Neuer Streit um Bio-Sprit Mineralölbranche fordert Rabatt auf E10

Die Querelen um das umstrittene Bio-Benzin nehmen kein Ende. Die Mineralölwirtschaft fordert nun einen Steuerrabatt auf E10 - die Bundesregierung sieht hierfür aber keine Notwendigkeit.
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Steuersenkungen für E10-Sprit: Wenn es nach den Mineralölkonzernen geht, eine gute Idee. Quelle: dpa

Steuersenkungen für E10-Sprit: Wenn es nach den Mineralölkonzernen geht, eine gute Idee.

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Berlin Der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbands, Klaus Picard, sagte der „Bild“-Zeitung: „Entsprechend des geringeren Energiegehalts fordert die Mineralölindustrie eine Senkung der Energiesteuer für E10 um zwei Cent.“

Ein Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zeigte sich am Freitag skeptisch. „Soweit ich das wahrgenommen habe, ist ja die mangelnde Akzeptanz des E10-Benzins, wenn sie überhaupt besteht, nicht auf den Preis an der Zapfsäule zurückzuführen, sondern auf andere Vorbehalte“, sagte er. „Insofern sehe ich nicht recht den Sinn dieser Forderung.“

Auch die Unionsfraktion lehnt dies ab. Der CDU/CSU-Finanzpolitiker Klaus-Peter Flosbach sagte: „Steuergeschenke an die Mineralölwirtschaft wird es nicht geben. Um die Akzeptanz von E 10-Kraftstoff zu verbessern, ist die Mineralölwirtschaft selbst gefordert und nicht der Steuerzahler.“

Viele Autofahrer sind verunsichert, ob die Benzinmotoren ihrer Autos den zehnprozentigen Ethanol-Zusatz im Sprit vertragen. Bei einem „Benzingipfel“ hatten Politik und Wirtschaft vereinbart, die Verbraucher besser zu informieren.

Die Mineralölwirtschaft erklärte am Freitag, sie habe ihren Beitrag umgesetzt. „Die DAT-Listen liegen an allen Tankstellen aus und die Tankwarte weisen die Kunden aktiv auf die Verträglichkeitslisten hin.“ Auf den Listen finden die Autofahrer Infos darüber, ob ihr Fahrzeugtyp E10 verträgt.

Zahlreiche Verbraucher verschmähen das Bio-Benzin noch immer. Im Osten und im Süden des Landes wird E10 angeboten, aber auch teils weiter gemieden. Im Norden und Westen von Deutschland wird weitgehend kein E10 verkauft.

  • dpa
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4 Kommentare zu "Neuer Streit um Bio-Sprit: Mineralölbranche fordert Rabatt auf E10"

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  • Der neue E10-Kraftstoff soll die Umwelt entlasten. Tut er aber nicht. Im AUTO BILD-Test schluckte ein E10-Golf deutlich mehr als im Super-Betrieb. Mehrkosten pro Jahr: 176 Euro.

  • Im Januar Tankte ich in Österreich für 1.24 € / Liter
    Am Montag dieser Woche habe ich in Palma 1.28 bez.
    Es ist also Viel Luft in der Besteuerung dieses Produktes,
    In Deutschland !!!
    Leider wird diese Besteuerungspolitik mit einer rot/grünen Landesregierung wohl eher in die andere Richtung gehen .

  • Wir brauchen keinen Rabatt auf E 10 Benzin, wir brauchen diesen Sprit abgeschafft.

  • Der CDU/CSU-Finanzpolitiker Klaus-Peter Flosbach sagte: „Steuergeschenke an die Mineralölwirtschaft wird es nicht geben. Um die Akzeptanz von E 10-Kraftstoff zu verbessern, ist die Mineralölwirtschaft selbst gefordert und nicht der Steuerzahler.“

    Wie blöd ist der Typ denn? Würde der E10 Sprit durch Steuervergünstigungen günstiger sein, dann wäre es kein Geschenk an die Mineralölwirtschaft, sondern ein Geschenk an den Steuerzahler. Davon abgesehen, dass die gleiche Besteuerung auf Biosprit wie auf normalen Sprit ohnehin ein Betrug durch die Politik und nicht durch die Mineralölwirtschaft ist. Der E10 braucht keine Steuervergünstigung. Nein, er müsste überhaupt erstmal gerecht besteuert werden. Dann wäre er sowieso günstiger. Wieso soll ich denn auf den höheren Anteil Biosprit trotzdem auch die Mineralölsteuer bezahlen? Da der Steuerzahler trotzdem den günstigeren Sprit nicht gegen einen Motorschaden mit viel höheren Kosten eintauschen wird, ist ohnehin jede Idee vergebliche Liebesmühe.

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