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Pandemiebekämpfung Was Sie bei Schnell- und Selbsttests beachten sollten

Wo kann man sich testen lassen? Was kosten Selbsttests? Und warum gibt es nicht genug für alle? Bei uns finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen.
07.03.2021 - 17:28 Uhr Kommentieren
Ein Mann träufelt eine Lösung auf eine Testkassette, die von Covid-19 verursachte Antigene nachweisen kann. Quelle: dpa
Beschluss von Bund und Ländern - Tests

Ein Mann träufelt eine Lösung auf eine Testkassette, die von Covid-19 verursachte Antigene nachweisen kann.

(Foto: dpa)

Berlin Bei Lockerungen von Corona-Beschränkungen setzt die Bundesregierung auf Schnelltests, die nicht in einem Labor ausgewertet werden müssen. Ab Montag soll sich jeder Bürger einmal wöchentlich kostenlos per Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen können. Das wird nicht überall sofort reibungslos klappen. Darauf hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereits hingewiesen.

Die wichtigsten Erklärungen zu den Schnell- und Selbsttests finden Sie hier:

Warum gibt es nicht genügend Schnelltests?
Spahn hatte immer wieder betont, dass ausreichend Tests verfügbar seien. Aber es war offenbar nie verabredet, dass der Bund für die Länder Schnelltests bestellt. „Das ist die Aufgabe der Länder selbst“, sagt Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU). Die Länder dagegen waren offenbar davon ausgegangen, dass der Bund die Tests bestellt. Spahn habe behauptet, er habe für Deutschland 500 Millionen Tests vertraglich gesichert, erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die am kommenden Sonntag eine Landtagswahl zu bestehen hat. „Das war ein großes Versprechen und hat sehr hohe Erwartungen geweckt.“ Dagegen vertritt der Bund die Meinung, „vertraglich zugesichert“ meine lediglich die Zusagen von Herstellern, Bestellungen bedienen zu können. Rheinland-Pfalz etwa hat nun selbst Tests beschafft.

Wo können sich die Bürger testen lassen?
Vorgesehen ist, dass in Apotheken, Testzentren oder Hausarztpraxen geschultes Personal einen Nasen- oder Rachenabstrich nimmt. Einen besonderen Anlass für diese Antigentests braucht es nicht. Die Probe kommt auf einen Streifen, der ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest nach 15 bis 20 Minuten mit einer Verfärbung reagiert. Die Kosten dafür übernimmt der Bund.

Was ist der Unterschied zu Selbsttests?
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat inzwischen mehreren sogenannten „Tests zur Eigenanwendung durch Laien“ eine Sondergenehmigung erteilt. Diese Selbsttests soll man etwa in Apotheken, Drogeriemärkten oder Supermärkten kaufen können, um zu Hause einen Corona-Test machen zu können, etwa vor Privatbesuchen oder, sobald die Gastronomie wieder öffnen darf, für einen Besuch im Außenbereich eines Restaurants.

Wie funktionieren Selbsttests?
Sie funktionieren ähnlich wie die Schnelltests, die Probe wird jedoch aus dem vorderen Nasenbereich entnommen. In nächster Zeit sollen auch Gurgel- und Spucktests hinzukommen. Die ersten Selbsttests waren am Samstag bei Aldi erhältlich, sie waren aber schnell vergriffen. Bei Lidl konnten Onlinebestellungen abgegeben werden. Das Angebot soll in den nächsten Tagen ausgeweitet werden; auch andere Händler wie Rewe und Edeka oder die Drogerien dm und Rossmann wollen mitmachen.

Wie teuer sind die Selbsttests?
Die Rede ist von Preisen zwischen fünf und zehn Euro pro Test. Aldi hatte eine Packung mit fünf Tests für 24,99 Euro angeboten.

Wie sicher sind die Ergebnisse?
Das Robert Koch-Institut (RKI) verweist auf Studien, wonach bei richtiger Anwendung die daraus resultierenden Ergebnisse vergleichbar seien mit der Testung durch medizinisches Personal.

Was ist bei einem positiven Ergebnis zu beachten?
Ein positives Ergebnis mit einem geeigneten Antigentest stellt laut RKI zunächst einen Verdacht auf eine Sars-CoV-2-Infektion dar. Es sei noch keine Diagnose einer Infektion. Sowohl beim Schnell- als auch beim Selbsttest gilt deswegen, dass ein positives Ergebnis durch einen PCR-Test überprüft werden muss. Und auch bei einem negativen Ergebnis seien die Corona-Regeln weiterhin einzuhalten. Ein negatives Testergebnis schließt eine Infektion eindeutig nicht aus. Darauf weist das RKI ausdrücklich hin. Auch bei korrekter Testdurchführung ist es lediglich weniger wahrscheinlich, zum Zeitpunkt der Testung kontagiös, das heißt für andere ansteckend zu sein.

Wie lange ist ein negatives Testergebnis gültig?
Die Aussagekraft eines Schnell- oder Selbsttest-Ergebnisses ist zeitlich begrenzt. Es ist durchaus möglich, dass eine infizierte Person, die ein negatives Ergebnis erhält, bei einem erneuten Test am darauffolgenden Tag ein positives Ergebnis bekommt, weil die Viruslast im Nasen-Rachen-Raum gestiegen ist.

Mehr: Pandemiemüdigkeit in der Koalition: Merkels Corona-Kurs gerät zunehmend unter Druck

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