Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

NRW-Innenminister Ralf Jäger Land prüft nach Schikane-Vorwürfen alle Elite-Einheiten

Mobbing und Aufnahmerituale bei deutschen Einsatzkommandos: Ein Fall aus Köln bringt Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger auf den Plan. Er lässt die Gruppen nun landesweit prüfen.
24.06.2015 - 21:44 Uhr Kommentieren
Spezialeinsatzkommando (SEK) bei einer Übung: Nach Bekanntwerden eines Vorfalls in Köln, bei dem Neuzugänge Aufnahmerituale über sich ergehen lassen mussten, sollen nun alle Elite-Einheiten in Nordrhein-Westfalens überprüft werden. Quelle: dpa
Spezialeinsatzkommando

Spezialeinsatzkommando (SEK) bei einer Übung: Nach Bekanntwerden eines Vorfalls in Köln, bei dem Neuzugänge Aufnahmerituale über sich ergehen lassen mussten, sollen nun alle Elite-Einheiten in Nordrhein-Westfalens überprüft werden.

(Foto: dpa)

Köln Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger lässt nach Schikane-Vorwürfen gegen ein Spezialeinsatzkommando (SEK) in Köln alle Elite-Einheiten des Landes prüfen. Zudem seien gegen elf Beamte des Kölner SEK und einen versetzten Kollegen Disziplinarverfahren eingeleitet worden. „Mobbing und inakzeptable Aufnahmerituale darf es bei der NRW-Polizei nicht geben“, sagte Jäger (SPD) am Mittwoch. Das hatte er auch der „Rheinischen Post“ mitgeteilt.

Nach Jägers Ansicht ist eine Sonderinspektion wichtig, um die nicht betroffenen Beamten zu schützen. Außerdem wolle er sichergehen, dass es keine weiteren Vorfälle bei den SEK in dieser Form gegeben habe.

Nach Ansicht des Polizeiforschers Rafael Behr gehören Fälle wie der Kölner zu den Initiationsritualen, mit denen neue Kollegen gedemütigt werden. Es gehe um die „symbolische Unterwerfung des einen Mannes unter den anderen“. In einer Sondereinheit seien solche Riten verbreitet, „weil die wie keine andere auf Gefahr hin ausgerichtet ist“, sagte Behr auf Anfrage. Die Einführungsrituale hätten nicht nur eine erniedrigende Komponente, sondern sie dienten auch dazu, neue Mitglieder in die Gemeinschaft einzuführen und diese für die gefährlichen Einsätze zusammenzuschweißen.

Nach Angaben des Innenministeriums arbeiten rund 200 Polizisten in den 18 NRW-Spezialeinsatzkommandos in Köln, Düsseldorf, Münster, Dortmund, Bielefeld und Essen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • dpa
    Startseite
    0 Kommentare zu "NRW-Innenminister Ralf Jäger: Land prüft nach Schikane-Vorwürfen alle Elite-Einheiten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%