Papst Benedikt XVI. in Berlin Der Papst in Berlin

Zum Auftakt der Deutschlandreise zeigt Benedikt XVI Verständnis für Kritik an seiner Kirche - und für die Vorbehalte gegen seine Rede im Bundestag. Die freundliche offizielle Begrüßung nutzt er sogleich für ein Plädoyer.
Update: 22.09.2011 - 12:38 Uhr 27 Kommentare

BerlinMit der Ankunft von Papst Benedikt XVI.in Berlin wurden zunächst alle Vorbehalte gegen das Kirchenoberhaupt und seinen geplanten Auftritt im Bundestag beiseite geschoben. Mit dem Gruß „Willkommen zu Hause, Heiliger Vater“, begrüßte ihn Bundespräsident Christian Wulff.

Der Papst äußerte im Vorfeld Verständnis für Proteste gegen seinen Besuch in seinem Heimatland. Dies sei Teil der Demokratie und einer freiheitlichen Gesellschaft:„Das ist normal in einer freien Gesellschaft“, sagte er. Dagegen sei nichts zu sagen, wenn man es denn auf zivile Weise tue. „Ich bin in Deutschland geboren, die Wurzel kann und soll nicht abgeschnitten werden,“ sagte er.

Benedikt XVI. beklagte jedoch eine zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der Religion. Notwendig sei aber die Religion als Grundlage für ein gelingendes Miteinander in der Gesellschaft. Benedikt zitierte am den Sozialreformer Wilhelm von Ketteler mit den Worten: „Wie die Religion der Freiheit bedarf, so bedarf auch die Freiheit der Religion“. Freiheit brauche die Rückbindung an eine höhere Instanz, sagte der Papst im Garten von Schloss Bellevue.

Er rief die Katholiken in Deutschland auf, trotz der Missbrauchsskandale der Kirche nicht den Rücken zu kehren. Auf dem Flug zu seinem dritten Staatsbesuch in Deutschland sagte er, er habe Verständnis, dass einige Menschen, insbesondere die Opfer und Angehörigen von sexuellem Missbrauch sagten, „dies ist nicht länger meine Kirche“. Die Kirche solle als eine Institution gesehen werden, die im Netz des Herrn sowohl „gute wie schlechte Fische“ fange, sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.

Die Kirche habe mit inneren Skandalen zu leben und müsse Wege finden, aus eigener Kraft gegen sie anzugehen. Im vergangenen Jahr hatten 181.000 Katholiken in Deutschland die Kirche verlassen - so viele wie noch nie.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Wulff spricht das Problem geschiedener Katholiken an
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Papst Benedikt XVI. in Berlin - „Willkommen zu Hause, Heiliger Vater“

27 Kommentare zu "Papst Benedikt XVI. in Berlin: „Willkommen zu Hause, Heiliger Vater“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Also wenn schon, dann bitte heiliges Vaterland.

  • Pinzeugen-trozig: "Heißt sie aber nicht!"

    Hört sich nach Vorschulalter an!

  • Heißt sie aber nicht!

  • Die Zeitrechnung könnte aber auch n. Brain heißen.

  • Das ganze linke Gesindel (Egal ob SPD, Grüne oder die Linke)beschmutzt unser Ansehen im Ausland. ... aber die fühlen sich ja von je her nicht mehr als Deutsche .... Patriotismus pfui, Christentum pfui; Wertegesellschaft pfui und am besten alles deutsche abschaffen! Dann schon lieber als "Türkenschmacker" auftreten! Gute Nacht Vaterland!

  • Oh je, die Erde war vor hunderten Jahren auch felsenfest eine Scheibe.

    Wenn Sie sagen, es gibt keinen Gott - viellicht gibt es dann Gottes Sohn? Immerhin wurde nach ihm eine neue Zeitrechnung begonnen, nämlich n. Chr..

    Eines Menschen Kind: es gibt absolut einen Gott und Sie persönlich können ihn kennen lernen durch sein Wort. Das hat mit menschlichen Fehlern und Schwächen und Mäntelchen, die sich Menschen umhängen wollen, nichts zu tun. Vielleicht lesen Sie einmal nach, was Jesus sagte über Grade unsere Zeit? Mathäus-Evangelium, Kapital 24... und danach könnten Sie alles erfahren, was Sie bisher nicht wissen konnten oder wollten durch eine intensive Beschäftigung mit der Heiligen Schrift in Begleitung eines reifen und bibelkundigen Christen.

    Behüte Gott uns in diesen speziellen Tagen, die erst begonnen haben.

  • Menschens Kinder, es gibt keinen Gott.
    Gott ist lediglich ein Mäntelchen zur Abdeckung menschlicher Unzulänglichkeiten, die Scheu davor, sich zu seinen Fehlern zu bekennen.
    Allen Glaubensrichtungen liegen praktische Lebensarfahrungen zum Schutze vor Fehlentscheidungen zugrunde. So soll z.B. ein Muslim kein Schweinefleisch essen, weil es zu schnell von Salmonellen befallen ist und es damals keine Kühlschränke gab. Da Salmonellen damals noch nicht erkannt waren, lag es an der Reinlichkeit des Schweines.
    Da die Kirche (gegen eine kleine Spende) vergibt, zeugt sie den Wiederholungstäter. Hingegen vergibt die Natur mit ihren Gesetzen nichts. Zu viel Barmherzigkeit hilft den Menschen nichts, eher lastet sie wie ein Fluch.

  • .
    Lepanto und alles was da dran hing,
    wird verspätet in der Historie der Katholiken als das Ende des reinen Christlichen Glaubens eingehen. Jahre später verweigerten sie sich einer weiteren Schlacht, weil sie wußten, daß das ihr endgültiges Ende bedeuteten würde.
    Denn seit den Bemühungen des deutschen Kaisers uns parolie zu bieten hat er Heinrich den 8. vernachlässigt und seine Geilheit unterschätzt.
    Diese Geilheit war es letztendlich, die dazu führte daß heute die Welt nicht der Katholizismus beherrscht sondern die angelsächsischen Protestanten. Und was von deren Christentum übrig bleiben wird, werden wir sehen.
    .

  • Der kann sagen was er will, er wird nichts ändern. Nur die Politik könnte es mit der richtigen Erleuchtung. Also laßt der Politik ihr Parlament und dem Papst seine Kirche.

  • ob sunnit oder schiit , seit lepanto wissen wir, wie man mit pack,welches die weltherrschaft des islam durchsetzen will umzugehen hat.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%