Neue Vorwürfe Die Wulff-Affäre perlt an der Union ab

Neue Vorwürfe gegen den Bundespräsidenten wegen einer Party nach seiner Wahl. Wulff soll zum Fest eingeladen, die Kosten aber weitergereicht haben. Dem Hoch von CDU/CSU schadet das nicht. Sie legt in der Wählergunst zu.
Update: 25.01.2012 - 16:42 Uhr 7 Kommentare
Neue Vorwürfe gegen Bundespräsident Christian Wulff wegen einer Party. Quelle: dpa

Neue Vorwürfe gegen Bundespräsident Christian Wulff wegen einer Party.

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HannoverDie Dauer-Affäre um Bundespräsident Christian Wulff perlt an der Union ab. Eine aktuellen Umfrage zufolge legte die CDU/CSU in der Wählergunst erneut zu. Am Mittwoch wurden gegen Wulff unterdessen neue Vorwürfe der Vorteilsannahme unmittelbar nach seiner Wahl zum Staatsoberhaupt laut. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ und das Magazin „Stern“ berichteten, bat Wulff den Eventmanager Manfred Schmidt, am Abend des 30. Juni 2010 etwa 80 Gäste zu einer Party in Berlin einzuladen.

Die Kosten der Feier in seinem Appartement am Brandenburger Tor habe Schmidt getragen, Wulff selbst sei zu der Feier erschienen. Unter seinen Wunschgästen waren den „Stern“-Angaben zufolge auch der Freund und Unternehmer Egon Geerkens sowie der heutige FDP-Chef Philipp Rösler. Acht Tage vor dem Fest hätten Schmidts Mitarbeiter nicht nur den Einladungstext mit dem damaligen Wulff-Sprecher Olaf Glaeseker abgestimmt; sie hätten auch eine Einladungsliste von Wulffs persönlichem Büroleiter in der niedersächsischen Staatskanzlei erhalten, die nach dessen Worten mit dem damaligen CDU-Ministerpräsidenten.

„Wenn Wulff bestimmen kann, wer eingeladen wird, ist das natürlich ein Vorteil“, sagte Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim dem Magazin. Hier liege ein Verdacht der Vorteilsannahme vor. Für die Teilnahme an der Feier ließ Schmidt laut „Stern“ zumindest einen von ihm selbst eingeladenen Gast bezahlen. Er habe dem Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) in Berlin, Hans Joachim Reck, 3.000 Euro berechnet.

Gegen Schmidt und Wulffs ehemaligen Sprecher Glaeseker ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover derzeit wegen Bestechlichkeit und Bestechung. Hintergrund dafür ist Sponsorenwerbung für das von Schmidt veranstaltete private Wirtschaftstreffen „Nord-Süd-Dialog“.

Wulff war offenbar stärker involviert
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7 Kommentare zu "Neue Vorwürfe: Die Wulff-Affäre perlt an der Union ab"

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  • BAUFINANZIERUNG„Bieten Sie auch den Wulff-Kredit an?“
    25.01.2012, 11:43 Uhr
    Finanzieren wie ein Promi: Handelsblatt-Redakteure haben versucht, bei Banken die günstigen Hauskreditkonditionen der Eheleute Wulff zu beantragen. Dabei haben sie manche Überraschung erlebt.
    Guten Morgen, die Zinsen fallen und die Mieten steigen….
    Bitte informieren Sie sich, oder ist das keine Nachricht ?


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  • Welche Wertschätzung gegenüber dem politischen Gegner, wenn er noch nicht einmal daraus einen Vorteil schlagen kann?

    Man hat in der Tat den Eindruck, die wollen gar nicht. Die leben ja gut damit. Haben keine Verantwortung und bekommen die gleichen Diäten und Pensionen.

    Ein Schelm, der böses dabei denkt!

  • Ah, da ist sie endlich wieder, "meine" gute alte CDU, an der alles abperlt. Ist doch klar, daß die sich jetzt wieder erhöhter Wählergunst erfreut: So will der Wähler "seine" CDU: ignorant, unbelehrbar, ein bißchen korrupt ...

    Danke liebe Medien, das habt Ihr großartig gemacht ...

  • Wir haben das Glück, dass die Medien das Fehlverhalten von Politikern in dieser Zeit genauer durchleuchten können. Das Fehlverhalten von Christian Wulff ist kaum zu toppen. Wäre Herr Wulff bei der ersten großen Diskrepanz zurückgetreten, wäre der Spuk schon längst vorbei. Jetzt beschädigt er nicht nur das Bundespräsidentenamt permanent sondern auch noch seine Partei die CDU. Hier drängt sich der Eindruck auf, dass alle Wulffbefürworter mächtig viel Dreck unter den Fingernägeln oder einfach nur Mitleid haben.

    Dank Wulffs Machtbesessenheit wird letztendlich die Opposition bei den nächsten Landtags- und Bundestagswahlen an Zustimmung gewinnen.

    Die Vorbildfunktion kann Herr Wulff nicht mehr ausüben. Daher ist er zum Rücktritt gezwungen. Dass Herr Wulff an seinem Stuhl klebt, zeigt doch den unmöglichen und schlechten Charakter von Herrn Wulff.

  • ist der ruf erst ruiniert....

  • ist der ruf erst ruiniert....

  • Dass wir jetzt bei derartigen Bagatellen wie Gästelisten angekommen sind, zeigt, dass auf diesem Schlachtfeld nichts mehr zu holen ist.

    Die Blutsauger, die sich selbst als Journalisten bezeichnen, müssen sich eine neue Story suchen, denn diese hier rund um Wulff ist sowas von mausetot...

    Lasst den Mann seine Arbeit machen und berichtet endlich wieder über das, was wirklich wichtig ist.

    Oder ist die Welt momentan nachrichtenfrei??

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