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OECD-Studie Deutschland hat wenig Hochgebildete

Das deutsche Bildungssystem ist zwar gut in den Arbeitsmarkt integriert, eine höheren Abschluss haben aber nur wenige Bundesbürger. Der Anteil an Hochgebildeten wächst laut OECD in kaum einem anderen Land so langsam.
09.09.2014 - 15:35 Uhr 9 Kommentare
Schulbildung: 86 Prozent der Deutschen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur. Quelle: dpa

Schulbildung: 86 Prozent der Deutschen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur.

(Foto: dpa)

Berlin Das deutsche Bildungssystem ist nach einer Studie der wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im internationalen Vergleich relativ gut an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes angepasst. Nach dem am Dienstag vorgestellten Bildungsbericht der OECD haben in Deutschland 86 Prozent der Erwachsenen Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung. Im OECD-Schnitt sind es nur 75 Prozent. Ein Abschluss im Sekundarbereich II sei die Mindestvoraussetzung für einen „erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt", heißt es in der OECD-Untersuchung.

Einen größeren Zulauf registriert die OECD für die deutschen Hochschulen. Dort stieg zwischen 2010 und 2012 die Quote der Studienanfänger pro Geburtsjahrgang von 42 auf 53 Prozent an. Einen Spitzenplatz belegt Deutschland demnach bei der Betreuung von Kleinkindern.

Zwischen 91 und 96 Prozent der Drei- bis Vierjährigen werden in Kindertagesstätten oder Kindergärten betreut. „Deutschland bildet sich wie nie zuvor", erklärte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka zu der Studie. Das sei die beste Absicherung gegen Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel.

Allerdings erreichen in Deutschland laut dem OECD-Bericht im internationalen Vergleich noch immer vergleichsweise wenige Menschen Abschlüsse an Hoch- und Fachschulen oder als Meister. Es hätten zwar mittlerweile so viele junge Leute wie noch nie einen sogenannten tertiären Abschluss, aber der Anteil an Hochgebildeten wachse in kaum einem anderen Land so langsam wie hierzulande, erklärte die OECD.

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    In Deutschland verfügen der Untersuchung zufolge 28 Prozent der 25- bis 64-Jährigen über einen Tertiärabschluss, im OECD-Durchschnitt sind es dagegen 33 Prozent. In fast allen untersuchten Ländern hätten zudem die 25- bis 34-Jährigen einen weit höheren Anteil an formal hochgebildeten Menschen als die 55- bis 64-Jährigen.

    Hohe Bildung, hohes Einkommen
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    9 Kommentare zu "OECD-Studie: Deutschland hat wenig Hochgebildete"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Statt dessen werden in diesem Land aufgrund "grünem" Inklusionsdebakel ganze Generationen artifiziell für "dumm" verkauft, Girgensohn`s Mengenlehre lässt grüßen."

      Naja, die Grünen sind aber schon lange nicht mehr an den Schaltstellen. Es liegt m.E. mehr am Sparwahn der schwarzen Regierung und an der durch Bildungs-Kleinstaaterei bedingten Verschwendung der Gelder und personellen Ressourcen !

    • Die schlechte Ausbildung in Hochschule ist zum einen das Ergebnis von schlechter Vorbildung in der Schule wie auch mangelhafter finanzieller Ausstattung der Hochschulen!
      Das Bildungsniveau in den Schulen ist so schlecht, dass da auch die Hochschulen nicht mehr viel retten können. Man muss zunehmend Dinge vermitteln, die vor wenigen Jahren noch in der Schule gelernt wurden. Das Niveau sinkt dramatisch!

    • Noch könne wir uns auf den Lorbeeren unserer Eltern ausruhen. Wenn das nicht mehr möglich ist, sind auch die Arbeitsplätze und die gebildeten Ausländer ganz schnell wieder weg!

    • Ich halte unser Bildungssystem im Vergleich mit anderen Ländern für desaströs. Hohe Kosten und schlechtes Ergebnis. Es gibt zahlreiche Absolventen der Realschule, die einfachste Grundrechenarten sowie Lesen und Schreiben kaum beherrschen. Allgemeinbildung ist abseits von GZSZ & Harry Potter Mangelware. Goethe und Beethoven kennt kaum noch jemand - für mich ist das auch Bildung.

      Sieht man sich die Schulen an, so sind sie gekennzeichnet von Stundenausfall, Lehrermangel und mangelnder Vergleichbarkeit.
      Aufgrund des Prinzips "Bildung ist Ländersache" ist keinerlei Vergleichbarkeit innerhalb Deutschlands möglich. Diese Kleinstaaterei führt dazu, dass jeder Kleinstaat das Rad neu erfindet, und sehr teuer ist. Jedes Bundesland, z.T. jede Schule stellt Lehrpläne auf und bíndet damit Kapazität und Kosten.

      Mit der Aufgabe des Deutschen Diploms und Einführung von Bachelor und Master haben wir etwas Gutes aufgegeben.

      Das Ergebnis des Bildungsdesasters können wir schon erkennen, zunehmend wird im Ausland geforscht. Hochqualifizierte Arbeitsplätze gehen dorthin.

      Im Ausland gelten Deutsche schlussendlich als arrogant und eben ungebildet!

    • @ A. von Obert
      Entspricht auch meiner Erfahrung !!!
      Jeder der in Deutschland seinen Namen tanzen kann, bekommt zwischenzeitlich seinen Bachelor nachgeworfen. Im Handwerk fehlen dafür dann gute Fachkräfte, welche bei entsprechendem Engagement den tauben akademischen BWL Nüssen finanziell deutlich überlegen sind.
      Statt dessen werden in diesem Land aufgrund "grünem" Inklusionsdebakel ganze Generationen artifiziell für "dumm" verkauft, Girgensohn`s Mengenlehre lässt grüßen.

    • 86 % Abitur. Sie denken wir sind blöd. Wenn
      hier 30% Abitur haben ist das viel. Ihre
      Angaben stimmen niemals. Aber ich vergaß sie haben
      das Hauptschlußabitur nach 8 Jahren. Hören Sie auf zu lügen.

    • Es ist höchste Zeit, dass wir diesen inkompetenten Krampf der OECD ignorieren: Mit unserem dualen Bildungssystem haben wir ein weltweit einmaliges Erfolgskonzept. Wir müssen vor allem im Gymnasium die Maßstäbe wieder auf früheres Niveau erhöhen.

      Die Fehlsteuerung ist doch überall unübersehbar: Die Hochschulen sind überfüllt, viele akademische Abschlüsse sind in der Arbeitswelt zunehmend wertlos und 100.000 Lehrstellen bleiben unbesetzt. Handwerksmeister finden niemanden, der ihren florierenden Betrieb weiterführen will - mit entsprechenden finanziellen Konsequenzen.

      Wer in letzter Zeit mal einen Handwerker brauchte, kennt die Situation: Um "Kleinkram" will sich kaum noch einer kümmern und 2-3 Urlaube im Jahr sind auch für Handwerksgesellen völlig normal. Voraussetzung ist lediglich, dass sie Mumm in den Knochen haben und sich selbständig machen.

      Auch in vielen anderen Ausbildungsberufen kann man gut verdienen und Selbstbewusstsein aufbauen. Ein Meister in der Industrie ist jemand, den auch ein Ingenieur pfleglich behandeln sollte.

      Beruflichen, persönlichen und finanziellen Erfolg kann man mit dem nötigen Mumm und einer guten Ausbildung erreichen. Ein Studium ist dafür aber völlig nebensächlich - es gibt genug andere Wege. In anderen Ländern mag das anders sein - aber nicht bei uns!

      In unserem Bildungssystem müssen wir am anderen Ende massiv investieren. Schon unsere Ahnen wussten: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!

    • "Bildung" und "Verwertbarkeit für den Arbeitsmarkt" sind zweierlei.

      Und "Hochschulabschluß" heißt nicht notwendigerweise "Bildung". Ich denke dabei an das Heer von tauben Nüssen mit BWL-Abschluß, die unsere Wirtschaft tagtäglich mit Sand im Getriebe versorgen.

    • Schön!
      Und warum geht es den Deutschen dann so unermesslich besser, als den hochgebildeten Losers Europas?
      Ja, und warum wollen diese hochgebildeten Verlierer dann unbedingt alle nach Deutschland?

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