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Papst Benedikt XIV. in Berlin Merkel spricht mit Papst über Finanzkrise

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Der Papst beklagt Gleichgültigkeit gegenüber Religion

Papst-Rede erhitzt die Gemüter

Nach seiner Ankunft in Berlin hatte der Papst zunächst Bundespräsident Christian Wulff zu einem Gespräch getroffen: Mit 21 Salutschüssen und Militärkapelle ist Papst Benedikt XVI. zu seinem ersten Staatsbesuch in Deutschland empfangen worden. Unmittelbar nach der Ankunft in seinem Heimatland beklagte sich das Oberhaupt der katholischen Kirche am Donnerstag über die Gleichgültigkeit der Gesellschaft gegenüber der Religion.

Bundespräsident Christian Wulff, die Kanzlerin und viele ihrer Bundesminister empfingen Benedikt auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Offiziell begrüßte der Bundespräsident dann das Staatsoberhaupt des Vatikans mit militärischen Ehren im Schloss Bellevue. Die 21. Auslandsreise des Papstes steht unter dem Motto „Wo Gott ist, da ist Zukunft“ und führt Benedikt XVI. auch nach Erfurt, ins Eichsfeld und nach Freiburg.    

Vor 1.100 geladenen Gästen am Amtssitz des Bundespräsidenten sagte der Papst, für das Zusammenleben der Menschen bedürfe es einer verbindlichen Basis. Sonst lebe jeder nur noch seinen Individualismus. „Die Religion ist eine dieser Grundlagen für ein gelingendes Miteinander“, betonte das Kirchenoberhaupt. Während seines Deutschlandbesuchs wolle er in erster Linie Menschen begegnen und über Gott sprechen.    

Bundespräsident Wulff sagte, der Papst komme in ein Land, „dessen Geschichte und Kultur eng verflochten sind mit dem christlichen Glauben und dem Ringen um diesen Glauben“. Die Bundesrepublik sei aber auch ein Land, „in dem der christliche Glaube sich nicht mehr von selbst versteht, in dem die Kirche ihren Ort in einer pluralen Gesellschaft neu bestimmen muss“, betonte der Bundespräsident. Die Kirche lebe mitten in dieser Gesellschaft. „Deswegen ist sie auch selbst immer wieder von neuen Fragen herausgefordert“, sagte Wulff. Dazu gehöre, wie barmherzig sie „mit Brüchen in den Lebensgeschichten von Menschen“, mit „den Brüchen in ihrer eigenen Geschichte und mit dem Fehlverhalten von Amtsträgern“ umgeht.    

Es ist der erste offizielle Besuch Benedikts in seinem Heimatland. Insgesamt ist es aber schon seine dritte Deutschlandreise: 2005 flog er zum Weltjugendtag nach Köln, 2006 besuchte er in seiner bayerischen Heimat München, Altötting, Marktl am Inn, Regensburg und Freising.

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5 Kommentare zu "Papst Benedikt XIV. in Berlin: Merkel spricht mit Papst über Finanzkrise"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "...Geld und Gold, das sich die katholische Kirche sich (wie auch immer) angeeignet hat..."
    Die Kirche ist rein rechtlich betrachtet nichts bedeutend anderes als ein 2000-jähriger (Fischer-)Verein, welcher sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert hat. Der Vatikan hat keine Soldaten zu Raubzügen. Warum soll der Verein katholische Kirche einer weltlichen Fehlkonstruktion sein Vereinsvermögen stiften? Wird hier nicht immer von Trennung von Staat und Kirche gesprochen?

  • "...Geld und Gold, das sich die katholische Kirche sich (wie auch immer) angeeignet hat..."
    Die Kirche ist rein rechtlich betrachtet nichts bedeutend anderes als ein 2000-jähriger (Fischer-)Verein, welcher sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert hat. Der Vatikan hat keine Soldaten zu Raubzügen. Warum soll der Verein katholische Kirche einer weltlichen Fehlkonstruktion sein Vereinsvermögen stiften? Wird hier nicht immer von Trennung von Staat und Kirche gesprochen?

  • Merkel spricht mit Papst über Finanzkrise? Hat Merkel Ratzinger um eine Kollekte gebeten? Das wäre aus meiner Sicht der einzig sinnvolle Grund für ein Gespräch der beiden. All das Geld und Gold, das die katholische Kirche sich (wie auch immer) angeeignet hat und nun nutzlos im Vatikan rumliegt könnte man gut für die Rettung des so alternativlosen Euros verwenden. Damit hätte der Vatikan ein einziges Mal in seiner langen Geschichte etwas Gutes getan.

  • Vielleicht sucht Merkel schon mal einen sicheren Platz in einem Kloster.

  • "Merkel spricht mit Papst über Finanzkrise"

    Das ist so, als ob sich eine Tütensuppe mit einem Mozzarella über Quantenphysik unterhhält.
    Beide haben keinen blassen Schimmer davon, aber man ja mal seinen Senf dazu abgeben.

    Es wäre besser, wenn sie sich über Sex oder ausschweifende Partys unterhielten. Davon haben sie zwar auch keine Ahnung, aber das würde wenigstens keinen Schaden anrichten.