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OECD-Bildungsstudie Mathe? Kann ich nicht!

Mädchen mögen Sprachen, Jungs können Mathe. Stimmt das? Irgendwie schon. Vor allem in Deutschland zeigt die OECD-Bildungsstudie: Mathe ist keine Mädchensache. Doch das liegt nicht am fehlenden Können.
05.03.2015 - 12:30 Uhr 4 Kommentare
Keine Lust auf Mathe: Vor allem Mädchen in Deutschland glauben, sie wären nicht so gut in dem Fach. Quelle: dpa

Keine Lust auf Mathe: Vor allem Mädchen in Deutschland glauben, sie wären nicht so gut in dem Fach.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Es gibt diesen Spruch: Mädchen mögen Sprachen, Jungs können Mathe. Nicht nur in Deutschland, doch vor allem hier, kommt die Regel der Wahrheit ziemlich nahe. Zu dem Schluss kommt eine heute veröffentlichte Bildungsstudie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Tatsächlich hat die Abneigung der Mädchen gegen Mathematik – oder im weiteren Sinne gegen die naturwissenschaftlichen Fächer (MINT-Fächer: Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) - in Deutschland weniger mit Können, sondern mehr mit Wollen zu tun. Und mit dem, was Eltern ihren Kindern mitgeben.

Die Forscher fragten Jungen und Mädchen danach, ob sie Mathe-Aufgaben schnell begreifen würden. Die Antwort der Jungen lautete häufiger „Ja“ als die der Mädchen. Die sagten eher: „Ich bin einfach nicht gut in Mathe.“

Doch die Wahrnehmung ist subjektiv. Denn der Pisa-Test hat gezeigt: Mädchen sind in Mathe genauso erfolgreich wie ihre männlichen Alterskollegen. Sie fühlen sich aber nicht so. Die OECD-Studie zeigt auch: Je größer das Selbstvertrauen der Mädchen in ihre mathematischen Fähigkeiten ist, desto besser sind die Testergebnisse und desto geringer ist der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen.

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    Was an dem Ergebnis der Studie problematisch ist: Die Mathe-Unlust der Mädchen hat direkte Auswirkungen auf die Berufswahl und somit auf die Bezahlung. Vor allem sind es die Berufe im naturwissenschaftlichen Bereich, die zu den bestbezahlten Jobs führen. Und in keinem OECD-Land ist der Unterschied beim Gehalt zwischen Männern und Frauen so groß wie in Deutschland.

    Im OECD-Schnitt konnte sich nur etwa eines von 20 Mädchen im Alter von 15 Jahren vorstellen, später in einem naturwissenschaftlichen Beruf zu arbeiten. Bei den Jungen waren es immerhin rund vier von 20. Bei – oft weniger gut bezahlten – Berufen im Gesundheitswesen ist es laut Studie genau umgekehrt.

    Doch gegen die Mathe-Muffel gibt es laut Studie ein Mittel: Eltern und Lehrer. Dass sich Mädchen weniger in Sachen Mathe zutrauen als Jungen und auch weniger Lust auf Mathe und Naturwissenschaften haben, liegt auch an den Erwartungen der Eltern an ihre Kinder. Die Umfrage zeigt: Auch wenn Mädchen und Jungen die gleichen Pisa-Testergebnisse in Mathe erzielten, wünschen sich die Eltern, dass die Söhne „einen wissenschaftlich, technologisch oder mathematisch orientierten Beruf“ ergreifen. Von Töchtern wird das weniger erwartet.

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    4 Kommentare zu "OECD-Bildungsstudie: Mathe? Kann ich nicht!"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Mathe? Kann ich nicht!

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      Können nicht einmal die Politiker in Brüssel bei der EU !!! :-)))

      Siehe die Insolvenzverschleppung in Griechenland ...

      und die Nachteile die es für Europa geben wird durch die Staatsanleihenankäufe durch die EZB !!!

      Und damit noch nicht genug...

      man will in Wirklichkeit gar nicht wirklich ausrechnen welchen Schaden diese EU Tagtäglich an Europa zufügen tut.

      Herr Juncker und Herr Schultz lügen uns was vor...und wir sollen Glauben müssen daran.

    • "Mathe"
      hat auch was mit logischem Denken zu tun. Dafür sind Frauen mit anderen Genen
      ausgestattet. Ausnahmen bestätigen die Regel.
      In unserem Rechtssystem ist ALLES im Kastenform vorgegeben , eigenständiges
      Denken ausgeschlossen.
      Deshalb findet man heutzutage 80% der Frauen auf Richterstühlen die nicht mal
      Verzugszinsen ausrechnen können.

      Herr Franz Paul, Sie haben Recht - Quotenregelung für Frauen ist der Untergang
      der menschlichen Rasse. Die Medizin manipuliert unsere Gene,damit Frauen auch
      ohne Männer Kinder kriegen können- oder umgekehrt?

    • Warum wollen Frauen denn keine Ingenieurinnen werden? Weil es sie nicht interessiert! Allen Bemühungen der "Gender Mainstreamer" zum Trotz sind und bleiben Männer und Frauen (Gott sei Dank) unterschiedlich. ) Und die paar, die es interessiert, und die ein erfolgreiches Studium hinlegen, sind auch alle mehr oder weniger erfolgreich. Dazu zwingen kann und sollte man aber niemand, das wird nix.

    • 1. Jede Dumpfbacke wird heute durch das Abitur geschleust. 2. Das Schulsystem ist völlig ungeeignet, dass die Kinder etwas für das Leben lernen. 3. Viele Lehrer scheinen in einem Glashaus zu leben und haben vom wharen Leben überhaupt keine Vorstellung

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