor dem Wettbewerb mit China führe offenbar zur Übernahme chinesischer Instrumente. Statt noch mehr von dieser „Unordnungspolitik“ brauche Deutschland wieder eine konsequente Ordnungspolitik, die Rahmenbedingungen erleichtere, aber nicht bevormundend eingreife, sagte der FDP-Chef.

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  • dpa
  • rtr
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