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Die Aufholjagd des Ostens kommt zum Erliegen. Außer einigen „Leuchtturmprojekten“ hat Ostdeutschland kaum Erfolge vorzuweisen. Die ersten Politiker treten mit mehr Investitionsforderungen auf den Plan.

Kommentare

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  • Wieso kommt die Aufholjagd im Osten zum erliegen? Lesen Sie die Kolumne von Finanzminister Bullerjahn Sachsen-Anhalt "Wir brauchen Einwanderer" vom 23.03.2012 - http://www.finanzdialog-lsa.de/kolumne-von-finanzminister-bullerjahn-wir-brauchen-einwanderer/ der Zweckoptimismus dieses Mannes ist nicht mehr zu topen. Im Juni 2011 hat er vom Handelsblatt den Pinocchio der Woche erhalten, da die Landesregierung 45 persönliche Mitarbeiter zusätzlich für die Minister eingestellt hat - ca. 4 Mill. pro Jahr. Die Landtagsabgeordneten haben sich die Diäten zum 01.01.13 um 850,00 € im Monat erhöht. Die Beispiele lassen sich fortführen.

  • Ich versuche es mal ganz einfach, damit es jeder versteht:
    Deutschland besteht aus 16 Laendern mit einer einheitlichen Waehrung, obwohl die wirtschaftliche Lage in jedem Land sehr unterschiedlich ist.
    Die USA bestehen aus 50 Laendern mit einer Waehrung, obwohl die wirtschaftliche Lage in jedem Land sehr unterschiedlich ist.
    Ungleichheiten werden teilweise, aber wirklich nur teilweise, ueber Preise und Foerderungen ausgeglichen, teilweise ueber Umzuege der Bevoelkerung.
    Und siehe da, es funktioniert!
    Es gibt keinen Grund, warum dies nicht auch fuer 17 EURO-Staaten funktionieren sollte.
    Wenn man die gleichen Voraussetzungen schafft!
    Die Staaten geben teilweise mehr Geld aus, als sie einnehmen.
    Die Deutsche Verfassung regelt das: Geld leihen fuer Investitionen, die kurz- und langfristig das Steueraufkommen erhoehen und so zurueckgezahlt werden koennen - JA! Geld leihen fuer Besoldung und Wahlgeschenke - NEIN!
    Wenn Dinge zu kompliziert werden, versuche ich es immer mit dem INSEL-Model zu erklaeren:
    Stellen Sie sich vor, 10 Menschen stranden auf einer einsamen Insel.
    5 Leute sitzen und jammern, 5 Leuten sagen : Wir muessen etwas tun. Nahrung anbauen, Huetten bauen, Kleidung machen. Die Jammerer muessen wohl oder uebel mit anpacken, sonst verhungern sie.
    Um alle zu koordinieren, waehlt man einen Koordinator (Anfuehrer). Logischerweise den mit der besten Ueberlebenserfahrung.
    Nachdem die Grundbeduerfnisse gedeckt sind, sagen 5 Leute: Jetzt koennen wir uns in die Sonne legen und nichts tun! 5 Leute sagen: Wir muessen an die Zukunft denken!
    Wir brauchen einen Lehrer fuer die Kinder, einen Koch und einen Arzt. Wenn aber 3 Leute nicht mehr fuer die Nahrungserzeugung arbeiten, muessen wir die Produktion effizienter machen.
    Wir muessen IN DIE PRODUKTION INVESTIEREN, damit wir 3 Leute fuer andere Aufgaben freistellen koennen.
    Wir muessen eine Strasse bauen, um nicht mehr durch den Matsch zu laufen.

  • Wir muessen Maschinen bauen, um mehr Arbeit zu bewaeltigen.
    Gesagt, getan. Die Gemeinde floriert. Und irgendwann kommt der Punkt, wo man sagt: Wir brauchen einen beruflichen Koordinator (Beamten), der das Ganze organisiert.
    Die Moral von der Geschichte: Erst wenn die Gemeinde genug Ueberschuss erwirtschaftet, kann sie sich einen Beamten leisten. Die Investition geht in Produktion und Infrastruktur, vom Ueberschuss werden Lehrer, Arzt, Koch und zuletzt der Beamte bezahlt.

    Und hier noch ein praktischer Vorschlag: Aerzte werden mit einem Punktesystem bezahlt. X Puntke fuer X Leistung. Am Jahresende wird Kassensturz gemacht und entschieden, was 1 Punkt wert ist. Funktioniert, auch wenn die Aerzte schimpfen.
    Warum sollte das nicht bei Beamten funktionieren? Und hier waere es gerechtfertigt, weil es zur Arbeit anspornen wuerde.

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Diskutieren erwünscht – aber richtig“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Kann mir eigentlich jemand ein einziges Projekt des Dicken nennen, das nicht gescheitert wäre? Seine beiden Großprojekte "Blühende Landschaften" und "Die Einigung Europas in Frieden, Freiheit und Wohlstand" kann man ja wohl getrost abhaken. Den Euro noch nicht ganz, aber wären die ständigen Rettungsaktionen nicht, wäre er schon längst erledigt. Mit Recht. Der Herr Kohl war, gleich wie seine Nachfolger, eine Heimsuchung für Deutschland. Er selbst sieht das natürlich ganz anders - nach seiner Meinung konnte Deutschland nichts Besseres als er passieren.

  • Erinnern wir uns an den Vorschlag der Bundesbank vor der Einführung der DM in den neuen Bundesländern zur Einrichtung von Sonderwirtschaftszonen. Kohl hat das verhindert.

    Zum Beispiel der int. Frankfurt/Main und der Hamburger Hafen (mitten in Hamburg!) verfügen über Sonderwirtschaftszonen, in denen deutsches Recht und deutsches Hoheitsrecht nur eingeschränkt gilt. In diese Zonen können Waren zollfrei eingeführt, gelagert, verarbeitet, ausgeführt werden ohne das deutsches Zoll- und Steuerrecht gilt. Erst die Einfuhr nach DE löst Einfuhrabgaben aus.

    Jede Gemeinde kann Sonderwirtschaftszonen einrichten. Der Staat oder ein Zusammenschluss von Investoren in den Sonderwirtschaftszonen können privatrechtlich organisierte Banken gründen mit dem Zweck, Investitionen in den Sonderwirtschaftszonen zu kapitalisieren. Diese Banken können sich bei der Bundesbank (nicht der EZB) zinsgünstige Kredite besorgen.

    Sonderwirtschaftszonen sind im In- und Ausland weit verbreitet.

    Die deutsche Politik und die deutsche Wirtschaft hat dieses Gebiet weitgehend verschlafen.

  • Wenn ich Kommentare mit Wörtern wie „Dunkeldeutschland“ und „Zone“ lese, bin ich froh nicht mehr in Deutschland zu wohnen. Wer hat denn für den zweiten Weltkrieg bezahlt? Doch wohl die Vertriebenen und die DDR. In der BRD gab es den Marshallplan, in der SBZ Ost wurden dagegen die verbliebenen Industrieanlagen demontiert und in die Sowjetunion verschifft. Die Leipziger Messe ging nach Hannover, Siemens von Berlin nach München. Millionen gut ausgebildeter junger Menschen sind noch vor dem Mauerbau in den Westen geflüchtet. Das Bürgertum in der DDR löste sich auf.
    Die Einheit wurde dann maßgeblich von westdeutschen Politikern „gemanagt“. Ein wahnwitziger Umtauschkurs, eine zu schnelle Anhebung der Gehälter und Renten im Osten, das Plattmachen rentabler Betriebe, der Export zweit- und drittklassiger Beamter in den Osten, und Milliardenbeihilfen welche ohne Zweckbindung und Kontrolle natürlich verkonsumiert anstatt investiert wurden. Jeder volkswirtschaftliche Fehler den man begehen kann wurde begangen. Alle BRD-Institutionen wurden dem Osten von heute auf morgen übergestülpt, Ostdeutsche zu Hilfsempfängern degradiert anstatt gefordert und gefördert zu werden.
    Und dann gibt es heute tatsächlich noch Leute, die von Karl-Marx-Stadt faseln und sich über „Ödnis“ im Osten aufregen. Da fehlen einem die Worte.

  • In Mitteldeutschland kann man die Folgen einer zu harten Währung zusammen mit einer nicht wettbewerbsfähigen Wirtschaft begutachten. Die Regionen haben gar keine Chance wirtschaftlich auf die Beine zu kommen.

    Dasselbe verursacht übrigens der Euro in den Südländern.

    Im übrigen wurden die Menschen der DDR nach der Wende nochmal final enteignet, da das DDR-Volkseigentum in das Eigentum des Bundes überführt wurde. Und ohne Kapital funktioniert der Kapitalismus nicht wirklich.

  • Immerhin, 2 Mio Leute gut ausgebildete Leute aus der "Zone" arbeiten im Westen und erwirtschaften dort das Bruttosozialprodukt. Soll man von Sozialneid sprechen, wenn man hier so einige Kommentare liest? Leute, lasst Euch nicht gegeneinander aufhetzen und nicht für dumm verkaufen!

  • Das größte Problem des Ossis sind zunächst die Altkommunisten (auch PDS, Linke etc. genannt). Jeder Unternehmer, der es auf kommunaler oder Landesebene mit Kommunisten zu tun hat, wird lieber das Weite suchen als dort einen müden Cent zu investieren.
    Was der Osten braucht: Der Staat muss sich zurückziehen, Einführung von Sonderwirtschaftszonen mit Niedrigststeuern, konsequente Privatisierungen, Genehmigung des Baues neuer Kernkraftwerke der 3. und 4. Generation (so wie in Polen geplant).
    Zudem: Der Osten ist total öde. Wer möchte schon in Städten wie dem früheren Karl-Marx-Stadt, Dessau, Chemnitz, Frankfurt an der Oder sein Dasein fristen? Noch schlimmer ist es auf dem platten Land im Osten.
    Eine gruselige Vorstellung, in solchen Nestern leben zu müssen, wo es zudem keine junge Frauen gibt, sondern 80% Männerüberschuss.

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