Paritätischer Gesamtverband Sozialverbände fordern „Arme nicht gegen Arme ausspielen“

Der Paritätische Gesamtverband hat mehr finanzielle Hilfe für Bedürftige verlangt. Die Debatte um die Essener Tafel habe die Notwendigkeit gezeigt.
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Das Bündnis aus den Sozialverbänden fordert unter anderem die Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes um mindestens 30 Prozent. Quelle: dpa
Paritätischer Gesamtverband

Das Bündnis aus den Sozialverbänden fordert unter anderem die Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes um mindestens 30 Prozent.

(Foto: dpa)

Berlin
In der Debatte um die Arbeit der Tafeln hat ein Bündnis von mehr als 30 Sozialverbänden und Organisationen mehr Leistungen für Bedürftige gefordert. „Lebensmittelspenden sind gut, doch darf in unserem Sozialstaat niemand darauf angewiesen sein“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, am Dienstag in Berlin. Das Bündnis fordert unter anderem die Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes um mindestens 30 Prozent sowie einen Runden Tisch in Deutschland für die künftige Unterstützung von Armut bedrohter Kinder.

Eine ethnische Diskriminierung wie in Essen dürfe es nicht geben. Schneider begrüßte, dass dort nun ein Runder Tisch eingerichtet wurde, der nach heftiger Kritik eine Neuregelung für die Tafel der Ruhrgebietsstadt erarbeiten soll. Die Essener Tafel hatte für Empörung gesorgt, da sie keine Ausländer mehr als Neukunden annimmt. Die Hilfsorganisation begründet ihr Vorgehen mit einem bereits sehr hohen Anteil an Ausländern unter ihren Kunden.

Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, betonte: „Flüchtlinge dürfen nicht zu Sündenböcken gemacht werden.“ Arme dürften nicht gegen Arme ausgespielt werden, mahnten Schneider und Burkhardt. „Es zählt ausschließlich die Bedürftigkeit“, sagte Schneider.

Vielerorts seien die Tafeln überlastet. Ursache sei die „gewachsene Armut in diesem reichen Land“. Vor allem die Hartz-IV-Leistungen seien viel zu niedrig. Die Flüchtlinge hätten die bestehenden sozialen Probleme für viele noch einmal neu deutlich gemacht, sagte Schneider. Nun komme es darauf an, dass die Sicherung des Existenzminimums nicht auf zivilgesellschaftliches Engagement angewiesen sei.

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4 Kommentare zu "Paritätischer Gesamtverband: Sozialverbände fordern „Arme nicht gegen Arme ausspielen“"

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  • Die Löschung des Kommentars von Herrn Allraun finde ich wiederum unsachlich.

    Soweit er von Illegalen schreibt, so ist der Kontext zum Urteil des OLG Koblenz herstellbar, dass in diesem Punkt von der Außerkraftsetzung von Gesetzen durch die „hohe Politik“ spricht. Durch die Missachtung der Gesetze durch Merkel wird demzufolge ein Illegaler nicht legal.

    Die Bezeichnung Asylschmarotzer ist zwar nicht löblich, trifft dennoch den Kern in Verbindung Übervorteilung durch Sachleistungen und zusätzlicher Inanspruchnahme von Tafelleistungen.

    Konkret wurden dazu die Gäste von Merkel herausgestellt, die in Heimen leben und denen das tägliche Essen kostenlos frei Haus geliefert wird. Weshalb sich diese zahlenmäßig nicht kleine Gruppe auch noch an den Tafeln zu Lasten Deutscher bereichert, ist wohl nur noch Dumme oder Ideologen völlig in Ordnung.

    Frei nach Maas scheint das Motto der Zensur zu sein.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Merkel muss nur eine angemessene Versorgung ihrer Gäste sicherstellen, denn denen scheint das nicht auszureichen, was sie bekommen.

    Das zeigen ja nun eindeutig die Begleiterscheinungen, wie z. B. vornehmlich die jungen energiegeladenen Gäste, die ihre ärmlichen Verhältnisse durch Überfälle, Masseneinkäufe bei den Tafeln usw. belegen, aufbessern müssen. In allen diesen Fällen stecken Deutsche freiwillig oder auch nicht zurück.

    Erst wenn die mehr als genug haben, kann man zaghaft an den Tafeln darauf hinweisen, dass dieses Klientel im Vergleich zu armen deutschen Rentnern doch nicht wirklich bedürftig sein können.

    Das wäre doch auch eine pragmatische Lösung:

    Merkel kümmert sich angemessen um ihre Gäste.

    Die Tafeln kümmern sich um arme Deutsche.

    Das Geld für arbeitsfähige H4-Empfänger zu erhöhen, wäre der falsche Weg, denn der käme ja auch nur teilweise Deutschen zugute und würde zudem noch auf eine Arbeitsaufnahme demotivierend wirken.

  • Wir haben eine finanzielle Hilfe fuer Beduerftige! Ist das dem "Paritaetischen Gesamtverband" entgangen. Die Tafel ist eine zusaetzliche Leistung. Die "Paritataeschen"
    koennen gerne in die eigene Tasche greifen, um das zu verbessern!

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