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Neuer Bankenverbands-Präsident Merkel redet Fitschen ins Gewissen

„Banken müssen dem Gesamtsystem dienen“: Bundeskanzlerin Angela Merkel ermahnt Jürgen Fitschen am ersten Tag seiner Amtszeit als Bankenverbands-Präsident. Weitere Regulierungen im Finanzbereich müssten her.
15.04.2013 - 19:36 Uhr 30 Kommentare
Kanzlerin Angela Merkel ermahnt die Banken: „Vertrauen, das ist in einem umfassenden Sinne extrem wichtig“. Quelle: dpa

Kanzlerin Angela Merkel ermahnt die Banken: „Vertrauen, das ist in einem umfassenden Sinne extrem wichtig“.

(Foto: dpa)

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für weitere konsequente, international abgestimmte Regulierungen im Finanzbereich plädiert. „Wir haben damals (nach 2008) den Bürgerinnen und Bürgern versprochen (...), dass jeder Finanzplatz, jeder Finanzmarktakteur und jedes Finanzprodukt einer Regulierung unterzogen werden sollen“, sagte sie am Montag in Berlin anlässlich des Präsidentenwechsels beim Bundesverband deutscher Banken. „Davon sind wir weltweit noch weit entfernt“, beklagte sie. Durch die Finanzkrise sei enorm viel Vertrauen in die Banken, auch in die Politik, verspielt worden. Das sei noch nicht in vollem Umfang wieder zurückgewonnen worden.

„Vertrauen, das ist in einem umfassenden Sinne extrem wichtig“, sagte die Kanzlerin. Sie erinnerte die Banken an ihre dienende Funktion für die Wirtschaft. „Es ist ganz wichtig, dass sich die Banken auch in dieser dienenden Funktion für das Gesamtsystem fühlen“. Was Regulierungen angehe, so sei, gerade auch auf internationaler Ebene, noch einiges zu tun.

Einiges sei allerdings schon geschafft worden, um die Banken in Deutschland zu stärken, etwa ihre Kapitalbasis. Damit sei das Vertrauen in die Solidität der Institute gestärkt worden. Die Politik habe die Aufsicht gestärkt und ausgebaut. Was aber noch fehle, sei ein einheitlicher Abwicklungsmechanismus, wenn eine Bank mit ihrem Geschäftsmodell scheitere, sagte Merkel.

Die Kanzlerin mahnte: „Wir haben noch ein Stück Wegstrecke zu gehen“. Was etwa die Eigenkapitalregeln von Basel III angehe, so müssten die nun wirklich international umgesetzt werden. Es dürfe nicht dazu kommen, dass sich andere Regionen der Welt darum drückten.

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    Bei allen Regulierungsnotwendigkeiten müsse man jedoch auch eine Überforderung der Banken vermeiden. „Die Gesamtbelastung der Branche muss im Auge behalten werden“, sagte Merkel. Das gelte umso mehr, als sich Deutschland und Europa derzeit in einer sehr wachstumsschwachen Phase befänden. Da seien die Banken wichtig, damit es nicht zu irgendwelchen Kreditklemmen komme. Die gespaltene Situation in Europa was Zinssätze und Wirtschaftsentwicklung angehe, sei ohnehin ein Problem.

    • rtr
    • dpa
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    30 Kommentare zu "Neuer Bankenverbands-Präsident: Merkel redet Fitschen ins Gewissen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Prequod:
      Natürlich sollte man Banken auch pleite gehen lassen - wie jedes andere Unternehmen auch, wenn es schlecht arbeitet / wirtschaftet.
      Aber dann muss man eben auch akzeptieren, dass alle ("Spar-")Einlagen, die den Maximalbetrag des entsprechenden Sicherungssystems (EU-Standard: 100.000,00 EUR) überschreiten, ganz oder teilweise weg sind, je nach Konkursquote. Denn auch wenn es viele Sparer nicht gerne hören oder für "unromantisch" halten: Auch Kontoeinlagen sind am Ende nur eine Forderung gegen ein Unternehmen (die Bank), genau so wie die Forderungen eines Lieferanten an ein Industrieunternehmen, wenn er seine Waren geliefert hat aber noch nicht bezahlt wurde.
      Dann muss man beim Geld anlegen eben auch (wie von Herrn Fitschen ganz richtig gesagt) genauer hinschauen, welcher Bank man sein Geld anvertraut. Die stabileren Banken sind meistens nicht die, die die höchsten Zinsen bieten. Stabilität kostet Geld.

    • Wenn man Banksterböcke zum Gärtner macht......Ist Angela Merkel so blauäugig oder spielt sie hier wieder irgendeine ihrer Rollen? Der neoliberale Schröder hat, mit Hilfe der Bilderberg-Grünen, den Schattenbanken in Deutschland den Weg geebnet. Merkel führt ihn ungehindert fort.

    • So müssen Banken weder gerettet noch reguliert werden,
      so lange man sie in Konkurs gehen läßt, wie jedes an-
      dere Unternehmen, auch wenn naiven Politikern, wie
      einer Angela Merkel, vorgeflunkert wird, daß man
      'systemrelevant' sei und das auch noch von ihr ge-
      glaubt wird.
      Nimmt man dem Finanzsektor die Verantwortung für ihr
      Geschäftsverhalten und läßt den Steuerzahler haften,
      kommt man aus dem Retten und Regulieren nicht mehr
      heraus, denn die Banken werden immer Wege finden,
      um die Rechte des HGB zu umgehen, wie es sich auch
      bei der Begrenzung der Boni für Banker herausstel-
      len wird. Jüngstes Beispiel ist Lloyd C. Blankfein
      von Goldman & Sachs, der offensichtlich von den
      frommen Postulaten von politischer Seite über-
      haupt nichts hält und 23 Millionen U$ Dollar an
      Boni kassierte, die aus den Geschäften am Sekun-
      tärmarkt mit der EZB, auf Kosten der Deutschen
      Steuerzahler 'erwirtschaftet' wurden, abgesegnet
      von einer ignoranten Bundesregierung mit einer
      indirekten Finanzierung über den ESM, wie mit den
      weiteren 2,8 Milliarden 'Hilfe' für Griechenland,
      die direkt in den Bankensektor fließen und damit
      an Goldman & Sachs!


    • Ich sehe den Bankenchef förmlich zittern!!!

    • Ist Fitschen nicht bei der Deutschen Bank? Hat die BaFin nicht der DB geraten, den Justitiar auszutauschen wegen zu vieler anhaengiger jurustischer Verfahren? Sagt man nicht, der Fisch stinkt vom Kopf her? Und so ein Mann wird Bankenverbandspraesident. Bananenrepublik, zum kotzen.

    • Merkel redet Fitschen ins Gewissen.
      So ein Unsinn, was soll das bringen? Das ist Wahlkampftheater pur, mehr nicht. Die Altparteien sind für die meisten Wähler überhaupt nicht mehr glaubhaft. Versprechungen der Altparteien wurden seit Jahren über Bord geworfen. Es ist sehr traurig, dass die Altparteien alternativlos wurden. Die Parlamentarier kleben verständlich an ihren bequemen Stühlen und ziehen deshalb über die AfD her. Sobald es um Diätenerhöhungen geht, sind sich alle Abgeordneten innerhalb zwei Stunden einig. Wenn es aber um das Wohl der Bevölkerung geht, dauern die Beschlüsse Jahre. Heraus kommen w.z.B. Rentenerhöhungen im Werte einer 68 Cent Briefmarke. Was soll man dazu sagen.

      Benzinpreis zu teure, hier genügt eine geringe Kürzung der Steuern auf Benzin. Stattdessen hören wir nur Ausreden.

      Strompreis zu teuer. Innerhalb 14 Tagen könnten die Abgaben der Strompreise verringert werden. Leider folgen auch hier nur Ausreden und Schuldzuweisungen.

      Egal welchen Bereich wir nehmen, Entlastungen Fehlanzeige. Woran mag das liegen? Die Bundesregierung benötigt wohl jede Einnahmequelle um den Rettungsschirm ESM zu füttern. Überall wo wir hinsehen, die Abgaben der Bürger steigen ständig. Und woran mag das liegen? Natürlich für den Vertragsbruch mit dem ESM.

      Die Abgeordneten der Altparteien können und wollen keine richtige Entscheidung für die Bevölkerung treffen. Der Euro-Raum wird aufgelöst. Die Gründe sind allen bekannt. Und dennoch zieren sich die Politiker der Altparteien den schon längst überfälligen Schritt zu tun. Um die D-Mark wieder einführen zu können muss Deutschland notgedrungen den Euro-Raum verlassen. Am besten heute noch.

      Beleibt Deutschland im Euro-Raum, wird Deutschland allein den „Europäischen Länderfinanzausgleich“ in XXL Größe bedienen. Weil das auch nicht funktionieren kann, wird Deutschland so oder so auf die D-Mark zurückkommen. Liebe Leser, habt etwas Geduld, die D-Mark wird kommen.

    • Wenn man ihren Kommentar so liest, dann entsteht der Verdacht auf Tourettesyndrom = krankhaftes bzw. zwanghaftes Beleidigen von allem, was sich in der Nähe befindet. Doch keine Angst, es gibt Tabletten, die helfen damit fertig zu werden. Würde ich an ihrer Stelle probieren. Sie leben sich leichter und der Rest der Menschheit auch.

    • Was bleibt ihr denn übrig? Die Banken regulieren? Davon müsste sie etwas vom Bankgeschäft verstehen und 40 Jahre DDR helfen ihr da nicht unbedingt weiter.

      Also tut sie das, was sie gelernt hat: eine Strafpredikt schwingen. Ob sie Fitschen gesagt hat, dass er in die Hölle kommt, wenn er nicht brav ist? Hoffen wir, dass er es glaubt......

    • ACH BEZAHLTER . . . BEI mir VERDIENST KEIN GELD SONDERN BEWEISBAREN WIDERSPRUCH , VON SOUVERÄNEN und NICHT GELD IM KOPF HABEN , wie . . .
      ISRAEL oder BILDERBERGER oder DIREKT VON Goldman SACHS BEZAHLT ??

    • Frädrich hat seine Pillen abgesetzt und raucht jetzt hasch um runterzukommen.
      okay

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