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Netzausbau Start frei für den Echtzeit-Mobilfunk 5G – Beirat stimmt Plänen der Bundesnetzagentur zu

Der politisch besetzte Beirat stimmt den Auktionsplänen der Netzagentur zu. Damit ist der Weg frei zum Aufbau des Echtzeit-Mobilfunknetzes 5G.
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Vor allem auf dem Land gibt es noch häufig Löcher im Mobilfunknetz. Quelle: picture alliance/dpa
Netzausbau

Vor allem auf dem Land gibt es noch häufig Löcher im Mobilfunknetz.

(Foto: picture alliance/dpa)

BerlinDer Druck der vergangenen Wochen war gewaltig, der sich über Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur, aufgebaut hatte. Nachdem er im Handelsblatt seine Pläne für die Versteigerung der Frequenzen für das Mobilfunknetz der Zukunft präsentiert hatte, gab es vor allem aus der Politik Proteste. Zu langsam, zu wenig ambitioniert, nicht flächendeckend sei der geplante Ausbau des Echtzeit-Mobilfunknetzes 5G, so die Kritik.

Nach etwas mehr als zwei Stunden konnte Homann am Montag erleichtert die Sitzung des Beirates der Bundesnetzagentur verlassen. In der Runde mit Bundes- und Landespolitikern galt es, sich zu einigen, um danach ein öffentliches Konsultationsverfahren einzuleiten und dann die Pläne, mit denen neue Frequenzen im Frühjahr 2019 versteigert werden sollen, endgültig Ende November zu beschließen. „Wir waren uns einig, dass der Zeitplan eingehalten wird“, sagte Beiratschef Joachim Pfeiffer (CDU) nach der Sitzung dem Handelsblatt.

Streit gab es in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder über die Auflagen, die die Mobilfunkanbieter erfüllen müssen, wenn sie die neuen Frequenzen ersteigern. Da es noch etliche Funklöcher im Land gibt, sollten sie diese mit den neuen Frequenzen schließen. Doch sind die kurzwelligen Frequenzen, die nun zur Versteigerung anstehen, dafür nicht geeignet.

In der Sitzung des Beirates sei deshalb wieder lange über die Möglichkeit des nationalen Roamings und einer Diensteanbieterverpflichtung geredet worden. In dem einen Fall kann ein Kunde in einem Funkloch seines Anbieters auf das Netz des Konkurrenten zugreifen. Im anderen Fall dürfen Diensteanbieter die Netze nutzen.

In beiden Fällen aber fehlt der Agentur die rechtliche Grundlage, sodass sie als Schiedsrichter aktiv sein soll, damit die Anbieter freiwillige Vereinbarungen treffen. Es gehe darum, den Wettbewerb zu stärken und auszubauen, wie es hieß.

„Wir sind uns alle im Ziel einig“, sagte Pfeiffer. Es werde vermutlich etwa höhere Auflagen bei der Versorgung der Verkehrswege geben und beim Aufbau von 5G-Funkstationen. Bislang sind 500 Masten bis Ende 2022 vorgesehen.

Breite Zustimmung gab es im Beirat für das Vorhaben, ein Viertel der zu versteigernden Frequenzen für lokale und regionale Anbieter zu reservieren. Dabei geht es darum, dass etwa Unternehmen auf ihrem Gelände 5G-Netze aufbauen, um ihre Produktionsprozesse zu digitalisieren.

Hierin sehen Experten das größte Potenzial für die deutsche Wirtschaft. Entsprechend soll das Netz auch nicht sofort flächendeckend mit unzähligen Funkstationen aufgebaut werden, sondern nach Bedarf Schritt für Schritt. Auch Kanzleramtschef Helge Braun hatte vor der Sitzung noch einmal davor gewarnt, dass so eine Auflage die Unternehmen finanziell überfordern würde und unverhältnismäßig sei.

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1 Kommentar zu "Netzausbau: Start frei für den Echtzeit-Mobilfunk 5G – Beirat stimmt Plänen der Bundesnetzagentur zu"

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  • Endlich kann planmäßig der Frequenzblock versteigert werden. Aber lukrativ sind die 5G-Frequenzen? Zum Stopfen der Funklöcher auf dem Land sind sie mit einer Reichweite von ca. 300 Meter ungeeignet. Die 800-MHz-Frequenzen haben eine Reichweite von 2 km und mehr.

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