Neue Studie Teurer Strom bewirkt De-Industrialisierung

Nur in zwei der letzten 17 Jahre haben in der Energiebranche laut einer Studie Investitionen über dem Wert der Abschreibungen gelegen. Die Zahlen kommen zu einem alarmierenden Ergebnis.
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Gerade in der Solarbranche sind die sonnigen Zeiten längst vorbei. Quelle: dpa

Gerade in der Solarbranche sind die sonnigen Zeiten längst vorbei.

(Foto: dpa)

FrankfurtWegen der hohen Strompreise in Folge der Energiewende hat in Deutschland bereits eine schleichende De-Industrialisierung begonnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichte Studie der Deutschen Bank. So hielten sich die energieintensiven Branchen schon seit Jahren mit Investitionen in Deutschland zurück, schreiben die Volkswirte der DB Research. Nur in zwei der letzten 17 Jahre hätten ihre Investitionen über dem Wert der Abschreibungen gelegen.

In der Folge sei der Wert des Nettoanlagevermögens der energieintensiven Betriebe um mehr als 11 Prozent gesunken, während es in den übrigen Branchen zu einem Wachstum von 5 Prozent gekommen sei. Bei weiter überproportional steigenden Energiepreisen sei mit Umsatzverlusten zwischen 5 und 16 Milliarden Euro im Jahr zu rechnen.

Die national forcierte Klimapolitik stecke in einem Dilemma, da ihre Erfolge nicht zu global sinkenden CO2-Emissionen führten, sondern lediglich zu deren Verlagerung in andere Länder, schreiben die Experten. Deutschland müsse daher entweder im Verein mit Europa den internationalen Klimaschutz schneller vorantreiben oder das eigene Tempo drosseln. Als Minimalziel müsse die Energiewende effizienter gestaltet werden.

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13 Kommentare zu "Neue Studie: Teurer Strom bewirkt De-Industrialisierung"

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  • Deutschland braucht eine freie Presse und keine, die durch Think tanks von Amerika aus gesteuert wird.Sozialismus ist eine Variante des Korporatismus, also Turbokapitalismus.
    Stalin und Hitler(auch ein Sozialist) wurden von der Wall Street finanziert(Hiter von IBM,Standard Oil,IG-Farben- American, Federal Reserve und über 100 weiteren Firmen) und genau das sollen wir nicht wissen, darum muß die Propanganda der alleinigen Kriegsschuld Deutschlands an beiden Weltkriegen laufen.
    Die Co2 -Lüge zeitigt einen neuen Kommunismus in grünem Gewand. Interessant ist, dass in Amerika das Klimaerwärmungsmärchen nicht zieht und weiterhin mit unserer Hilfe Ölkriege geführt werden, die für uns negativ sind.(Friedensengel Westerwelle hat beim Abmurksen von Gadaffi nicht mitgemacht. Dafür bekommt er leider keinen Friedensnobelpreis.)Die Co2-Lüge wurde exklusiv von Geschäftsleuten für Europa erfunden, wobei die Co2-Sünder Einlass ins Ökoparadies begehren. Die neue Ökokirche macht gute Umsätze und vernichtet mehr Arbeitsplätze, als sie welche schafft.

  • @Winfried Mein Eindruck ist leicht anders: Die Nachkriegszeit wurde dominiert von den USA, deren Politik in dieser Zeit noch stark kapitalistisch ausgerichtet war und praktisch kein Sozialsystem kannte (das wurde dort gerade erst eingeführt mit 1% Steuersatz). Die USA waren im Ost-West Konflikt stark daran interessiert, Deutschland als wirtschaftliches Vorzeigeland dem Osten gegenüberzustellen. Das zusammen mit dem ebenfalls kapitalistischen (und anti-sozialistischen, wie Leser seines Buches "Soziale Marktwirtschaft" bestätigen können) Wirtschaftsminister Ludwig Erhard war ein unschlagbares Erfolgsrezept.

    Mit der Zeit wurde dieses Erfolgsprinzip dann immer mehr untergraben, die bitter erlernten Lektionen des verlorenen Krieges, wie z.B. die Tatsache daß ein Staat nicht unbedingt etwas "Gutes" ist oder Sinnvolles ist, sondern daß er oft zerstörerisch und tyrannisch wird, wurden mit der Zeit und mit jeder Generation immer mehr vergessen.

    Dann kamen die endgültigen Sargnägel, mit dem Ende des Ost-West Konflikts verlor die USA ihr Interesse an einem starken Deutschland, und überließen uns unseren stark sozialistischen Tendenzen. Deutsche Politiker ließen sich sofort auf jeden Irrsinn ein, sozialistisches Gesundheitswesen, Umweltschutz, Klimaschutz usw. Heute steht "soziale Marktwirtschaft" für puren Sozialismus in dem der Großteil der Arbeitsleistung jedes Deutschen vom Staat konfisziert wird.

    Ohne Hilfe von außen scheinen die Deutschen, bis auf wenige Ausnahmen wie FDP,AfD,PdV einfach nie die Lektionen der Geschichte zu kapieren. Es muß immer erst einen großen Schicksalsschlag geben, bis wir es lernen. Man muß sich schämen, Deutscher zu sein.

  • Wenn man die für Bürger und Industrie entstandenen eklatanten Stromkosten sieht , kann mann nur davon ausgehen, dass die Energie Wende in der durchgeführten Art gescheitert ist.Es wird Zeit über andere Energie Erzeugungs Modelle nachzudenken. Thema, Dual Flow Reaktoren und Erdwärmenutzung.

  • Winfried
    Ganz eindeutig nein.
    Die 68iger haben sich durch die Institutionen gekämpft, waren Beamte und z. T. Politiker und haben alles getan, um unsr Land zu zerstören. Aus den 68igern gingen dann die Grünen hervor, stramm antideutsch und faschitisch. Heute ernten wir diesen ganzen Unsinn.
    Es wird höchste Zeit, dass endlich eine große Diskussion über die 68iger geführt wird

  • @ Winfried,
    ein klares "NEIN".
    Lt. Textinhalt stehen wir, auf den Punkt gebracht, vor der Alternative;
    a) die Industrie wird vernichtet
    oder
    b) die Bürger werden vernichtet.

  • Die Nachkriegsgeneration hat gearbeitet und den Deutschen Nachkriegsgeborenen eine gute Grundlage gegeben. Was war der Dank??? 68er Proteste, hart arbeitende Menschen galten als Spiesser. Jetzt werden die Früchte der 68er Generation eingefahren: Marode Sozialsysteme, erhöhte Lebenshaltungskosten. Ende der 60er Jahre verdiente ein Arbeiter etwa 1000,-DM Netto bei 2-300,-DM Miete und sicherem Arbeitsplatz. Haben uns die gar so lässigen, besserwissenden 68er ein besseres Leben beschieden??

  • Ein grossartiger Erfolg der Frau Merkel. Deshalb wurde Sie wieder gewählt!

  • @riesener Und Deutschland diese hoechst komplizierte Technik als einziger beherrschen kann.

  • Energiewende/EEG = Armut und Mangel!!! Und diese Verarmung durch Energiemangel (teurer Luxusstrom/Energie wird unbezahlbar) ist per Energiewende/EEG uns Bürgern/Gesellschaft von der deutschen Politik auf diktiert worden! Die deutsche Regierung (Ethik-Merkel-Rat) hat unsere Gesellschaft mit dem Ausstieg aus der Kernkraft und den Einstieg in die Erneuerbaren Energien in eine Abwärtsspirale (Wohlstandsverlust) geführt/diktiert!

  • @Steinweg:
    Nun ja, momentan sind die Arbeitsplätze der Erneuerbaren Energien Wertvernichter (jedes Jahr zweistelliger Milliardenbetrag EEG-Umlage etc.). Die Hoffnung ist, dass Erneuerbare Energien später profitabel sind und dass die ganze Welt darauf umsteigt. In Deutschland ist das aber keine Hoffnung, sondern steht als Teil der Grünen Ideologie bereits fest. Aber wehe, wehe, wenn sich herausstellt, dass den Windmühlen und Solarplatten NICHT die Zukunft gehört.

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