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FDP-Parteitag Drei Rezepte für einen klinisch Toten

Die FDP nimmt den Kampf um ihre Existenz auf. Der Wiedereinzug in den Landtag von Nordrhein-Westfalen soll die Wende bringen – und Christian Lindner der Partei neuen Atem einhauchen.
Update: 01.04.2012 - 20:03 Uhr 26 Kommentare

Lindner mit Traumergebnis gewählt

DuisburgChristian Lindner ist mit seinen 33 Jahren der jüngste Comeback-Politiker aller Zeiten. Und er hat für die Wiederbelebung der klinisch toten FDP drei Rezepte. Ein pragmatisches, ein stilistisches und ein inhaltliches. Sein klarstes Rezept ist das pragmatische: Lasst uns bis zum Wahltag keine Umfragen mehr lesen. 

Dabei hat die FDP in Nordrhein-Westfalen Grund, mit einer gewissen Zuversicht in die Umfragen zu blicken. Nachdem sie im Saarland unter den Sonstigen gelandet war kann sie an Rhein und Ruhr derzeit mit vier Prozent rechnen – ein Einzug in den Landtag ist also nicht unmöglich. Die fehlenden Prozentpunkte, die soll ein kämpferischer Christian Lindner einfahren, der erst vor gut drei Monaten als Generalsekretär der Bundes-FDP zurückgetreten war und nun von Landeschef Daniel Bahr von der „Reservebank“ zurückgeholt worden war. 

Und Lindner stellt sich der Herausforderung mit großer Lust. „Ich habe zwei Jahre Berliner Luft geschnuppert, jetzt bin ich wieder hier, zuhause in NRW“, bewarb sich Lindner am Sonntag vor den Landesdelegierten für die Spitzenkandidatur. Und so ganz nebenbei, bucht er gleich eine Option auf ein Rückfahrticket.  Er sei sich als „junger Mann der Verantwortung für diese traditionsreiche Partei bewusst“, sagt Lindner. Sollte er es in NRW tatsächlich schaffen, so die Erwartung vieler Beobachter in Berlin, dann wird Lindner nicht nur den Landesvorsitz an Rhein und Ruhr beerben, sondern auch die Nachfolge von Philipp Rösler an der Spitze der Bundespartei antreten. 

Lindner geht seine Aufgabe gründlich an. Bei aller Häme und Kritik dürfe man nicht die historischen Leistungen der FDP vergessen, auf die er stolz sei. Aber, das räumt Linder gerne ein, die Partei „in Berlin“ sei in den vergangenen Jahren ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht geworden und habe Vertrauen verspielt. Bescheidenheit stünde ihr nun gut an. „Selbstbewusstsein plus Bescheidenheit, das nennt man Souveränität – und so möchte ich diesen Wahlkampf führen“, bringt Lindner sein stilistisches Erfolgsrezept auf den Punkt.

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26 Kommentare zu "FDP-Parteitag: Drei Rezepte für einen klinisch Toten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die FDP als einzige NICHT-linke Partei in Deutschland wird gebraucht. Und sie bekäme locker 20 % der Stimmen, wenn sie sich KONSEQUENT gegen den Euro-Rettungswahnsin stellen und endlich die Interessen Deutschlands und der deutschen Steuerzahler vertreten würde. Das Wutpotential gegen diesen Euro-Unfug ist in der deutschen Bevölkerung jedenfalls vorhanden.
    Andreas Aßmann

  • Trat Hr. Lindner vor ein paar "Tagen" nicht zurück, da er sich nicht in der Lage fühlte, politisch verantwortlich zu Gunsten der Deutschen zu handeln?

  • @ Nacael

    Mit Aktien wirds mit Reichtum nichts werden. Aber ein paar Scheinchen auf den Dax kommende Woche werde ich mir gönnen!

  • Was helfen Steuersenkungen, wenn die Abgaben um ein vielfaches steigen. Ich zahle auch den Spitzensteuersatz, dennoch treffen mich die gestigenen Abgaben sowie bsp. die explodierenden Ausgaben für Gesundheit, Bildung der Kinder weit mehr!!

  • Neoliberalismus ist eine Krankheit, die aber schon eher von den Gelben ausgeht.
    Zugegeben Schröder ist diesem Irrsinn mehr als aufgesessen. Zurecht ist die SPD deshalb auch abgestürzt. Und Links ist sie seitdem eh nicht mehr.

  • Warum soll man sich über die FDP Sorgen machen? Die ist tot. Entkernt durch den Verlust Ihrer Autorität als Bürgerrechtspartei, durch Vetternwirtschaft den freien Markt unterminierend und planwirtschaftliche Entwicklungen unterstützend. Das war die FDP Möllemanns und Westerwelles und Röslers. Wer will Wähler einer solchen Partei sein??

    Einem Philipp Rösler, der noch nicht eine einzige richtige Frage zu den Problemen der FDP gestellt hat und trotzdem glaubt Antworten zu haben, kann sowieso niemand mehr helfen. Und Lindner? Der sollte sich besser Gedanken über seine berufliche Zukunft machen oder gleich zur CDU übertreten, was er wahrscheinlich tun wird, bevor er noch `ne weitere Firmenpleite hinlegt.

  • @Antidote ..., von der Sache an sich, wäre das nicht schlimm. Nur bekommt der Staat schon Steuern dafür.

    Weil er diese aber zweckentfremdet, lieber in Griechenland, Banken oder in überflüssige Verwalter, bzw. Subventionen gesteckt werden, braucht er natürlich immer wieder frische Geldeinnahmen.

    Ich wäre auch dafür, ein paar Tausend überflüssige Verwalter, oder ein paar Mrd. an Subventionen zu streichen. Dann wären wir auch in der Lage unsere Bildung ins 21 Jh. zu bringen.

    Wir leben hauptsächlich von unseren Traditionsbereichen, wie Maschinenbau, Autos und der Chemie. In den Zukunftsbrachen spielen wir, wenn überhaupt, nur in den Nischenbereichen eine Rolle.

    PS.: Die FDP ist angetreten den Staatsapparat zu entrümpeln und Ministerien zu verkleinern! Aber das Gegenteil ist erfolgt. Mit Einsparungen haben die genau so viel am Hut, wie meine Schwiegermutter.^^

  • Die von den gelben Chaoten betriebene Privatisierung aller Dinge Krankenhäuser, Bahn, Post, kommunaler Unternehmen etc.
    ---------------

    den Privatisierungswahn hat Schröder eingeleitet mit z. T. verheerenden Folgen

  • +1 das sehe ich genauso.

  • @OldPlayer: Was ist an Studiengebühren so schlimm? Wie viele finanzieren Möbel, Autos, Flachbildfernseher über sündhaft teure Ratenkredite?
    Aber ein Bildungskredit für 2,7% ist zuviel verlangt...Nein die Studiengebühren müssen hoch, wir brauchen keine staatlich finanzierten, nach dem Studium arbeitslosen Sozialpädagogen, Kommunikationspsychologen oder Germanistik-Doktoren...
    Wir brauchen Fachkräfte in der Wirtschaft, die sich ohne Probleme ein Studium über einen zinsgünstigen Kredit finanzieren...

    und zum Thema Steuersenkungen...Warum müssen Steuersenkungen über Schulden finanziert werden? Der Staat kann nicht mehr ausgebe, als er hat...also... einfach mal ein paar tausend überflüssige Verwalter von 4000€ E13 auf 360€ Hartz IV und schon hat sich die Merz'sche Steuerreform binnen Monaten refinanziert...

    schöner Nebeneffekt: wir hättenunsere Freiheit wieder :)

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