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Opposition fordert Konsequenzen Bund wegen Mehdorn-Abfindung in der Kritik

In der Debatte um eine mögliche Millionen-Abfindung für den scheidenden Bahnchef Hartmut Mehdorn gerät die Bundesregierung in die Kritik. Die Grünen forderten, künftig zu unterbinden, dass Manager hohe Prämien erhalten können. Fraktionsvize Scheel forderte den Bahnchef zum Maßhalten auf. Auch Wirtschaftsminister zu Guttenberg verlangte Fingerspitzengefühl in der Sache. Die Gewerkschaften vermieden es, Forderungen zu stellen.
Mehdorn bleibt auch nach seinem Abgang ein unbequemer Zeitgenosse. Quelle: ap

Mehdorn bleibt auch nach seinem Abgang ein unbequemer Zeitgenosse.

(Foto: ap)

dne/HB DÜSSELDORF/BERLIN. Die Grünen haben in der Debatte um eine mögliche Millionen-Abfindung für den scheidenden Bahnchef Hartmut Mehdorn die Bundesregierung scharf kritisiert und Konsequenzen gefordert. „Die Bundesregierung hat bei der Vertragsausgestaltung eine große Mitverantwortung zu übernehmen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Christine Scheel, am Mittwoch im Gespräch mit Handelsblatt.com. Einen solchen Vertrag, wie er mit Mehdorn abgeschlossen worden sei, dürfe es nicht mehr geben. „Überbordende Boni-Zahlungen dürfen nicht mehr möglich sein.“

Ob die Bahn Mehdorns Gehalt Monat für Monat bis Mai 2011 weiterbezahlt oder in einer Summe überweist, ist Verhandlungssache. Unabhängig davon hat Mehdorn Anspruch darauf, nicht nur sein Fixgehalt (2008: 750.000 Euro) sondern auch die variablen Bezüge zu erhalten. In den letzten Jahren war der Bonus für Mehdorn teils drei Mal so hoch wie die festen Bezüge

Die Grünen-Fraktionsvize Scheel sprach sich vor diesem Hintergrund für ein Bonus-Malus-System bei der Managerbezahlung aus. Wenn ein Manager für kurzfristige Gewinne Boni bekomme, solle er auch für kurzfristige Verluste Mali zahlen. „Das Beispiel Mehdorn zeigt, dass die Boni-Zahlungen im Verhältnis zum Fixgehalt völlig überzogen sind“, sagte Scheel und fügte hinzu: „Das Gebot des Maßhaltens ist besonders bei einem bundeseigenen Unternehmen notwendig.“

Mehdorn droht der Bahn nach Informationen des Handelsblatts juristische Schritte an, sollte sein bis Mai 2011 laufender Vertrag finanziell nicht vollständig erfüllt werden. „Herr Mehdorn pocht auf die Einhaltung seines Vertrages“, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Andernfalls will Mehdorn die Sache seinem Anwalt übergeben. Ein Bahnsprecher sagte, der Konzern werde sich nicht zu den Verhandlungen äußern, bevor diese abgeschlossen seien.

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