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Neue Fördermittel Berlin soll Elektroauto-Metropole werden

Bis 2020 sollen in Deutschland eine Million Elektroautos fahren. Bislang sieht man davon in Berlin nur wenig. Trotzdem soll die Stadt zur Metropole für Elektromobilität werden – Politik und Hersteller wollen es so.
08.06.2013 - 16:44 Uhr 8 Kommentare
Der smart electric drive: Berlin soll internationale Metropole der Elektromobilität werden. Quelle: dpa

Der smart electric drive: Berlin soll internationale Metropole der Elektromobilität werden.

(Foto: dpa)

Berlin Berlin soll in den nächsten Jahren zu einer internationalen Metropole für Elektromobilität werden. Rund 150 Projekte sollen dafür sorgen, dass elektrische Fahrzeuge in der Bundeshauptstadt und in ganz Deutschland beliebter werden. Trotz der noch geringen Zahl an zugelassenen Elektroautos in der Stadt herrscht in der Branche Optimismus, ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. „Im Vergleich mit anderen europäischen Metropolen wie Paris oder London hinkt Berlin nicht hinterher“, stellte Benjamin Franke vom Bundesverband eMobilität fest.

Die aktuellen Zahlen, auch bundesweit, sind noch weit entfernt von dem Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bringen. Das soll sich ändern. Die Region Berlin-Brandenburg zählt neben den Gebieten Baden-Württemberg, Bayern-Sachsen und Hannover zu den sogenannten „Schaufenster“-Regionen der Bundesregierung. Die vier Regionen sollen als Experimentierfeld für neue Technologien dienen und Deutschland zum führenden Markt für Elektromobilität machen. Rund 100 Millionen Euro, zur Verfügung gestellt von der Wirtschaft, Bundesregierung und den Ländern Berlin und Brandenburg, sollen in das Förderprogramm fließen.

Bislang ist erst etwa jeder 3500. in Berlin zugelassene Wagen ein reines Elektroauto, ergeben Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Nur 328 der Anfang des Jahres rund 1,1 Millionen in Berlin gemeldeten Autos fahren mit voll-elektrischem Antrieb. Zählt man die angebotenen Wagen von Carsharing-Unternehmen hinzu, sind es laut der Berliner Agentur für Elektromobilität (eMO) immerhin knapp 1200.

In Deutschland liefen allerdings inzwischen nirgends mehr Praxisprojekte zum Ausbau der Elektromobilität als in Berlin, stellte die Agentur eMO fest. Öffentlich zugängliche Ladepunkte sollen bis 2015 flächendeckend vorhanden sein. Derzeit sind es mehr als 220, insgesamt sollen es 1600 werden. „Die Elektromobilität kommt, auch wenn viele noch skeptisch sind“, sagte eMO-Leiter Gernot Lobenberg. Im Vergleich mit anderen europäischen Metropolen wie Paris, London und Kopenhagen liege Berlin durchaus in der gleichen Liga.

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    8 Kommentare zu "Neue Fördermittel: Berlin soll Elektroauto-Metropole werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Keiner hat bisher mal durchgerechnet, wieviel Verluste vom Stromerzeuger bis zum E-Auto im Betrieb entstehen. Es wird z. B. Gas im Kraftwerk über den Generator in Strom verwandelt. (mit Verlust) Dann wird der Strom hochgespannt über Transformatoren (Verlust) auf die Reise geschickt z. B. nach Berlin (Verlust), hier wieder zwei mal heruntergespannt auf Haushaltsstromniveau. (2X Verlust ) Dann muss erneut im Haushalt heruntergespannt werden (Verlust) und über den Gleichrichter Gleichstrom für die Ladung der Akkus erzeugt werden (Verlust)Die Akkus geben auch die Energie nicht komplett wieder ab. (Verlust) Dann erfolgt im E-Auto die Umsetzung über den E-Motor an den Antrieb (Verlust)
      Nach meiner Rechnung kann man durchaus mit einem Energieverlust vom Erzeuger bis zum Antrieb im E-Auto von rund 50 Prozent ausgehen.
      Das ganze ist daher ein "Schmarrn" und wird einmal als Schildbürgerstreich auf Gemeinschaftskosten in die Geschichte eingehen.

    • Ach so, Nachtrag, da es hier ja um Mobilität geht. Vor dem gezeichneten Hintergrund sehe ich im Individualverkehr die einzige Lösung, vor allen Dingen, wenn man zu kritischen Zeiten ggf. auch mit wertvollen Gegenständen und/oder in nicht "kittelreinen" Gegenden unterwegs ist. Und immer schön die Autotüren von innen verriegeln!

    • "Das Problem wird man nur mit entsprechender Polizepräsenz/zero-tolerance policy in den Griff kriegen können. Beides ist in Berlin (im Gegensatz zu New York der 80'er) nicht durchsetzbar."
      Ogottogott... Man kann doch nicht einfach die kulturbereichernden Totschläger an die Kandare nehmen. Da würden die versammelten grünsozialistischen Gutmenschen aber unisono aufbrüllen wie ein Mob. Schließlich muß man ja für den "kulturellen" Hintergrund, das aufgblasene Ego und den Frust dieser Armen Verständnis haben.
      Wer den Sarkasmus findet, darf ihn gerne behalten. Aber anders als mit Galgenhumor ist die Situation nicht zu ertragen.
      Was hier fehlt, ist wirklich eine Polizei und Justiz, die eisenhart (aber korrekt!) durchgreift und den Bürger tatsächlich von diesen Randalierern und Schlägern *schützt*. Will sagen, alles, was keine deutsche Staatsbürgerschaft hat, bei jeder Straftat erst hinter Gitter und dann raus (und zwar alternativlos und ohne Widerspruchsrechte ungeachtet des Alters oder familiärer Bindungen), das, was deutsche Staatsbürgerschaft hat und nicht ausgewiesen werden kann, nur hinter Gitter, und zwar selbst für Kleinkram wie Rumpöbelen, Laden- oder Taschendiebstahl, von tätlichen Angriffen ganz zu schweigen. In New York hat's funktioniert und das könnte es hier auch, wenn die weltfremden, gutmenschelnden Traumvorstellungen von Sozialfreaks endlich ignoriert würden.
      Ich bin kein Freund von "Law and Order" oder übermäßiger Überwachung, auch wenn das hier so erscheinen mag, dazu schätze ich individuelle Freiheit zu hoch ein, aber es geht einfach nicht mehr anders, nicht nur in Berlin, sondern in vielen Großstädten. Es ist vielerorts im wahrsten Sinne des Wortes Gefahr im Verzug und ich frage mich manchesmal, wann endlich Ende mit dem falschem Verständnis ist. Wieviele Menschen müssen noch aus Frust oder Spaß totgetreten werden, bis endlich was passiert?

    • Gut, als nicht vor-Ort Lebender habe ich dann was das Gewaltproblem betrifft mit dem ÖPNV vermutlich bisher einfach Glück gehabt.
      Das Problem wird man nur mit entsprechender Polizepräsenz/zero-tolerance policy in den Griff kriegen können. Beides ist in Berlin (im Gegensatz zu New York der 80'er) nicht durchsetzbar.

      Dennoch denke ich sollte eine so stark verdichtete Stadt wie Berlin (oder auch andere Städte hier in D) nicht so stark vom vierrädrigen Individualverkehr abhängen wie bisher - das die Autos elektrisch angetrieben werden macht keinen Unterschied. Das Konzept funktioniert vielleicht in LA - die Stadt hat dann aber auch eine entsprechende Ausdehnung.
      Ein Blick zu unseren westlichen Nachbar lohnt.

    • Ich bin Berliner ;)

      Berlin schießt volle Kanne gegen den Individualverkehr, sprich Pkw. Entweder werden bestehende Parkplätze in Grünflächen umgewandelt die kein Mensch braucht, weil gegenüber ein riesiger Wald ist. Oder/und, neuester Trick, es werden unter dem Vorwand der Straßenreinigung komplette Bezirke tageweise unter Parkverbot gestellt.
      Hiermit werden nur Leute angelockt, die kein Geld für ein Auto haben und sich das unter dem Vorwand "Naturschutz" schönreden. Ganze Stadtteile verfallen ins unterste Prekariat. Die Stadt interessiert sich einen Dreck für die Bedürfnisse Ihrer Einwohner, sieht die Konsequenzen nicht und macht einen auf umweltbewußt. Absolut durchschaubare Lachnummer.

      Den ÖPNV kann man nur nutzen, wenn man morgens zur Arbeit fährt, aber nicht abends. Jeder in meinem Bekanntenkreis hat schon eine aufs Maul bekommen, wurde angespuckt usw.
      Wir haben jetzt Samstagabend, wer irgendwo hin will läßt sich mit Pkw abholen oder fährt Taxe. Die Optimisten fahren erfahrungsgemäß solange ÖPNV bis es sie selbst erwischt, und sind dann einfach nur still. Wer daran zweifelt kann gern die Bundespolizei in Berlin Ostbahnhof kontakieren.

      Hier läuft eine weltfremde Freakshow, mehr nicht.

    • Berlin ist in Deutschland sicher schon die Metropole der Elektromobilität - vielleicht nicht der Elektroautos.
      S-Bahn und U-Bahn werden nämlich elektrisch betrieben.
      Ein Elektro-Smart oder Fahrzeuge mit ähnlichen Einschränkungen sind wie Wolfsfreund schon andeutete völlig deplaziert. Wenn man in Berlin überhaupt ein Auto braucht, dann um die komplette Familie/Nutzlast zu transportieren.
      Ich bin Car2Go Kunde und habe in Berlin mir noch nie einen Smart gemieter, weil der ÖPNV dort so gut ausgebaut ist. Auch wenn man mal nachts irgendwo steht, kommt man noch weg.
      Die Berliner regen sich zwar immer gerne und häufig über die BVG auf, aber im Vergleich zu den sonstigen größeren Städten in Deutschland ist Berlin beim ÖPNV "Benchmark"

    • Was für ein Blödsinn... Wenn ich mit 2 Personen, 4 Hunden und ausgewachsenem Photo-Equipment zu einem Shooting unterwegs bin (oft auch auf schlechten Wegstrecken), brauche ich unseren ebenso ausgewachsenen Kombi (über 500 kg Zuladung) und nicht so eine Elektro-Konservendose, in die man schon einen Cola-Kasten nur mit Nühe reinbekommt. Von Reichweite auch in der schlechten Jahreszeit inkl. Dauerlicht und ~heizung will ich erst gar nicht anfangen, das wurde schon hinreichend durchdiskutiert. Solange das Energiespeicherproblem nicht gelöst ist, bleiben das Life Style "Autos", allenfalls gut als rollende Handtasche für die City.

    • Also mit Volldampf in die Planwirtschaft sogar schon mit Sollvorgaben.
      Bravo
      Wozu muß die Autobranche Subventionen erhalten?
      Ja, ja, die DDR läßt immer mehr grüßen

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