Neuer Landwirtschaftsminister Für Friedrich beginnt die Saure-Gurken-Zeit

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Investitionen in höhere Tierhaltungsstandards
Das Comeback der krummen Gurke
Assoziation - Motiv 01
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Die drei Studenten Giacomo Blume, Moritz Glück und Daniel Plath wollen den Ruf von unförmigem Obst und Gemüse retten und haben aus ihrer Diplomarbeit ein Konzept entwickelt.

(Quelle: Ugly Fruits)

Assoziation - Motiv 02
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In ihrem Geschäft für Ugly Fruits soll das anders aussehende Obst und Gemüse an den Kunden gebracht werden.

(Quelle: Ugly Fruits)

Assoziation - Motiv 03
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Krummes Obst und Gemüse ist nicht minderwertig, ganz im Gegenteil: oftmals sind Verwachsungen Ausdruck eines besonders hohen Mineralstoffanteils im Erdboden.

(Quelle: Ugly Fruits)

Assoziation - Motiv 04
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Die „Assoziations-Kampagne“ bildet die lustig verwachsenen Früchte ab – ein passender Slogan soll beim Betrachter für ein Lächeln auf dem Gesicht sorgen und ihn auf diese Weise überzeugen.

(Quelle: Ugly Fruits)

Bauern - Motiv 01
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Die jungen Werber haben insgesamt drei Kampagnen mit Plakaten und Aktionen entwickelt. Eine davon nennen sie die „Bauern-Kampagne“.

(Quelle: Ugly Fruits)

Bauern - Motiv 03
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Großplakate zeigen die Landwirte auf ihren Feldern. Zitate sollen den Verbrauchern die Problematik der Lebensmittelverschwendung bei Obst und Gemüse vor Augen führen.

(Quelle: Ugly Fruits)

Kaufentscheidung - Motiv 02
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Etwas plakativer kommt die „Kaufentscheidungs-Kampagne“ daher: „Wer außergewöhnliche Früchte kauft, braucht keine stumpfsinnigen Produkte.“

Eine Forderung, die auch Reinhild Benning, Agrarexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), an den neuen Agrarminister richtet: „Er muss sich entscheiden: Entweder fördert er die weitere Industrialisierung der Agrarwirtschaft mit Kollateralschäden wie Lebensmittelskandalen, dem Antibiotika-Missbrauch in der Massentierhaltung oder der Belastung von Böden und Gewässern mit Pestiziden“, sagt Benning gegenüber Handelsblatt Online. „Oder er fördert die bäuerliche Landwirtschaft mit mehr Tierschutz, mehr Öko-Landbau, einer wirksamen Pestizidreduktion und ohne Gentechnik.“

Statt anonymer Massenware frage der Verbraucher zunehmend tiergerecht, regional und umweltschonend erzeugte Lebensmittel nach. „Dem muss Minister Friedrich Rechnung tragen, indem er die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Vergabe von Agrarsubventionen auf mehr Natur- und Tierschutz ausrichtet.“

Einen ersten Vorstoß in diese Richtung unternahm Friedrich diese Woche, als er die Bauern zu Investitionen in höhere Tierhaltungsstandards ermunterte. „Die Nachfrage beim Verbraucher ist da“, sagte Friedrich am Mittwoch ein Jahr nach Einführung eines neuen Siegels des Tierschutzbunds für Hühner- und Schweinefleisch. „Unsere Tierhalter sollten sich dieses Marktsegment schnell erschließen, die Konkurrenz aus dem Ausland schläft nicht.“ Der Tierschutzbund arbeitet daran, die Kriterien für die Kennzeichnung auf andere Nutztiere auszudehnen.

„Auch wenn sich das Tierschutzlabel im ersten Jahr noch nicht in der breiten Masse hat durchsetzen können, gibt es regional bereits gute Sortimentsangebote“, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder. Auf dem blauen Siegel mit einem oder zwei gelben Sternen steht „Für mehr Tierschutz“. Dies entspricht zwei Stufen. Bewertet werden dafür etwa Haltungsbedingungen wie der Platz für ein Masthuhn oder Mastschwein, Transportzeiten sowie Betäubungsmethoden. Die Entwicklung hat das Ministerium mit einer Million Euro gefördert.

„Übrigens, meine Lieblingstiere sind Kühe“
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2 Kommentare zu "Neuer Landwirtschaftsminister: Für Friedrich beginnt die Saure-Gurken-Zeit"

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  • Friedrich als Agrarminister ?

    Der würde doch glatt versuchen einen Ochsen zu melken !

    Damit will ich natürlich nicht irgend etwas in Bezug auf seine Sexualität implizieren, das will ich an dieser Stelle ganz klar stellen.

    Wer so etwas denkt ist ein Schmutzfink !

    Ich wollte nur seine beschiedene Berufserfahrung auf dem Agrarsektor hinweisen.

    Man ist noch lange kein Bauer, nur weil Andere einen hinterrücks so nennen !

  • Da kann man sich aber noch einen anderen Grund denken. De Maiziere ist erst einen Tag vor Vertragsunterzeichnung von Frau Merkel dazu gedrängt worden, ins Innenministerium zurückzugehen, völlig gegen dessen Willen. Sie hatte für die Verteidigung die Wunderpersonalie „erste Ministerin“ finden können. Weshalb? Mein Reim darauf: Man wird aus NRW Frau Merkel „durchgereicht“ haben, dass mit de Maiziere Unruhe in die Frage Bonn-Berlin-Gesetz kommt, weil er sein Ministerium „effizient“ ans Parlament verlegen wollte. So was lässt NRW nicht einfach gelten, noch dazu, wo de Maiziere das Gesetz im Koalitionsvertag ERSTMALS unerwähnt lassen wollte, und wie jedes Gesetz behandelt. (Es wurde dann „mit viel politischem Druck aus NRW“ wie alle vier Jahre wieder, am Parlament vorbei, als nicht zu änderndes von der Regierung "festgelegt".) - Da CSU-Ramsauer von Anfang an schon ausgeschaltet wurde, und „Agrar“ Sache der Bayern ist, ließ sich das Friedrich doch anbieten!

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