Nationales Entsorgungskonzept Nur aufgeschoben

Asse-Atomfässer werden nicht im Schacht Konrad gelagert. Umweltministerin Hendricks erteilte dem ehemaligen Salzbergwerk nun eine Absage. Die Suche nach einem neuen Standort geht weiter – und der Müllberg wächst.
Strategie für die Entsorgung von abgebrannten Brennelementen. Quelle: dpa
Umweltministerin Hendricks stellt Konzept vor

Strategie für die Entsorgung von abgebrannten Brennelementen.

Quelle: dpa

BerlinBarbara Hendricks (SPD) ist vorsichtig. „Schacht Konrad scheidet nicht mit endgültiger Gewissheit aus. Aber ich habe klar die Richtung vorgegeben. Eine Erweiterung von Konrad wollen wir auf diese Weise vermeiden“, sagte die Bundesumweltministerin am Mittwoch, nachdem das Kabinett das Nationale Entsorgungsprogramm für Atommüll verabschiedetet hatte.

Bis zum 23. August muss dieser Müllreport der EU-Kommission vorgelegt werden. Gemeint hat Hendricks die Atommüllfässer aus dem Skandalschacht Asse II. Der radioaktive Müll muss aus dem ursprünglich sogar mal als Endlager vorgesehenen ehemaligen Salzbergwerk entfernt werden. Bereits 2008 war bemerkt worden, dass der Schacht kontaminiertes Wasser durchlässt und einsturzgefährdet ist.

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