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Neuer Ärztepräsident Montgomery gewinnt Kampfabstimmung

Der Radiologe setzte sich gegen vier andere Kandidaten durch. Einer seiner Konkurrenten war der Berliner Kammerchef Günther Jonitz.
02.06.2011 - 12:40 Uhr Kommentieren
Der neue Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery. Quelle: dapd

Der neue Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery.

(Foto: dapd)

Frank Ulrich Montgomery ist neuer Präsident der Bundesärztekammer. Der 59-jährige Radiologe erhielt bei der Wahl am Donnerstag auf dem Ärztetag in Kiel 128 von 249 Stimmen. Er setzte sich gegen den den Berliner Kammerchef Günther Jonitz und drei weitere Kandidaten durch. Montgomery wird Nachfolger von Jörg-Dietrich Hoppe, der nach zwölf Jahren an der Spitze der Ärzteschaft das Amt abgab.

Vier Jahre lang fungierte Montgomery bereits als Vizepräsident. Einen Namen machte sich der als rhetorisch versiert geltende Montgomery vor allem als Chef des Klinikärzteverbandes Marburger Bund, den er 18 Jahre lange bis zum Jahr 2007 führte. Im Kampf um höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen führte er die Krankenhausärzte im Jahr 2006 in einen rund dreimonatigen Arbeitskampf.

Montgomery setzte sich beim Ärztetag in Kiel gegen vier Gegenkandidaten durch. Vor zwölf Jahren hatte er sich schon einmal zur Wahl gestellt, war aber gegen Hoppe unterlegen.

Für den Fall seiner Wahl hatte Montgomery im Vorfeld angekündigt, sich für eine neue Gebührenordnung für die Ärzte einsetzen zu wollen. Zudem will er auf Nachbesserungen am schwarz-gelben Versorgungsgesetz dringen, mit dem die Koalition dem Ärztemangel begegnen will.

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    Die Bundesärztekammer ist die Spitzenorganisation der ärztlichen Selbstverwaltung und vertritt die berufspolitischen Interessen der mehr als 400.000 Mediziner. Als Arbeitsgemeinschaft der 17 deutschen Ärztekammern bestimmt sie die gesundheitspolitischen Debatten mit und erfüllt zugleich eine Reihe gesetzlicher Aufgaben - etwa im Rahmen der Qualitätssicherung.

    Der 70-jährige Hoppe trat in seiner Amtszeit vor allem als Warner vor Tendenzen der Bürokratisierung und Verstaatlichung ärztlicher Tätigkeiten auf. Dabei scheute er in den Auseinandersetzungen über die diversen Gesundheitsreformen auch den Konflikt mit der Regierung nicht. Zuletzt sorgte der Pathologe und Allgemeinmediziner mit der von ihm angestoßenen Debatte über eine Rangliste von Gesundheitsleistungen für Aufsehen.

    • rtr
    • dapd
    • dpa
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