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Niedersachsen General Flugsicherheit untersucht tödlichen Hubschrauber-Absturz

Wieder trifft es eine Maschine der Bundeswehr: Eine Woche nach der Kollision von zwei Eurofightern stürzt jetzt ein Hubschrauber ab. Eine Soldatin stirbt.
Update: 02.07.2019 - 03:04 Uhr Kommentieren
Rettungskräfte stehen nahe der Unfallstelle, an der ein Huschrauber der Bundeswehr abgestürzt ist. Quelle: dpa
Hubschrauber-Absturz

Rettungskräfte stehen nahe der Unfallstelle, an der ein Huschrauber der Bundeswehr abgestürzt ist.

(Foto: dpa)

Aerzen Nach dem tödlichen Absturz eines Bundeswehr- Hubschraubers in Niedersachsen soll der sogenannte General Flugsicherheit die Unglücksursache aufklären. Die Maschine mit zwei Piloten an Bord war am Montag westlich von Hameln verunglückt - eine Soldatin starb, der andere wurde verletzt. „Die Absturzursache ist bisher vollkommen unklar“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Abend nahe der Unglücksstelle.

„Deshalb ist der General Flugsicherheit jetzt hier vor Ort, um detailliert in den nächsten Tagen und Wochen der Ursache des Absturzes auf den Grund zu gehen.“ Der General Flugsicherheit ist eine Position mit eigener Abteilung im Luftfahrtamt der Bundeswehr.

„Es ist für uns ein tragischer Moment und ein tiefer Schmerz“, sagte von der Leyen, die den Angehörigen der Soldatin ihr Mitgefühl aussprach.

Der Schulungshubschrauber vom Typ Eurocopter EC 135 sei gegen 14.00 Uhr bei Dehmkerbrock verunglückt, sagte ein Bundeswehrsprecher. Die Maschine des Deutschen Heeres gehöre zum Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg. „Wir wissen, dass beide Piloten eine umfassende Ausbildung auf diesem Hubschrauber EC135 hatten“, sagte von der Leyen. Sie hätten je 450 Flugstunden absolviert und sich in der Weiterbildung zum Fluglehrer befunden.

Der Schulungshubschrauber stürzte in ein Getreidefeld und ging in Flammen auf. Beim Modell EC 135 handelt es sich um einen leichten, zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber, wie er vor allem für Luftrettung und Überwachungsaufgaben eingesetzt wird.

„Ein militärischer Sicherheitsbereich ist eingerichtet“, teilte die Bundeswehr mit. Von der Leyen bat um Verständnis dafür, dass die Absturzstelle für geraume Zeit weiträumig abgesichert werden müsse - unter anderem für die Suche nach der Absturzursache. Der Unglücksort liegt nach Angaben von Anwohnern an einer viel beflogenen Übungsstrecke.

In einer eigens geschaffenen Dekontaminierungsstelle am Rande des Sperrbezirks sollten den Angaben zufolge alle Einsatzkräfte behandelt werden - es geht um beim Brand des Hubschraubers entstandene Dämpfe. Diese Dämpfe können nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hochgiftig sein.

Erst in der vergangenen Woche waren zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“ bei Luftkampfübungen über Mecklenburg-Vorpommern zusammengestoßen und nahe der Ortschaft Nossentiner Hütte abgestürzt. Ein Ausbilder-Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und den Unfall leicht verletzt überlebt. Der Pilot der zweiten Unglücksmaschine starb. Die dritte Maschine blieb unversehrt.

Das in Laage bei Rostock stationierte Luftwaffengeschwader nahm am Montagmorgen den Flugbetrieb wieder auf, wie Kommodore Gero von Fritschen sagte. Hinweise auf einen Fehler an den Maschinen habe es nicht gegeben.

Mehr: Beim Nato-Treffen treten die Verteidigungsministerinnen Deutschlands und der Niederlande den US-Vorwürfen entgegen. Die Leistung sei wichtiger als die Militärausgaben.

  • dpa
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