Offene Lehrstellen Wirtschaft sucht geeignete Lehrlinge

Die deutsche Wirtschaft sucht händeringend nach Lehrlingen. Allein in der Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern seien 12.000 Stellen zu besetzen. Allerdings gehen den Unternehmen geeignete Bewerber aus.
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Ende Juli waren in der deutschen Industrie jede Menge Lehrstellen unbesetzt. Quelle: ap

Ende Juli waren in der deutschen Industrie jede Menge Lehrstellen unbesetzt.

(Foto: ap)

Berlin„Selbst zu Beginn des Ausbildungsjahres sind noch jede Menge Lehrstellen frei“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, der „Passauer Neuen Presse“ (Montag). Allein in der gemeinsamen Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern würden noch mehr als 12.000 Stellen für dieses Jahr angeboten.

Die Auswahl an interessanten Berufen sei groß und reiche von Industriekaufleuten über Fachinformatiker bis zu Bürokaufleuten und Restaurant- und Hotelfachleuten, sagte der DIHK-Präsident. Den Unternehmen würden allerdings die geeigneten Bewerber ausgehen. Das sei die „Kehrseite der Medaille“. Bis Ende Juli seien für gewöhnlich rund 70 Prozent der Ausbildungsverträge in Industrie- und Handel unter Dach und Fach.

Bis Ende Juli waren 247.112 neue Ausbildungsverträge bei den Industrie- und Handelskammer registriert. Das entspricht einem Plus von 4.797 oder zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Lehrlinge sind Mangelware

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22 Kommentare zu "Offene Lehrstellen: Wirtschaft sucht geeignete Lehrlinge"

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  • @margrit117888
    Na ja, ganz so schlimm ist es ja nun auch mal wieder nicht. Bei den Eltern gab und gibt es immer welche die ihre Erziehungsaufgaben verantwortungsvoll wahrnehmen, so wie es auch andere gibt, die dies nicht tun. Und beide Gruppen sind in allen Bevölkerungsschichten vertreten. Ihr Satz "Lern was, dann biste was" gilt heute nun mal leider nur noch sehr bedingt. Es gibt heutzutage keine Ausbilduung und kein Studium mehr, welches eine lebenslange Sicherheit verspricht. Früher hat man meist in der Firma gelernt, in welcher der Vater beschäftigt war und konnte dort den Rest seines Arbeitslebens verbringen. Das gibt es nicht mehr. Während meines Studiums habe ich mehrere Praktika absolvieren müssen, alle waren bezahlt. Heute werden Menschen mit 30 Jahren Berufserfahrung zu kostenlosen Praktikas gezwungen. Vor die 6 monatige Probezeit setzen Unternehmen heute oft eine mehrwöchige unbezahlte Probearbeit. Alles dies wurde mit der Agenda 2010 zu Gunsten der Wirtschaft und zu Lasten der Arbeitnehmer eingeführt. Mit der Agenda 2010 hat man sich für ein Wirtschaftsförderungsprogramm entschieden, welches kurzfristige scheinbare Erfolge vorweisen konnte, letztlich aber langfristig und gesellschaftspolitisch gesehen, ein großer Fehler ist.
    Was nützt der Rückgang der Arbeitslosenzahlen, wenn der Steuerzahler gleichzeitig immer mehr arbeitende Menschen, oder besser gesagt, deren Arbeitgeber durch ergänzendes Hartz IV, finanzieren muss? Gleichzeitig wird das Loch in der Rentenkasse durch diese subventionierten Arbeitsverhältnisse immer größer.
    Es wäre zu einfach nur den Eltern oder nur der Wirtschaft die Schuld an der derzeitigen Lage zu geben. Es spielen viele Dinge eine Rolle. Ich sehe das größte Problem darin, dass nicht ausreichend berücksichtigt wird, dass heutzutage Wirtschaftswachstum nicht mehr gleichbedeutend mit einem besseren Lebensstandard der Bevölkerung ist.

  • Natürlich ist das Interesse von Jugendlichen an Weiterbildung gesunken. Allerdings kann ich das etwas nachvollziehen. Wer in diesem Land arbeitslos wird, dem wird auch die Bildung aberkannt. Akademiker, Handwerker, Facharbeiter oder derjenige, der niemals irgend einen Schulabschluss, geschweige denn eine Ausbildung gemacht hat - alle werden dann gleich behandelt. Die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe war in sofern ein Fehler, weil beide Gruppen ein völlig unterschiedliches Klientel besitzen. Die Instrumente, mit denen man den Betroffenen helfen möchte, sind ausschliesslich Instrumente der Sozialhilfe. Ein Euro Jobs, unbezahlte Praktika - das ist meist alles, was die Jobcenter anbieten können. Wo soll da die Motivation Jugendlicher herkommen, viele Jahre in eine Ausbildung zu investieren?
    Alle Schulungen wie Bewerbertraining etc. sind gedacht um vorhandene Defizite zu verbessern. Wer diese Defizite nicht hat, geht leer aus. Etwa ein Studium an einer FH oder Uni ist bei Hartz IV nicht möglich. Solange dies so ist, halte ich es für unzulässig im Ausland Fachkräfte anzuwerben.
    Mit der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe hat man keineswegs die Sozialhilfeempfänger aus ihrer prekären Situation herausgeholt, man hat vielmehr Arbeitslose in die gleiche Situation hinein gedrängt.
    Die Wirtschaft hat davon in Form von Niedriglöhnen und unbezahlten Praktikas, Gehaltszuschüssen auch und gerade bei Gutqualifizierten profitiert, nun muss sie auch bereit sein, die Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen.

  • Also das sind hier ja z. T. Beiträge, da wird mir ganz anders
    Fakt ist, dass in erster Linie heute keine Erziehung im Elternhaus mehr stattfindet.
    Dann ist die Kuschelpädagogik, die installiert wurde, tödlich. Da kann nichts gedeihen. Dann sind unsre Schulen völlig verbeischischt. Für Jungens ist das absolut schlecht.
    Die Lerninhalte wurden in den letzten 25 bis 30 jahren immer weiter nach unten geschraubt und dann kommt noch die Spaßgesellschaft dazu.
    "Ich will Spaß haben" das ist die einzige Aussage der Schüler
    Wenn wir das alles nicht rückgängig machen, gehen wir gnadenlos unter
    Wo junge Leute mit der größten Selbstverständlichkeit schon mit 16 nach der Schule gleich zum Amt gehen, da stimmt was nicht.
    Aus aus kleinen Verhältnissen haben sich Eltern früehr krumm gelegt für ihre Kidner, ahben sie gut erzogen und es war immer die Devis "Kind lern was, sei fleißig, mach was, Du sollst es mal besser haben als wir"
    Heute schreit man nur noch nach dem Staat.
    Den Eltern gehört ma wieder mächtig hintenrein getreten. Es gibt nämlich auch eien Pflicht zur Erziehung

  • Sivercoin
    was für eine Bezahlung für Lehrlinge wollen sei denn?
    Lehrjahre sind keine Herrenjahre, so habe ich das mal noch gelernt

  • Rene
    Sie schreiben mir aus der Seele

  • Doch. Sie ist mit verantwortlich für das Desaster.
    Seit mehr als 20 Jahren werden die Schulen immer schlechter und die Industrie hat geschwiegen.
    Sie haben dann folgendes gemacht: statt Realschüler als Bankkaufleute, Industreikaufleute usw. einzustellen,wie ds immer war, nahmen sie Abiturienten.
    Die Industrie schlägt doch bis heute nicht Alarm über den ständigen Abbau der Lerninhalte in Schulen der vorranggig von den grünen SDtaatszerstörern und der SPD betrieben wird.
    Inzwischen schlagen übrigesn aud den Unis Alarm wie ich letztens las. Die studenten könnten nicht richtig lesen udn erfassen und ihre Deutschkenttnisse seien verheerend.
    Na Bravo
    Deutschland schafft sich ab. Abr wir gehn schön politisch korrekt in den Abgrund, das ist wichtig

  • Das ist wohl das letzte: Die Wirtschaft ist nicht verantwortlich dafür, daß Bewerber für Ausbildungsstellen von der Schule zu wenig Wissen und Können mitbringen. Geschweige denn Benehmen (das allerdings von zuhause).

  • Die Misere zeigt vor allen eines: Viel zu viele Eltern versagen. Die Eltern im letzten indischen Dorf legen sich krumm, um ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Aber bei uns stöhnen schon die Grundschullehrer, dass ein wesentlicher Teil ihrer Schüler keinerlei Erziehung genossen hat und die Eltern nicht bereit sind, die Schule zu unterstützen.

    Viele Handwerksmeister suchen Hände ringend nach Azubis, können bei den Voraussetzungen aber keine Kompromisse eingehen: Die Mitarbeiter müssen zuverlässig und arbeitswillig sein. Sie müssen lesen, schreiben und rechnen können. Wer diese Voraussetzungen mitbringt, kann im Handwerk gutes Geld verdienen - spätestens wenn er mal seinen Meister gemacht hat.

  • Ich habe 8 Jahre DDR-Bildung genießen "dürfen". Abitur mit 12 Jahren ist kein Problem. Wir sind teilweise Samstag zur Schule gegangen. Die Eltern haben den Lehrern, nicht den Kindern geglaubt. Deutsch zu sprechen war Pflicht, auch in der ersten Klasse.
    Die "Politik" verantwortlich zu machen, ist falsch! Ja, 16 Bundesländer mit eigener Schulpolitik müssten nicht sein.
    Aber Bücher gibts in der Bibliothek kostenlos. Jede Woche ein Buch gelesen und ich muß weder die Wirtschaft, noch die Politik oder die Gesellschaft für mein eigenes Scheitern verantwortlich machen.
    Ihr Wessis driftet derart in unser ehemaliges kommunistisches System ab, wo man alles vom Staat erwartet hat.

  • @ Smokie2012

    "Basisdemokratie kontro Sklaverei" 100% Zustimmung. Das wäre die Lösung für vieles. Die Parteiendemokratie ist am Ende!

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