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NRW-Landtagswahl läuft Schafft Röttgen das Wunder - oder Kraft den Homerun?

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Gut gelaunte SPD-Kandidatin

Begleitet von einem großen Medienaufgebot gaben die Spitzenkandidaten der Parteien ihre Stimme ab. Rund 50 Pressevertreter waren dabei, als Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) in Mülheim/Ruhr zur Urne ging. Die Landeschefin fuhr mit ihrem Mann in einem Renault Clio - mit ihrem Sohn am Steuer - vor dem Wahllokal einer Grundschule vor. Demonstrativ parkte der Wagen vor einem rotblühenden Rhododendron.
Sie habe am Morgen ein "Muttertagsfrühstück" mit ihrer Familie genossen und werde am Nachmittag noch einmal in ihr Büro fahren, um den heute noch laufenden Online-Wahlkampf zu unterstützen, sagte Kraft sichtbar gut gelaunt. Auf die Frage, ob sie sich selbst gewählt habe, antwortete sie schmunzelnd: "Ja natürlich! Wenn ich kein Vertrauen in mich selbst habe, wer sollte es dann haben?"

CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen und seine Frau Ebba gaben in Röttgens Wohnort Königswinter ihre Stimmen ab. Das Ehepaar kam zu Fuß ins Wahllokal. "Jetzt entscheiden die Bürger", sagte Röttgen den anwesenden rund 20 Medienvertretern. Der Politiker trug einen dunkelblauen Anzug, seine Frau ein Sommerkleid mit einer beigefarbenen Jacke.

FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner wählte in Meerbusch. Ebenfalls gut gelaunt machte er gegenüber den Medienvertretern noch einmal seine politische Botschaft deutlich, das NRW weg von den Schulden kommen und mehr sparen müsse. Er gab sich zuversichtlich über einen Wiedereinzug der FDP in den Landtag.

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Sylvia Löhrmann, kam in Begleitung ihres Lebensgefährten in ihr Wahllokal in Solingen. Mit leicht heiserer Stimme begrüßte sie das Team im Wahllokal. Sie habe noch mit ihrer Erkältung zu tun. Piraten-Kandidat Joachim Paul und seine Frau Ursula wählten in Neuss.

Kleine Parteien mit großer Wirkung
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13 Kommentare zu "NRW-Landtagswahl läuft: Schafft Röttgen das Wunder - oder Kraft den Homerun?"

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  • Den Trend zur sozial-ökologischen Seite gibt es tatsächlich. Er ist aber auch der Trend der ökonomischen Unvernunft und wird uns bezeiten schön auf den Allerwertesten fallen lassen. Aber das passiert unabhängig davon, welche Blockparteien in NRW regieren dürfen.

  • na noch einer der auf diese Ablenkungsmanöver reingefallen ist. Gigantische 200Mrd versteckte Gelder, oha. Diese Zahl ist wohl eher starkes Wunschdenken. Nirgends steht wieviel von der realen Summe versteuert und legal ist. Hitler ist zur Ablenkung von den inneren Problemen auch über NAchbarn hergefallen. Mich würde eher mal interessieren wo die ganzen Griechen -Milliarden geblieben sind. Die versickern sang und klanglos in London, Berlin, etc. EInfach mal Augen auf und Gehirn einschalten. Egal ob SPD, CDU, FDP und die ganzen anderen üblichen Verdächtigen - alle sind nur nach an Macht, Machterhalt und Pfründen interessiert. Das ist leider in den letzten Jahrzehnten mehr als bewiesen worden. Ich hoffe mal auf die Piraten - auch als gesetzter Bürger muss man loslassen können und mal sehen was die "Jugend" auf den Weg bringt.

  • Wer sich von Wohlstand, Rente, sozialen Frieden und demokratische Ordnung verschieden möchte, wählt die etablierten Parteien. Alle Politiker die für Rettungsschirme sind und rechtstaatlichkeiten an die Eu abgeben, müssen vor dem Kadi.
    Deshalb, auch bei den Landtagswahlen in NRW, keine etabliert5en Parteien wählen.

  • Mein(e) Kreuz(e) habe ich den Piraten aufgebunden - war schön wählen.

  • ... ich verspreche mir von der Wahl eine weitere Bestätigung des bundesweiten Trends hin zu der sozial-okölogischen Seite. Dass die CDU den Atomausstieg beschleunigt hat, dass sie die Energiewende eingeleitet hat, dass sie nun auch für Mindestlöhne ist, dass sie sich im Schulwesen mit der SPD/Grünen in NRW geeinigt hat entspricht schon meinen Vorstellungen.
    Aber ehrlich gesagt bin ich mehr für das Original als für die Kopie und so werde ich selbstverständlich für Rot/Grün stimmen. Die SPD sehe ich so langsam wieder auf dem Weg zu ihren Wurzeln. Nachdem nun fast 30 Jahre die Rechte der Arbeiter/Angestellten immer weiter beschnitten wurden, (Kündigungsrecht, Leiharbeit) wird es höchste Zeit, dass die soziale Komponente wieder etwas in den Vordergrund rückt.

  • Wie sagte Volker Pispers so treffend: „Demokratie und Wähler sein bedeutet, daß der Zug immer weiter in die gleiche Richtung fährt, aber der Souverän hin und wieder den Lockführer auswechseln darf.“
    Im Grunde sind die deutschen Blockparteien (CDU,FDP,SPD, Grüne) ein Einheitsbrei, eine Opposition, geschweige denn Wähleralternative, gibt es schon lange nicht mehr. Man wird als Wahlberechtigter regelrecht dazu genötigt, protestmässig Piraten oder Rechts zu wählen. Was soll man sonst noch tun, um diese Eurodestaster zu stoppen???

  • Ein wenig Googlen ("piraten nrw esm") hilft.
    Der Antrag Pos05
    "Nach Auffassung der Piratenpartei NRW verstößt der ESM-Vertrag gegen die im Grundgesetz verankerten fundamentalen Rechtsprinzipien und Grundsätze einer demokratischen Staatsordnung wie den Parlamentsvorbehalt und das Rechtsstaatsprinzip sowie gegen die Transparenz-Grundsätze der Piratenpartei. Zudem ist der ESM nicht geeignet die grundlegenden Solvenzprobleme sowie die Leistungs- und Zahlungsbilanzdefizite einiger Euroländer in den Griff zu bekommen."
    wurde beim Landesparteitag der Piraten am 15.4.2012 einstimmig angenommen.

  • @ thomasca
    Dummerweise haben ausgerechnet die Genossen Steuererhöhungen angekündigt , nicht für die reichen (wer auch immer das sein soll )sondern für die,die mit täglicher arbeit ihre Brötchen verdienen müssen !

    Die weitere Subventionierung der in Deutschland überflüssigen Solarindustrie hat weiteren und kräftigen Preissteigerungen Tür und Tor geöffnet , von wem sie nun "abgezockt" werden dürfte doch klar sein .

  • "Rot-Grün hofft in NRW auf eigene Mehrheit"...

    richtig ist wohl: "Rot-Grün hofft in NRW auf eine GEMEINSAME Mehrheit"

  • Sie sollten sich mal über die SPD informieren, ihre Behauptungen sind frei erfunden...

    Niemand ist gegen die Konsolidierung der Haushalte, die Frage ist wie und zu welchen Lasten. Einseitige Belastung der unteren Einkommenschichten ist halt völlig daneben und die gigantischen 200 Mrd in der Schweiz sollten besteuert werden wie jedes Einkommen und dann sieht die Welt schon anders aus!

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