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Parteienforscher Langguth "Merkel wird langsam nervös"

Der Atomausstieg steht, doch für Kanzlerin Merkel wird die Luft immer dünner. Die Umfragewerte sind mies, in der Partei wächst der Unmut. Parteienforscher Langguth sieht die CDU vor großen Problemen.
01.06.2011 - 10:40 Uhr 7 Kommentare
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erläutert die Details der Energiewende. Doch in der Partei wächst der Unmut. Quelle: dapd

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erläutert die Details der Energiewende. Doch in der Partei wächst der Unmut.

(Foto: dapd)
Düsseldorf

In nur wenigen Wochen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das scheinbar Unmögliche möglich gemacht und in der schwarzgelben Koalition den Atomausstieg durchgeboxt. Doch für Merkel könnte dies ein Pyrrhus-Sieg mit zu hohen Opfern gewesen gewesen sein. Die Industrie macht mobil gegen ihre Politik, der Energiekonzern Eon zieht gegen die Brennelementesteuer vor Gericht - und auch die CDU-Klientel macht den radikalen Kursschwenk nicht mit. Der Bonner Parteienforscher Gerd Langguth sagt: "Merkel hat ein Problem bei den Stammwählern. Viele stellen parteiintern die Frage nach ihrem inneren Kompass. Auch wirtschaftsliberale Wähler missbilligen die Hektik der Ausstiegsentscheidung vor dem Hintergrund der baden-württembergischen Landtagswahlen."

In der jüngsten Forsa-Umfrage kommt die Union nur noch auf 30 Prozent. Merkel selbst findet bei den Bürgern durchaus Zuspruch, immerhin 47 Prozent der befragten Bürger honorierten ihre Arbeit - allein ihre Partei wird vom Wähler abgestraft. So wie unlängst bei den Landtagswahlen in Bremen, als die CDU hinter SPD und Grünen nur noch drittstärkste Kraft wurde. Merkel setzt deshalb auf ihre neue "Politik der Mitte" - mit zweifelhaften Erfolgsaussichten.

Politik-Professor Langguth hält den strikten Anti-Atom-Kurs von Merkel nach strategischen Gesichtspunkten zwar für gut begründet ("Damit wird den Grünen der politische Hauptgegensatz zur Union genommen"), zweifelt aber an der Wirkung: "Die grünen Wähler sind in einem spezifischen grünen Milieu gefangen, von der Basis sind gegenwärtig eher Widerstände hinsichtlich eines CDU-freundlichen Kurses zu erwarten." Zuletzt zeigte sich Merkel angesichts einer schwächelnden FDP den Grünen gegenüber wieder versöhnlicher, nachdem sie schwarz-grüne Koalitionsüberlegungen vor wenigen Monaten noch als Hirngespinste abgetan hatte.

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    7 Kommentare zu "Parteienforscher Langguth: "Merkel wird langsam nervös" "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ein Giegold ist sicher nicht schlimmer als die Betrügerin Koch-Mehrin.

      Der weß wenigstens, das die Steuergerechtigkeit arg zu wünschen übrig lässt.

    • Volle Zustimmung.
      Gerade auch das kriminelle Dreckloch Brüssel. Da sitzen Leute, die nie jemand gewählt hat und bestimmen über uns. Was hat das denn noch mit Demokratie zu tun?
      Ein Giegold von den Grünen, zuvor Attac, ein strammer Sozialist und Grüner, wer hat den Kerl gewählt? Was tut der in Brüssel und wird von uns fürstlich bezahlt?
      "Merkel selbst findet bei den Bürgern durchaus Zuspruch, immerhin 47 Prozent der befragten Bürger honorierten ihre Arbeit"
      So steht im Artikel.
      So lange die Deutschen so verblödet sind, geschieht es ihnen nicht anders. Wer wude denn befragt?
      Die 80jährie Omi im Altenheim oder wer sonst?
      In meinem Umfeld kenne ich keinen der an der FDJ-Trulla Merkel auch nur ein gutes Haar läßt und auch wir sind ehemalige CDU-Wähler, jetzt Nicht wähler
      Gegen das was Merkel in unsrem Land anrichtet, ist Kohls Spendenaffäre Pipifax
      Und Prof. Langguth sollte langsam aufwachen und aufhören, Merkel schön zu reden

    • Sehr gut !!!

    • Herr Hauk, ein Demagoge erster Ordnung, irrt, besser gesagt er lügt: Politik und etablierte Parteien haben ein Glaubwürdigkeits- und ein grundlegendes Demokratiedefizit. Die Bürger können nicht mehr erkennen, wo Politik für ihre Interessen gemacht wird und sind es leid, daß die Entscheidungen mit fragwürdigen Methoden in Hinterzimmern und bei Konferenzen im Ausland ausgekungelt werden. Wenn 47% der Bürger Merkels Politik loben, so wird klar, daß sich ein Großteil der Wähler an dieses Chaos gewöhnt haben und der allgeneinen Orientierungslosigkeit (man kann es auch Verblödung nennen) anheim gefallen sind.

    • Die CDU ist doch garkeine konservative Partei mehr. Merkel hat die CDU sozialistisch weichgespült. Sie ist links-beliebig geworden, schmeisst die Steuer-Milliarden nach Brüssel. Sie taktiert und sitzt aus - da kann sich Kohl sogar dicke Scheiben abschneiden. Die Deutschen sollen Steuern zahlen und Schnabel halten. Deutschland-einig-EU-Sklavenland eben. Wir sollten mal so schlau sein wie die Griechen und Arbeit verweigern und Dauer-Protestieren. So sind wir doch nur die Deppen, von Merkel-CDU verarscht und ausgebeutet.

    • Warum macht sie die Presse sorgen um die CDU? Sie sollte hinterfragen was hat Merkel aus der CDU und unserem Land gemacht? Unsere sogenannte frei Presse, sollte einmal recherchieren was und welche Politik betreiben die Regierungsparteien? Der Bürger wurde bei Einführung der Atomenergie nicht gefragt (sondern musste dafür bezahlen, nun beim Ausstieg das gleiche Spiel) was hat dies mit Demokratie zu tun? Ich plädiere dafür dass alle Regierungsmitglieder und Anhang, sich einer Psychologischen und Geistigen Untersuchung sofort zu unterziehen haben. Was für kranke Politiker sind hier am Werk, ohne Not unser Land zu ruinieren. Sofortige Volksbefragung, über den Atomausstieg beginnen dasselbe zur EU, und erst nach dieser bindenden Volksbefragung darf die Regierung weiter Politik betreiben. Ich fordere eine Mitbestimmung des Volkes bei allen Entscheidungen die das Volk und das Land betreffen. Alle Parteien bereichern sich am Volkvermögen, sie alle sind Feinde des Volkes und der Demokratie.
      Alternativlos.
      Danke

    • Das ist lustig: Es wird langatmig über die Chancen der CDU und ihrer langsam nervös werdenden Vorsitzenden fabuliert, das Kernthema aber wird ausgespart. Merkel und die Westerwelle-FDP stehen für einen beispiellosen Crash-Kurs in Sachen EU und Euro. Unter sträflicher Missachtung parlamentarischer Gepflogenheiten, unserer Verfassung und jeglicher ökonomischer Vernunft wird unser Wohlstand auf dem Altar einer Spielgeld-Währung geopfert, die ohnehin nicht zu "retten" ist, unfassbar verlogen und dreist. Und dieser Skandal wird nicht etwa dadurch kleiner, dass die anderen im Bundestag vertretenen Parteien unser Geld vermutlich noch schneller den Peripherie-Staaten der EUdSSR hinterherwerfen würden: Merkel wird in den Geschichtsbüchern für nichts anderes stehen als für den Marsch in die Staatspleite! Meine Stimme ist jedenfalls weg...

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