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Neuer NPD-Vorsitzender Holger Apfel will „seriösen Radikalismus“

Die NPD hat keine Lust auf Öffentlichkeit und daher auf ihrem Parteitag die Medien vorsorglich ausgesperrt. Die Ära Udo Voigt ist unterdessen beendet: Neuer Vorsitzender ist Holger Apfel und damit ein Altbekannter.
13.11.2011 - 10:41 Uhr Kommentieren
Holger Apfel ist der Neue. Sein Rezept für mehr Erfolg an der Wahlurne: Noch mehr Radikalität. Quelle: dpa

Holger Apfel ist der Neue. Sein Rezept für mehr Erfolg an der Wahlurne: Noch mehr Radikalität.

(Foto: dpa)

Neuruppin Neuer Chef der rechtsextremen NPD ist der sächsische Landesvorsitzende Holger Apfel. Beim Bundesparteitag im brandenburgischen Neuruppin setzte er sich im Machtkampf gegen den langjährigen Amtsinhaber Udo Voigt durch.

Wie ein Parteisprecher am Sonntag sagte, votierten am Samstagabend 126 der 214 Delegierten für Apfel. Auf Voigt entfielen 85 Stimmen. Es gab drei Enthaltungen. Die Kontrahenten um den Parteivorsitz hatten sich einen heftigen Schlagabtausch um den künftigen Kurs der Partei geliefert.

Apfel plädierte im vor rund 200 Delegierten für einen „seriösen Radikalismus“. Er hielt Amtsinhaber Voigt strategische Defizite vor und kritisierte vor allem den NPD-Wahlkampf zum Berliner Abgeordnetenhaus. Dort seien Plakate mit dem Slogan „Gas geben“ und dem Konterfei Voigts geklebt worden. Das sei nicht mit dem Parteiprogramm zu vereinbaren. So brauche man sich nicht zu wundern, „wenn bei den Bürgern im Land die Jalousien heruntergehen“, sagte er.

Voigt kritisierte den Begriff des „seriösen Radikalismus“. „Dieser ist so untauglich wie eine halbschwangere Jungfrau.“ Ohne Apfel beim Namen zu nennen, monierte er, dass es einigen in der Partei nur noch um „Verpackungsinhalte“ gehe. Mediengerechtes Verhalten werde es unter ihm nicht geben. „Der Wähler muss klar erkennen können, dass wir radikal, sozial und national sind“, sagte Voigt.

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    Der Parteitag fand weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Journalisten durften die Stimmabgabe nicht verfolgen. Interne Konflikte um den weiteren Kurs der bei Wahlen zuletzt weitgehend erfolglosen Partei hatten den Zeitplan durcheinandergebracht. Zahlreiche Neuruppiner demonstrierten gegen die Veranstaltung der rechtsextremen Partei in ihrer Stadt.

    • dpa
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