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Offenlegung von Managergehältern SPD bezichtigt FDP "übler Tricks"

Die SPD wirft den Liberalen üble Tricks beim Thema Offenlegung von Managergehältern vor. Der FDP gehe es allein darum, sich bei den millionenschweren Konzernchefs anzubiedern.

HB BERLIN. Die SPD kritisierte die Ankündigung der FDP, die geplante Offenlegungspflicht von Managergehältern zu Fall zu bringen, auf Schärfste. Mit ihrem geplanten Vorgehen zeige die FDP, dass sie mit den Interessen von Kleinaktionären nichts im Sinn habe, sagte der SPD-Finanzexperte Joachim Poß. Er sprach weiter von einem "üblen Verfahrenstrick".

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Rainer Brüderle hatte für die am Freitag im Bundestag geplante erste Lesung des rot-grünen Entwurfs eine eigene Vorlage seiner Fraktion angekündigt. Damit werden neue Anhörungsfristen erforderlich, die vor einer vorgezogenen Bundestagswahl im Herbst nicht mehr einzuhalten sind.

Brüderle sagte, er verstehe die Aufregung nicht. Die FDP sei davon überzeugt, „dass die Art und der Umfang der Offenlegung von Vorstandsgehältern nicht vom Gesetzgeber, sondern allein von den Eigentümern erzwungen werden darf“. Diese hätten „als einzige ein legitimes Interesse an der Struktur und Höhe der Vorstandsgehälter“. Ein gesetzlicher Zwang schieße über das Ziel hinaus.

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