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Neues Hilfsprogramm CDU spricht nun doch über Griechenland

Führende CDU-Mitglieder setzen Griechenland nun doch vor der Wahl auf die politische Agenda. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier deutet an, wie neue Hilfen aussehen könnten.
31.08.2013 Update: 31.08.2013 - 13:15 Uhr 128 Kommentare
Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte eigentlich Griechenland aus der politischen Diskussion vor der Wahl heraushalten. Der hessische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier ist nun aber sogar mit Planspielen vorgeprescht. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel wollte eigentlich Griechenland aus der politischen Diskussion vor der Wahl heraushalten. Der hessische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Volker Bouffier ist nun aber sogar mit Planspielen vorgeprescht.

(Foto: dpa)

Düsseldorf „Wir könnten die Rückzahlung der Kredite über einen längeren Zeitraum strecken, etwa über weitere zehn Jahre“, sagte Bouffier in einem Interview mit dem Handelsblatt (Montagausgabe). Dadurch würde die finanzielle Belastung des Landes sinken. „Dann kann ich mir vorstellen, das Zinsniveau für die Kredite zu senken. Das ist für Gläubiger nicht ideal, aber sie bekommen Geld. Es gibt keinen Totalausfall“, sagte der Ministerpräsident von Hessen. Einen direkten Schuldenschnitt hingegen lehnt Bouffier ab. „Es darf auf keinen Fall einen zweiten Schuldenschnitt geben. Die Konsequenzen für die deutsche Volkswirtschaft wären nicht absehbar“, warnte er.

Über Inhalte wollten bislang weder Bundeskanzlerin Angela Merkel noch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) reden. Schäuble hatte lediglich die Debatte über neue Griechenland-Hilfen wenige Wochen vor der Bundestagswahl befeuert als er betonte, Athen brauche ein weiteres Rettungspaket. Im Gegensatz zu seinem Amtskollegen aus Bayern, Horst Seehofer (CSU), begrüßte Bouffier den Vorstoß Schäubles. „Die Menschen haben ein Gespür dafür, wenn ihnen Politiker etwas verheimlichen und die Rechnung erst nach der Wahl auftischen wollen“, sagte er. Sowohl in Bayern wie in Hessen sind im September Landtagswahlen.

Über die vom griechischen Finanzminister Stournaras ins Spiel gebrachten zehn Milliarden Euro wollte Bouffier nicht spekulieren. „Insgesamt steht aber sehr viel auf dem Spiel“, sagte er.

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    128 Kommentare zu "Neues Hilfsprogramm: CDU spricht nun doch über Griechenland"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Zitat Rechner:

      Gutes Geld (= frisches Geld) wird bei diesem "Umschuldung" genannten Vorgang kein einziger Pfennig eingesetzt
      _______________________

      Euro-Payer hat deutlich mehr Ahnung vom Bankgeschäft.

      Was Sie sagen, stimmt, ist aber nur die halbe Wahrheit, weil die Umschuldung nur den Betrag umfasst, der bereits gezahlt wurde.

      Nur macht diese Umschuldung keinen Sinn ohne ein weiteres Hilfspaket (waren das nochmal 10 Mrd - ich habe die Summe jetzt nicht im Kopf) und das ist genau das gute Geld, das man dem bereits schlechten Geld hinterher wirft. Ohne irgendeine Garantie, dass jemals zurückgezahlt wird.

      Somit wird bei der Umschuldung umgeschichtet, weil sie es jetzt schon nicht können (oder wollen?) ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, aber gleichzeitig eben frisches Geld nachgeschossen.

      [...]


      Auch Basiswissen der Finanzwirtschaft.

      Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte verwenden Sie keine Zitate ohne Quellenangabe.


    • Rechner , Sie verblüffen mich immer wieder, vor allem mit ihrer tiefgehenden ergreifenden "Kenntnissen zu griechischen Politikaspekten".

      Dortige "Puppenspieler im Mafiakonzert" brauchen und nutzen gern Argumentationsketten wie die ihrige.

      Nur am Rande , auf einer wichtigen Kontakt-Restaurantemeile lacht Ober-Hellas lauthals über diese angepisste, auszunehmende EU-Weihnachtsjahresgans, Gelder fliessen aus deren Sicht selbst im "ober-inszenierten Krisenmodus" und: die pers. "Bereicherung über Bankamigobeziehung" hält kraftvoll, sicherlich zum Wohle aller Scheinbilanzen , locker-lässig an.

      Tolle Leistung hiesiger Schreibtischgäule, oder besser gesagt geistig- sich mühender Kleppergestelle. Muss wohl am grossen Wasserkopf liegen.

      Ahnt unser "grosse Meister aller Zahlenwerke" um die eigentliche Bankensituation "real" im griechisch-zyprischen Beziehungsgebilde ?

      Eurostat bzw. aufgehängte Zampanolakaien liegen hierzu bedauerlicherweise keine greifbaren Erkenntnisse vor.

      Sie sollten einfach mal befreiend mitfeiern und sich, dabei neue Bilder gewinnend, von staubigen Altmaterial lösen.
      Schon ist ihr Eurobild zurechtgerueckt. Zur Zeit fallen Sie nur aus dem Rahmen.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Über Inhalte wollten bislang weder Bundeskanzlerin Angela Merkel noch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) reden.

      Also heißt das - erst jetzt sind die beiden richtig "aufgetaut". Aber der Artikel gibt nur eune Srellungnahmen von Herrn Bouffier und wo sind nun die Stellungnahmen nun von Frau Merkel und von Herrn Schäuble, letzterer hatte lediglich

      die Debatte über neue Griechenland-Hilfen wenige Wochen vor der Bundestagswahl befeuert als er betonte, Athen brauche ein weiteres Rettungspaket.

      Nur ein Herr Bouffier betonte also:

      Im Gegensatz zu seinem Amtskollegen aus Bayern, Horst Seehofer (CSU), begrüßte Bouffier den Vorstoß Schäubles. „Die Menschen haben ein Gespür dafür, wenn ihnen Politiker etwas verheimlichen und die Rechnung erst nach der Wahl auftischen wollen“,


      Der gute Mann hat Recht - der Wähler sieht es sicher auch so! Im gegenwärtigen Stand heißt das:
      Griechenland benötigt auf Dauer sein Kredit bis eben die Sache wie ein Luftballon "platzt"- oder ?

    • Zahlen in Mrd. Euro:

      EFSF-Ausschöpfung - Kreditrahmen in Mrd. Euro
      Gesamt zugesagt 203,3, Davon ausbezahlt 183,5, Noch verfügbar 19,8 (der dt. Anteil am EFSM: 40,7 (20%)).

      Deutsche Gewährleistungen
      Zugesagte Mittel 95,3, Ausbezahlte Mittel 86,0, Verfügbare Mittel 9,3

      EFSF/EFSM zugesagt: GR 144,6+Irland 40,2+Portugal 52

      EFSF/EFSM ausbezahlt: GR 133,0+Irland 36,1+Portugal 43,2

      ESM Spanien zugesagt: 100, ausbezahlt 41,4 + Zypern zugesagt 9, ausbezahlt 3

      http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/
      Europa/Stabilisierung_des_Euro/Zahlen_und_Fakten/europaeische-finanzhilfen-
      im-ueberblick-pdf.pdf?__blob=publicationFile&v=33

      Finanzstabilitätsgesetz: 80, dt. Anteil GR-Krediten 22,4 Milliarden Euro.

      Also, Risiken fuer D, aktueller Stand:
      GR 40,7+22,4=63, Irland 8, Portugal 10, Spanien 11, Zypern 2, insgesamt also 94 Milliarden EUR. Dazu kommen natuerlich noch geringfuegige Risiken durch die Anteile an IWF/EZB...

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Einführung der Pkw-Maut, Wiedereinführung der Vermögensabgabe, Erhöhung der Stromkosten um 20 Prozent in Deutschland.Im Gegenzug werden in Griechenland die Rückzahlungsfristen verlängert, die Zinsen für Hilfsgelder gesenkt, in Italien die Immobiliensteuer abgeschafft und in Portugal sämtlich weitere Sparmaßnahmen auf Eis gelegt.
      Hallo liebe Deutschen, schon aufgewacht????

    • Beim IfO Institute gibt es eine Seite auf der sie sich über die deutsche Hafftung in der Eurokrise informieren können.
      [...]
      Zur erinnerung, was den Euro angeht musste Deutschland bisher alles zahlen wofür es ein Haftung oder Bürgschaft übernommen hat.
      Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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