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Parteiinterner Widerstand Merkel-Kritiker wollen „konservatives Manifest“ verabschieden

Für eine traditionelle Familie und die Wehrpflicht: Kritiker von CDU-Chefin Merkel wollen die Union auf einen konservativeren Kurs führen und dafür ein „Manifest“ verfassen.
16 Kommentare
Angela Merkel: Kritiker wollen „Konservatives Manifest“ verabschieden Quelle: Reuters
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Die „WerteUnion“, ein Zusammenschluss von konservativen Unionspolitikern, lehnt den aktuellen Kurs der Kanzlerin ab.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Parteiinterne Kritiker von CDU-Chefin Angela Merkel wollen mit einem „Konservativen Manifest“ den Druck in der Union auf eine Abkehr der Kanzlerin vom Kurs der Mitte erhöhen. In dem Entwurf, aus dem die „Rheinische Post“ zitiert, heißt es, Ehe und Familie und das Leitbild „Vater, Mutter, Kinder“ seien die wichtigsten Grundlagen der Gesellschaft.

Ferner müssten rechte, linke und islamistische Extremisten kompromisslos bekämpft, die doppelte Staatsbürgerschaft abgeschafft, die Wehrpflicht wieder eingeführt und Arbeitnehmer von Sozialabgaben entlastet werden.

Das Papier soll bei der Bundesversammlung der vor einem Jahr gegründeten „WerteUnion“ an diesem Samstag im baden-württembergischen Schwetzingen verabschiedet werden. Deren Vorsitzender Alexander Mitsch sagte der Zeitung, Merkel solle bei der Wahl zum Parteivorstand im kommenden Herbst nicht wieder antreten und so den Weg für eine Erneuerung der CDU freimachen.

Die „WerteUnion“ ist ein Zusammenschluss konservativer Politiker aus CDU und CSU, die den „Stammwählern und Mitgliedern wieder eine politische Heimat und Perspektive bieten“ möchte. Sie fordern unter anderem ein offensiveres Bekenntnis zur westlichen Wertegemeinschaft, eine Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und der Polizeibefugnisse und ein Ende der „nicht durchdachten Energiewende“. Den aktuellen Kurs der CDU und CSU unter Kanzlerin Angela Merkel lehnt der Dachverband ab.

Der stellvertretende CDU-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag, Gregor Golland, sagte, die Mitglieder der Werteunion seien keine Abtrünnigen der Partei. „Sie fühlen sich nur nicht mehr so zu Hause wie früher. Deswegen müssen wir mit ihnen reden. Viele denken ähnlich wie sie, trauen sich das aber nicht öffentlich zu sagen.“ Merkel habe mit ihrer Flüchtlingspolitik die Partei und das Land verändert. „Politik muss man erklären, wenn man sie verändern will.“

Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl sagte, die Partei lebe immer von ihren drei Wurzeln – der sozialen, der liberalen und der konservativen. Die CDU starte jetzt einen umfassenden Prozess für ein neues Grundsatzprogramm. „Hier dürfen und sollen sich alle in der Partei einbringen. Da gilt: Nicht meckern, sondern machen.“

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  • dpa
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16 Kommentare zu "Parteiinterner Widerstand: Merkel-Kritiker wollen „konservatives Manifest“ verabschieden"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hallo Herr Keizer,

    Sie hatten gestern in Ihrer Antwort Kanzlerambitionen von Spahn als erklärbare Möglichkeit genannt. Das wäre in der Tat denkbar unter der Voraussetzung, wenn sich Personen darauf verabredet hätten, die jetzige GroKot.. schnellstmöglich platzen zu lassen.

    Andernfalls dürfte er sich die nächsten Jahre keine Fehler erlauben, denn die würden zu seiner gnadenlosen politischen Versenkung genutzt.

    Andererseits ist aus der CSU bereits mit dem Platzen der Grokot.. gedroht worden, wenn die SPD bei den zu setzenden Regeln für den Familiennachzug nicht die angestrebten Regeln der CSU akzeptiert. So wie bei diesem Thema (SPD sieht 1.000/Monat als Mindestbezugsgröße – die CSU als max. Anzahl) sind die Monate bis zur Bayernwahl mit Kontroversen zwischen CSU und SPD vorprogrammiert, in denen das Verlangen der SPD nach Neuwahlen verschwindend gering sein dürfte.

    Man kann davon ausgehen, dass es bis Oktober noch einiges an politischer „Unterhaltung“ geben wird.

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Diskutieren erwünscht – aber richtig“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • ".......Abkehr der Kanzlerin vom Kurs der Mitte......"

    Da neben der vermerkelten CDU auch SPD, Grüne und FDP sowie zur Not auch die Mauerschützenpartei (früher SED, aktuell "die Linke") zur "Mitte" gehören wollen frage ich mich, wo inzwischen "links" aufhört und "rechts" anfängt?

    "....Ehe und Familie und das Leitbild „Vater, Mutter, Kinder“ seien die wichtigsten Grundlagen der Gesellschaft...." wurde von den gleichen CDU-Leuten unwidersprochen als "Na*i" und "rechtspopulistisch" belegt - oder habe ich was "verpasst"?.

    Das die große Vorsitzende sich nicht mit der Abschaffung des "Doppelpass" anfreunden kann und Sie entsprechende Parteibeschlüsse nicht interessieren, hat Sie bereits bekannt gegeben.

    Wer Realist ist und konsequent zu dem steht, was er vertritt, hat diese Partei schon lange verlassen, da es inzwischen eine Alternative gibt.

    Das "konservative Manifest" ist nichts anderes als eine Nebelkerze, die nun den in Scharen davongelaufenen Bürgern und unzufriedenen "Stammwählern" vorgaukeln soll, dass man "verstanden" hat.

    An ihren Taten sollt ihr Sie erkennen - außer Worten nichts gewesen......

  • Herr Heinz Keizer
    06.04.2018, 11:48 Uhr
    „Politik muss man erklären, wenn man sie verändern will.“

    .................................................

    Also ich erkläre es immer so :

    Wer behauptet daß ich nicht arbeiten kann oder will und Politiker wurde sollte sich deswegen mit mir erst einmal Unterhalten.

    Wer dann nach eine längere Unterhaltung zu mir sagt daß die Unterhaltung kein Wert hat und man das Gespräch daher abbrechen wolle, dem erkläre ich :

    " Siehste deswegen bin ich Politiker und bleibe aber auch politiker weil ich mich besser als andere Artikulieren und sätzen so ständig flexibel umschmieden kann daß am ende alle aufgeben und mich nicht zum Hartz4 Empfänger werden lassen.

    und schliesslich muß jede Politische stelle belegt werden !

    SIEHE EU-LISSABONNER VERTRAGSBRUCH DASS UNS JÄHRLICH 280 MILLIONEN EURO KOSTET nur um Politiker die wir abbauen könnten doch an Ihre Posten zu erhalten.

    DANN VERSTEHT JEDER POLITIK MIT MIR !

    Ob Richtige oder falsche Politik darf nie zum Thema werden.
    Man belastet sich selbst nie, sagt doch sogar jeder Richter zu jedem schuldigen !


  • Merkel zerstört Deutschland komplett!

    Was die Sozis unter der verhängnisvollen Beteiligung grüner Gutmenschen nicht erreicht haben, schafft Merkel im Alleingang. Und die konservativen CDU´ler tun das, was sie seit gefühlten 50 Jahren schon machen: Einfach zuschauen.

    Keiner von diesen konservativen Strategen wie Merz, Wulff, Koch und weitere aus dem sog. "Anden-Pakt" noch Andere aus der CDU haben es geschafft Merkel wegzufegen. Wahrscheinlich, weil sie Alle Dreck am Stecken hatten, was Murksel dann herausgefunden hat. Und so ging Einer nach dem Anderen von Bord ...

    Armes Deutschland, bedauernswerte CDU!

  • @ Herr Richard Schmelzle
    06.04.2018, 12:51 Uhr

    Sehr richtig. Es hat sich eine Flüchtlingsindustrie in D etabliert, die daran gut verdient. Für die Probleme sind diese Firmen, Vermieter, NGO's usw. ja nicht zuständig. Unterstützt werden sie noch von den Träumern in den Parteien, Kirchen und Medien.

  • Statt Manifeste zu verabschieden sollten diese Figuren gleich zur AfD übertreten.
    Gauland hat es vorgemacht, die CDU-Systempartei hat die Leute beschissen.

  • Alle kommentatoren hier beanstanden ( richtigerweise ) mehr oder weniger, die Massenhafte ( unkontrollierte ) Zuwanderung in unsre Land.
    Keiner erwähnt hier, dass die Industrieverbände Merkels Zuwanderungspolitik ( bis auf wenige Aushahmen ) ausdrücklich begrüssen !!
    Merkel hat noch nie was vertreten was gegen die Industrie gerichtet ist, schliesslich kommt hier die ( wesentliche ) Pateienfinazierung her !!
    Zusätzlich lastet auf die Deutsche Bevölkerung ( künftig ) die Demographische Entwicklung...
    Noch einmal, Aldi und Lidel ist es egal wer ihre Produckte bezahlt. Vermutlich der Personnenkreis, der schon die deutsche Einheit bezahlt hat !!

  • „Politik muss man erklären, wenn man sie verändern will.“

    Man muß die Bürger fragen, erklären reicht nicht. Auch wenn Frau Merkel ihre Politik erklären würde, für mich wäre die CDU nicht mehr wählbar. Frau Merkel und auch die EU/Eurozone sind auf vielen Politikfeldern gescheitert. Da hilft kein erklären. Diese Politiker sind ja nicht bereit, die Konsequenzen daraus zu ziehen und umzuschwenken. Nicht mal aus den wirklichen Zahlen können oder wollen sie die richtigen Schlüsse ziehen. So z.B. bei Hartz IV, da hat die Anzahl der Kinder, die Hartz IV bekommen zugenommen. Daraus wird flugs eine Zunahme der Armut gemacht. Dabei hat die Anzahl der deutschen Kinder mit Hartz IV abgenommen, die der Ausländer drastisch zugenommen. Die Tatsachen werden verdreht, damit man nicht die richtigen Maßnahmen ergreifen muß. Erklären hilft da nichts.

  • Als Gorbatschow eines tages Margeret Thatcher fragte , wie geht Demokratie gab sie ihm folgende Antwort: Demokratie ist wie ein Englischer Rasen , man muss ihn giessen und
    200 Jahre Pflegen. Was für ein Satz , Pflicht für jeden Politiker bei uns.

    Als die Wiedervereinigung vor der Tür stand , war Thatcher dagegen: Warum? Sie hat früh erkannt das Deutschland keinen englischen Rasen anlegen will oder nicht kann. Mit den Grünen Außenseitern und Wählern wurde dann eine Streuwiese angelegt,schön Bunt aber Pflanzen verdorrten, weil andere ihnen die Sonne nahmen.

    Noch gefährlicher ist es wenn Feinde der Demokratie mit Werkzeugen der Demokratie
    dagegen kämpfen. Wer also mit treuen Blick vor der Kamra Zuzug unbegrenzt für alle fordert, der ist Demokrat,Gutmensch und guter Bürger. obwohl er was anderes erreichen will . Wer Begrenzung will wird als Nazi betitelt. Schon komisch alles. Noch schlimmer Politiker bei uns die Machthaber in totalitärn Staaten absetzen wollen , weil sie Glauben
    damit ist das Problem beseitigt. Die Menschen dort sind selber teils gefährlich. Der Vater Patriach , der Sohn Königssohn und die Tochter eine Strafe Allah.

    Kommen die dann zu uns , ist Demokratie und GG nichts womit sie etwas anfangen können. Armes Deutschland eine Streuwiese ist nur der Wurmfortsatz einer echten Demokratie.

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