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Neuausrichtung der SPD Schulz ruft Partei zur Geschlossenheit auf

Nach dem Debakel der SPD bei der Bundestagswahl gab es immer wieder Diskussionen um die Zukunft von Martin Schulz. Der Parteichef warnt nun vor Personaldiskussionen. Die Parteibasis erwarte stattdessen Einigkeit.
29.10.2017 - 17:54 Uhr Kommentieren
Der SPD-Vorsitzende will Personaldebatten in seiner Partei vermeiden. Quelle: dpa
Martin Schulz

Der SPD-Vorsitzende will Personaldebatten in seiner Partei vermeiden.

(Foto: dpa)

Leipzig Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz hat die Mitglieder bei der Neuausrichtung der Partei zur Geschlossenheit aufgerufen. Die Parteibasis wolle nicht, dass die SPD sich zerlege in Flügelkämpfen und in Personalstreitigkeiten, sagte Schulz am Sonntag in Leipzig. „Die Partei erwartet Zusammenhalt.“ Dies sei eine von drei Grundlinien, die auf der einzigen Regionalkonferenz in den ostdeutschen Bundesländern erkennbar geworden sei.

Vor diesem Hintergrund sei es ein Zeichen gewesen, dass er und Andrea Nahles als Vorsitzende der Bundestagsfraktion gemeinsam in Leipzig gewesen seien. „Die Menschen haben so gesehen, dass die Führung der Partei zusammenarbeitet an einer guten Zukunft für die SPD, und das im Dialog mit der Parteibasis“, sagte Schulz.

Zuletzt hatte es immer wieder Diskussionen über die Zukunft von Schulz als Vorsitzender der SPD gegeben. Die Veranstaltung in Leipzig sei eine Rückenstärkung für den Parteichef gewesen, sagte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). „Es gab hier keine Personaldiskussion“, sagte er.

Die SPD will das Debakel bei der Bundestagswahl, bei der sie auf 20,5 Prozent abstürzte, auf acht Regionalkonferenzen aufarbeiten und ihre Neuorientierung vorantreiben. Am Samstag hatte Schulz zum Start demonstrativ den Schulterschluss mit Stellvertreter Olaf Scholz geübt.

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    Die Konferenz mit rund 400 Teilnehmern in Leipzig bezeichnete Schulz ebenso wie die in Hamburg als „sehr, sehr lebhafte, für uns aufschlussreiche Veranstaltung“. Weitere zentrale Punkte waren, dass die SPD Brückenbauer zwischen Globalisierung und Daseinsvorsorge der Menschen sein will sowie den Respekt vor den Lebensleistungen der Menschen besonders in Ostdeutschland würdigen möchte. „Die müssen im Mittelpunkt unseres Handelns stehen“, sagte der SPD-Chef.

    • dpa
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