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Nordrhein-Westfalen Wahl 2017

Umfrage vor der NRW-Wahl CDU überholt SPD knapp

Lange sahen Umfragen die SPD von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft weit vorn in NRW. Nun überholt die CDU in einer neuen Erhebung die SPD knapp – wenige Tage vor der Landtagswahl und kurz nach dem CDU-Sieg im Norden.
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In den Umfragewerten verliert NRW-Ministerpräsidentin Kraft und ihre SPD weiter an Boden. Quelle: Reuters
Hannelore Kraft

In den Umfragewerten verliert NRW-Ministerpräsidentin Kraft und ihre SPD weiter an Boden.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat die CDU die SPD von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft einer aktuellen Umfrage zufolge überholt. In der Erhebung von YouGov im Auftrag Sat.1 NRW liegt die Partei des CDU-Herausforderers Armin Laschet nun mit 31 Prozent knapp vor der SPD mit 30 Prozent.

Die CDU hat demnach 4 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Stichprobe des Meinungsforschungsinstituts vor gut zwei Wochen hinzugewonnen, die SPD dagegen 6 Punkte verloren. Die einzige denkbare Regierungskonstellation wäre danach eine große Koalition.

Die FDP von Christian Lindner könnte laut YouGov aktuell mit 9 Prozent rechnen (plus zwei Punkte). Die AfD muss zwei Prozentpunkte abgeben und liegt nun ebenfalls bei 9 Prozent. Die Linke würde es nach fünf Jahren Pause mit 8 Prozent (unverändert) wieder in den Düsseldorfer Landtag schaffen. Die Grünen können sich um einen Punkt auf 7 Prozent verbessern. In einem Sechs-Parteien-Parlament wären die Piraten künftig nicht mehr vertreten.

Für die repräsentative Umfrage hatte das Institut online 1017 Wahlberechtigte befragt - und zwar vom 8. bis 10. Mai, also nach dem Kraft-Laschet-TV-Duell und der Wahl in Schleswig-Holstein, die die CDU gewonnen hatte.

Beim Beliebtheitswert liegt Ministerpräsidentin Kraft danach zwar vor Laschet, allerdings mit deutlichen Einbußen. Könnte der Regierungschef direkt gewählt werden, würden sich 34 Prozent für Kraft entscheiden - ein Minus von 8 Punkten im Vergleich zur letzten YouGov-Umfrage. Für Laschet würden sich nach wie vor 21 Prozent entscheiden.

Rot-Grün könnte der Umfrage zufolge nicht weiterregieren, verfehlt erneut die Mehrheit. Aber auch für eine - von Kraft am Mittwoch ohnehin ausgeschlossene - rot-rot-grüne Koalition mit den Linken würde es nicht reichen. Ebenso wäre ein Zweierbündnis aus CDU und FDP oder aus SPD und FDP nicht machbar. Und Dreier-Bündnisse hatten entweder die Grünen oder die FDP ausgeschlossen.

In drei Umfragen der vergangenen Tage hatte die SPD leicht vorne gelegen oder mit der CDU gleichauf bei 32 Prozent. Zuletzt hatte die CDU vor gut einem Jahr bessere Umfragewerte als die SPD geschafft - Ende April 2016 beim Institut INSA.

Angaben über Unentschlossene, die nicht wissen, ob oder wen sie wählen, wurden in den YouGov-Ergebnissen nicht ausgewiesen. Die Fehlertoleranz gab das Institut mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten an.

So gehen SPD, FDP und Co. auf Stimmenfang
Die Ein-Mann-FDP
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Anders als bei den anderen Parteien, ist das einzige Motiv bei der FDP auf jedem Plakat der Parteivorsitzende Christian Lindner. Er ist auf deutlich mehr als 1000 Großplakaten in ganz NRW zu sehen. Lindner tritt nicht nur im Rheinland, sondern auch für die Bundestagswahlen im September als Spitzenkandidat an. Und die Liberalen setzen wortwörtlich alles auf eine Karte.

(Foto: dpa)
#NRWIR-SPD-Slogan
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Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft und ihre Partei setzen auf den Slogan '#nrwir'. Die Kernthemen sind klar: Familie, Bildung und Wirtschaft.

(Foto: dpa)
Der Hund
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Die SPD scheint auf den Hund gekommen. Das ist auch CDU-Konkurrent Armin Laschet aufgefallen. Der kontert mit Sprüchen wie „Die NRW-SPD ist auf den Hund gekommen" und „Wir lassen NRW nicht vor die Hunde gehen“.

(Foto: )
Vorwurf gegen die CDU
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Unter den 5 Millionen Euro von der letzten Wahl 2012, sollen die Kosten liegen. Erstmals setzte die Landespartei auch im größeren Umfang auf mobile Plakate - also Kleinlaster, die mit CDU-Botschaften durch NRW fahren. Der Spruch „Zuhören. Entscheiden. Handeln” – lautet allerdings ein Vorwurf der politischen Gegner – gehe auf den SPD-Politiker Gerhard Schröder im niedersächsischen Landtagswahlkampf 1994 zurück. Die CDU weist die Kritik allerdings zurück. Armin Laschet habe den Spruch bereits 1993 verwendet.

(Foto: dpa)
Grünen-Kampagne mit Herz
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Leitmotiv für alle Plakate und Aktionen soll das Motto „Zusammen ist es NRW“ sein. Die Grünen wollten „Vielfalt als Merkenzeichen unseres Landes sichern gegen Rechts“, sagte Löhrmann. Mit über 1.000 Plakat-Großflächen soll der Werbeaufwand gegenüber der NRW-Wahl 2010 verfünffacht werden. Angesichts der aktuellen Umfragen, die die Grünen bei sechs Prozent sehen, braucht die Noch-Regierungspartei jede Stimme. Anstatt Menschen, zeigen die Grünen öfter Dinge oder Gegenstände. Zum Beispiel ein Windrad und darunter der Spruch: „Mehr Zukunft. Mehr Arbeit.“

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Die Linke zeigt Stärke
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Die Landessprecher der Partei „Die Linke“, Özlem Alev Demirel und Christian Leye, enthüllen in Düsseldorf ein NRW-Wahlplakat, um ihre Kampagne zur Landtagswahl vorzustellen: Die Plakat-Serie mit dem „starken“ Arm zieren unterschiedlichste Wahlbotschaften wie – Zeig Stärke „... gegen sexuelle Belästigung in Wort und Tat“, „... für mehr soziale Gerechtigkeit“ oder auch „... für die Freiheit zu lieben, wen du willst“. Die Kampagne soll unterschiedlichste Menschen „verschiedener sozialer und kultureller Milieus“ zeigen und bei der „Enttäuschung vieler Menschen von „Politiker/innen““ ansetzen.

(Foto: dpa)
AfD
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Die AfD wirbt mit ihren üblichen Wahlkampfthemen. Das Plakat mit dem Schriftzug „Rheinische Post: Angekommen im Postfaktischen“, zielt auf die Debatte und die Vorwürfe einer „Lügenpresse“ ab. Ein weiteres Bild zeigt eine alte Frau die Flaschen sammelt, mit der ironischen Aufschrift „Früchte eines arbeitsreichen Lebens“. Die AfD setzt weiterhin auf ihre Strategie, die etablierten Parteien zu kritisieren und sich als Partei „der kleinen Leute“ zu präsentieren.

(Foto: twitter)
  • dpa
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