Neuer BA-Vorstand Generationswechsel bei der Arbeitsagentur setzt sich fort

Raimund Becker verlässt im kommenden Jahr den Vorstand der Bundesagentur für Arbeit. Nachfolger soll ein 37 Jahre altes Eigengewächs werden.
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Im Vorstand der Nürnberger Behörde gibt es einen Generationenwechsel. Quelle: imago/Ralph Peters
Bundesagentur für Arbeit

Im Vorstand der Nürnberger Behörde gibt es einen Generationenwechsel.

(Foto: imago/Ralph Peters)

Die Selbstverwaltung der Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt die Weichen für einen Wechsel im dreiköpfigen Vorstand der Nürnberger Behörde. Der Verwaltungsrat hat am Freitag entschieden, dass der erst 37 Jahre alte Daniel Terzenbach Nachfolger von Raimund Becker (59) als Vorstand Regionen werden soll. Abschließend muss die Bundesregierung über die Personalie entscheiden. Die Staffelübergabe wird voraussichtlich im März kommenden Jahres erfolgen, wenn Beckers Amtszeit ausläuft.

Damit geht der Generationswechsel an der Spitze der Behörde mit ihren 95.000 Mitarbeitern weiter. Bereits im April vergangenen Jahres war Valerie Holsboer (41) in den Vorstand eingezogen. Die frühere Arbeitgeberfunktionärin aus der Gastronomiebranche verantwortet bei der Behörde die Finanzen und den Personalbereich.

Terzenbach, der in Dortmund Diplom Social Management studiert hat, wird künftig vor allem die zehn Regionaldirektionen steuern, sich aber auch um das Qualitätsmanagement oder Internationale Aufgaben kümmern.

Der gebürtige Hesse startete seine Karriere bei der BA 2006 im Jobcenter Märkischer Kreis. Seit 2009 arbeitet er in der Nürnberger Zentrale und gestaltete unter anderem die Strategie zum sich verändernden Fachkräftepotenzial der Zukunft mit.

Im Oktober 2015 betraute ihn der Vorstand – neben seinen Aufgaben als obere Führungskraft in der Unternehmenssteuerung – auch mit der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Seit 2017 leitet der verheiratete Vater eines Kindes als Geschäftsführer den Bereich „Qualität – Umsetzung – Beratung“.

Mit Becker, der auf eigenen Wunsch aufhört, scheidet das letzte Mitglied aus dem BA-Vorstand aus, das den Umbau von der Bundesanstalt zur Bundesagentur für Arbeit selbst miterlebt und mitgestaltet hat. Vorstandschef Detlef Scheele (62) sitzt erst seit 2015 im Vorstand und steht seit April vergangenen Jahres an dessen Spitze.

Becker startete 2003 in der damaligen Hauptstelle der Bundesanstalt für Arbeit und zog ein Jahr später als Vorstand Finanzen und Vize von Frank-Jürgen Weise ins Leitungsgremium der im Zuge der Hartz-Reformen neu gegründeten Bundesagentur ein.

Annelie Buntenbach, die für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) im Verwaltungsrat der BA sitzt, lobte, dass Becker „entscheidend an der Umgestaltung der BA zu einem modernen Dienstleister mitgewirkt und sich bleibende Verdienste erworben“ habe.

Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Peter Clever von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), würdigte den designierten Nachfolger Terzenbach als „vielseitig eingesetzten und erfolgreichen Mitarbeiter der BA“.

Sein Aufstieg sei ein Signal an die Mitarbeiterschaft insgesamt, „dass der Weg an die Spitze bei entsprechender Bewährung innerhalb der Organisation nicht nur theoretisch möglich ist“.

Auf die Bundesagentur mit ihrem Haushalt von knapp 39 Milliarden Euro warten künftig zusätzliche Aufgaben. So sieht das von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bereits durchs Kabinett gebrachte Qualifizierungschancengesetz vor, dass die Behörde künftig verstärkt Weiterbildungsberatung für Beschäftigte anbietet.

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