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Neuausrichtung der FDP Kubicki liebäugelt mit Wechsel nach Berlin

Bislang hat Wolfgang Kubicki von Schleswig-Holstein aus seine FDP-Parteigenossen in Berlin genervt. Jetzt zieht es ihn offenbar selbst dort hin. Auch eine Kandidatur für den Bundesvorsitz schließt er nicht aus.
01.08.2012 - 13:49 Uhr 3 Kommentare
Der Fraktionsvorsitzende der schleswig-holsteinischen FDP, Wolfgang Kubicki. Quelle: dpa

Der Fraktionsvorsitzende der schleswig-holsteinischen FDP, Wolfgang Kubicki.

(Foto: dpa)

Hamburg Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki liebäugelt mit einem Wechsel in die Bundespolitik. Er denke intensiv über eine Kandidatur für den Bundestag nach, sagte Kubicki dem Magazin "Stern" laut Vorabbericht. "Und wenn ich mich dafür entscheide, heißt das auch, dass ich auf dem Parteitag im Mai nicht wieder nur als Kurfürst aus der Provinz für den Vorstand kandidiere, sondern fürs Präsidium." Kubicki war bereits von 1990 bis 1992 und Ende 2002 Bundestagsabgeordneter.

Sogar eine Kandidatur für den Bundesvorsitz will Kubicki nicht ausschließen. An der Parteispitze sähe er am liebsten den nordrhein-westfälischen Landeschef Christian Lindner. "Er ist für mich der geborene neue Bundesvorsitzende", sagte Kubicki. Wenn die Partei an den Punkt komme, dass die Bundestagswahl unter der jetzigen Führung nicht zu gewinnen sein werde, werde er "Lindner raten, seine Entscheidung zu überdenken, und dann werde ich meine eigene Entscheidung auch überdenken". Linder sieht seine Aufgabe zunächst in Nordrhein-Westfalen.

Gleichzeitig sprach sich Kubicki für eine Neuausrichtung der Liberalen ohne Parteichef Philipp Rösler aus. Er plädierte in der neuen Ausgabe des Magazins "Stern" für eine Koalition mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl 2013. "Mit Peer Steinbrück als Kanzler könnte ich mir ein Ampelbündnis sofort vorstellen", sagte der FDP-Politiker in dem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview.

An der Spitze der Liberalen sähe Kubicki am liebsten den Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen FDP, Christian Lindner: "Er ist für mich der geborene neue Bundesvorsitzende. Aber er hat erklärt, dass er seine Aufgabe zunächst in Nordrhein-Westfalen sieht." Auch Fraktionschef Rainer Brüderle oder Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger "können Menschen begeistern", sagte Kubicki.

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    3 Kommentare zu "Neuausrichtung der FDP: Kubicki liebäugelt mit Wechsel nach Berlin"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich frage mich schon seit Langem, warum spricht man den Namen Kubicki immer Kubi-kk-i und nicht Kubi-zk-i aus? Will man dessen slawischen Ursprung verschleiern?

    • Endlich mal eine positive Nachricht von der FDP - betrachtet aus der Sicht eines Schleswig-Holsteiners.

    • Der Austritt von Griechenland sei ¬anders als von Rösler behauptet, immer ein Schrecken für Europa.
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      Ja, wenn das so ist, dann wird sich die FDP wohl im nächsten Bundestag nicht mehr wiederfinden, ..... weil sie unter 3% liegt!

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