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Neue Studie Rohstoffe: Bessere Wiederverwertung verringert die Importabhängigkeit

Ein effizienterer Einsatz von Ressourcen hätte positive Effekte auf die Wertschöpfung - und würde sogar Arbeitsplätze schaffen. Das legt es jetzt eine neue Untersuchung nahe.
16.06.2021 - 18:36 Uhr Kommentieren
Rohstoffe werden zurzeit immer knapper. Experten fordern ein Umdenken. Quelle: dpa
Holzindustrie

Rohstoffe werden zurzeit immer knapper. Experten fordern ein Umdenken.

(Foto: dpa)

Berlin Ein effizienterer Einsatz von Ressourcen hätte positive Effekte auf Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland und könnte außerdem eine verringerte Importabhängigkeit bei wichtigen Rohstoffen zur Folge haben. Darüber könnte eine höhere Ressourceneffizienz zu einer Reduktion von CO2-Emissionen im Umfang von 5,5 Millionen Tonnen pro Jahr führen.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte, die dem Handelsblatt vorliegt. In Auftrag gegeben hat die Studie mit dem Titel: „Zirkuläre Wirtschaft – Herausforderungen und Chancen für den Industriestandort Deutschland“ der BDI. „Wir schätzen, dass bis 2030 eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von zwölf Milliarden Euro pro Jahr erreichbar ist sowie ein Beschäftigungszuwachs von 177.000 Arbeitsplätzen“, heißt es in der Studie.

Die Idee der zirkulären Wirtschaft stellt einen möglichst geringen Rohstoffeinsatz sowie ein auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Wiederverwertbarkeit fokussiertes Produktdesign in den Mittelpunkt. Auch die Nutzung der Produkte sollte möglichst effizient sein, etwa durch den Sharing-Economy-Ansatz. Hinzu kommt der Aufbau umfassender Recyclingsysteme.

Den Rahmen für die zirkuläre Wirtschaft bilden verschiedene Regulierungsansätze. So gehört die Weiterentwicklung einer europäischen „Circular Economy“ zu den Zielen des europäischen „Green Deal“. Zusätzlich hatte die EU-Kommission 2015 einen Aktionsplan „Circular Economy“ vorgelegt, der 2020 novelliert wurde. Darüber hinaus definiert die EU-Taxonomie-Verordnung, welche Wirtschaftsaktivitäten als ökologisch nachhaltig gelten. Hinzu kommt die EU-Ökodesign-Richtlinie von 2009.

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    Grundsätzlich sind die Ideen der „Circular Economy“ zwar nicht neu; nach Einschätzung von Deloitte gibt es aber erhebliche Potenziale. Das Modell der zirkulären Wirtschaft biete „zahlreiche positive Effekte, sowohl ökonomisch als auch in Bezug auf Nachhaltigkeit“, sagte Thomas Schiller von Deloitte.

    Anreize erforderlich

    Die Kreislaufwirtschaft spiele „eine Schlüsselrolle auf dem Weg hin zu einem klimaneutralen und wettbewerbsfähigen Industrieland“, sagte Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer. Die Potenziale für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und das Erreichen der Klimaziele seien enorm.

    Lösch fordert zügige Weichenstellungen der Politik für eine Entwicklung in Richtung geschlossener Stoffkreisläufe. Dafür seien Anreize erforderlich. So müsse der Staat etwa CO2-Einsparungen durch den Einsatz von Sekundärrohstoffen in globalen Wertschöpfungsketten anrechnen. Zurückgewonnene Rohstoffe müssten unter fairen Bedingungen mit Primärrohstoffen konkurrieren können, forderte Lösch. Notwendig seien auch Qualitätsnormen für Sekundärrohstoffe. Lösch wünscht sich, dass dem Gedanken der zirkulären Wirtschaft im Green Deal der EU ein höherer Stellenwert eingeräumt wird.

    Mehr: Wie gerechtere Klimapolitik funktioniert.

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