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Parteitag der Piraten „Raus aus dem Euro – das wäre zu einfach“

Wenn es nach den Piraten geht, sind Fahrscheine überflüssig, Drogen legal und die Euro-Krise? Naja. Der Abgeordnete Christopher Lauer blickt im Interview auf den Parteitag, von dem Handelsblatt Online live berichtet.
02.12.2011 - 13:58 Uhr 23 Kommentare
Christopher Lauer neben einem Plakatstand seiner Partei in Berlin. Quelle: dpa

Christopher Lauer neben einem Plakatstand seiner Partei in Berlin.

(Foto: dpa)

Handelsblatt Online: Herr Lauer, nach dem spektakulären Wahlerfolg im September beginnt jetzt für Sie die politische Alltagsarbeit im Berliner Abgeordnetenhaus. Wie ist ihr erster Eindruck?

Christopher Lauer: Wir sind hier sehr charmant aufgenommen worden, die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen ist konstruktiv. Jetzt geht es für uns darum, dass wir uns in das parlamentarische System einarbeiten. Vermasseln wir das, werden alle sagen, war ja klar, dass die Chaoten das nicht hinbekommen. Bekommen wir das zu gut hin, heißt es, die sind ja schon angepasst. Es wird also spannend.

Was machen Sie anders als die etablierten Parteien?

Wir setzen auf Transparenz. Fast alle unserer Sitzungen kann man im Internet per Live-Stream verfolgen. Wenn das einmal nicht geht, etwa bei Personalfragen, veröffentlichen wir nachher ein Entscheidungsprotokoll.

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    Und das funktioniert?

    Ja. Wir sind mit dem Versprechen der Transparenz angetreten und wir halten es ein. Was mich allerdings wundert ist, dass sich jetzt alle fragen, wann wir damit aufhören. Man könnte doch auch mal die anderen Parteien fragen, wann sie endlich damit anfangen.

    Am Wochenende findet der Bundesparteitag der Piraten in Offenbach statt. Spielen sie und ihre 14 Kollegen aus dem Berliner Abgeordnetenhaus dort nach dem großen Wahlerfolg eine Sonderrolle?

    Nein! An dem Parteitag nehmen wir als einfache Mitglieder teil. Funktionen spielen bei uns keine Rolle - darin unterscheiden wir uns von anderen Parteien. Auch der Bundesvorstand, dem ich ein Jahr lang angehört habe, kann sich keinesfalls sicher sein, dass sich von ihm favorisierte Anträge durchsetzen. Es gibt keine Leitanträge des Bundesvorstands, unsere Parteitage sind keine durchinszenierten Medienevents.

    Deshalb gibt es keine vorher festgelegt Tagesordnung?

    Genau. Wir stimmen am Anfang darüber ab, in welcher Reihenfolge wir die Anträge bearbeiten. Erfahrungsgemäß schaffen wir an einem Parteitagswochenende 60 bis 70 Einzelanträge. Man kann sich aber nie darüber sicher sein, ob es ein Thema wirklich auf die Tagesordnung schafft. Wir sprechen über die Themen, die die Mitglieder bewegen.

    Was Lauer über Populismus und den Euro denkt
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    23 Kommentare zu "Parteitag der Piraten: „Raus aus dem Euro – das wäre zu einfach“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Tja liebe Leuts von der Piratenpartei..

      Euch ist doch klar, daß das "billige" Volk inzwischen schon so dermaßen verblödet ist, das ALLES, was nicht in ihrem Kopf Eingang findet von vorneherein abgelehnt wird..

      Macht euch also nicht zu viele Hoffnungen..

      Ich wäre auch dafür, wenn öffentlicher Verkehr umsonst ist und das der Staat sich wieder um gewisse Dinge wie Energie, Nahrung, Wohnen, Gesundheit und andere LEBENSWICHTIGE Dinge in die Hand nimmt..

      Aber bei den Regierungen, die wir die letzten 40 Jahren hatten, plünderten sie nur unsere gesammten Ersparnisse und Rentenrücklagen, um IHRE Träume(ausgedacht auf welchem Drogenrausch auch immer)zu verwirklichen, wie z.B. den "Einkauf" der Ex-DDR..

      Normalerweise müsste ein System, das ordentlich und vernünftig funktionieren soll SO beschaffen sein, das der Steuersatz grundsätzlich bei 50% für JEDEN liegt und am besten nur über eine einzige Steuer eingezogen würde..

      Dann KÖNNTEN Menschen umsonst mit Buss uns Bahn fahren, dann könnten mehr Menschen ihre Pflichten GERNE tun können und jeder SEINEN Teil auf SEINE Art und Weise dazu beitragen kann, damit das gesamte System funktioniert..

      Aber dafür müssen natürlich auch die RICHTIGEN Leute an der Spitze sitzen, die auch wirklich daran interessiert sind, das die Gelder dann auch DAFÜR eingesetzt werden, unser System auf Dauer zu stabilisieren, anstatt sich nur mal auf die Schnelle wichtig zu machen, oder nur "Geld verdienen" wollen

      In der Natur gilt folgende Regel...

      Zur EINEN Hälfte muss JEDES Individuum "seine" Hälfte geben(Als Nahrung für Andere dienen, rechtzeitig sterben, als Jagdbeute dienen usw..) und die andere Hälfte bietet dafür die Natur im Gegenzug in Form von geeigneten Lebensgrundlagen an..


      Letztlich müssen auch wir diesen Prinzipien folgen, ob es uns passt oder nicht.

      Die eine Hälfte für das eigene Selbst, die andere Hälfte für die Gesellschaft

    • Langhans, der ergraute Alt-68er und Kommune1-Gründer (R...F...), spendet 20.000 den Piraten. Da schaue ich doch lieber Fluch der Karibik, statt den Fluch für Deutschland zu wählen. In Berlin stellte eine 19jährige Abgeordnete fix ihren Freund ein. Erst nachdem die Presse dies Publik machte, meinte sie, sie hätten es sich zu einfach gemacht. Immer ran an die Fleischtöpfe, das Fressen kommt vor der Moral, um mit Brecht zu sprechen. Kiffen für Kinder,Schwarzfahren legalisieren auf Kosten der Arbeitenden, kein Schutz des copyrights im Internet (Geistiges Eigentum), dass ist alles, was die wollen, noch nicht mal können. Lächerlich. Schon mal Bilder der Wahlparty der Piraten am Wahlabend in Berlin gesehen? Hoch die Tassen... Und dazu der Abgeordnete, der sich nicht entblödet, BSR-Klamotten, Davidstern und Palituch gleichzeitig zu tragen. Eine Witzfigur. Über diese "Partei" wird die Zeit hinweggehen, wie über die REP am anderen Rand.

    • was ist das, DASSSS...denn für ein aufgeblasener Blasebalg ohne Luft! Eine Konstruktion von MöchteGernWichtigPräsenzPustetuerei...oh graus, welch textliches Spießertum sich in aller Regelmäßigkeit narzistisch und doch im konjunktiv beweihräuchert.

    • Man sieht den Wald vor Baeumen nicht mehr.

      Hier die Loesung:
      Der EURO bleibt als Zahlungsmittel. Nur erhaelt dieser die jewilige Laenderkennung vorgesetzt. (Fr. Euro, DE Euro usw)

      Unterschidliche Wechselkurse werden nach Wirtschaftsleisung und einbeziehung aller Schulden wieder eingefuehrt, solange bis ein Euro Einheitswert moeglich ist. Der vorangegangene Fehler ist behoben, jedes Land hat die haerte des eigenen Euros somit in den Haenden, kann reagieren, - die Kuh ist vom Eis!

      Die Gesammtwaehrung Euro ist dann ein Entwicklungsprozess!!
      r. Die SUENDHAFT hohen Kosten der voellig sinnlosen Eurokraten entallen und koennen zur Schuldentilgung verwendet werden.

      Mit dem Wechselkurs bekommt jedes Land den Wert des Euros den es verdient hat, umd macht erst einmal seine Hausaufgaben auf Nationaler Ebene, UNTER EIGENEN KOSTEN !!

      EIN HARTER EURO ENTWICKELT SICH DANN VON SELBST!!

      Bitte weiterleiten an Merkel. Eine ordentliche Verguetung sollte dieser Tip Wert sein.

    • Blablabla...

      Wenn Merkel sagt, dass die "Vergemeinschaftung von Schulden keine Option sind", dann heißt es noch lange nicht, dass der phrasendreschende Hosenanzug es nicht trotzdem genauso macht. Multikulti ist ja auch gescheitert. Hat sie auch bei einer Rede vor der Jungen Union gesagt, als das Thema Sarrazin in den Medien rumschwirrte. Und trotzdem gehts weiter, wie immer. Wenn Merkel den Mund aufmacht, hat sie schon zweimal gelogen, bevor sie auch nur ein Wort gesagt hat. Wer der Frau noch glaubt, muss entweder dumm sein, wie ein Knäckebrot oder direkt von ihr profitieren. Damit möchte ich aber nicht sagen, dass ich glaube, dass die Piraten irgendetwas besser machen könnten. Genauso, wie die Grünen,Roten und die ganzen anderen korrupten Politikerbanden, die nur an ihren eigenen Vorteil denken.

    • @margrit117888

      Wissen Sie etwa wie hoch die Schulden von Deutschland sind?
      Nur mal zur Info: Niemand weiß die Antwort auf die Frage.

      Wenn ich richtig informiert bin, dann hat man erst vor ca. 6 Jahren begonnen die Doppik einzuführen. Ziel ist es bis 2016 eine Bilanz vorzulegen, die auf den Standard der Doppelten Buchführung beruht. Und selbst dann weiß man nur ansatzweise wie hoch die wahren Schulden des Landes sind, denn die Gebietskörperschaften haben noch die Legitimation Bewertungen vorzunehmen, die für sie "besser" sind.

      Vor ca. 5 Jahren hat man bereits behauptet, dass die wahren Schulden des Landes durch die Einführung der Doppik das wahre Ausmaß darstellen wird. Man ging -wohlgemerkt vor einem halben Jahrzehnt- von über 6 Billionen Euro aus. Ein Freund von mir ist bei einer Gebietskörperschaft mit der Einführung der Doppik beschäftigt, und selbst dort rechnet man mittlerweile mit 8 Billionen Euro bis 2016, selbst bei Fantasie in der Bewertung.

      Also erzählen Sie mir nicht, dass Sie es besser wissen.
      Wenn man von nichts Ahnung hat, einfach ... halten.
      Offensichtlich hat er es gemacht. Mit der Information ist er mir gerade sympathischer geworden. Sie mir nicht.

    • Der gute Herr Lauer nutzt die Piratenpartei doch auch nur um an die Töpfchen und ins Fernsehen zu kommen. Man sieht in mittlwerweile ja in jeder Talkshow (u.a. TV-Total) oder bei Vattenfall auf einer Lobby-Veranstaltung in Berlin beim Sushi Essen (laut BILD mit Gabel) oder ganz wichtig auf dem Bundespresseball mit 100% systemkonformen anderen Gästen.

      Für mich ist das der Joschka der Piraten. Schnell in den Dienstwagen und nach der Parlamentszeit hochbezahlter Berater werden. So eine Partei ist halt auch eine nützliche Plattform für Leute die gerne Reden und noch nie richtig gearbeitet haben in ihrem Leben. Besonders wenn es gerade so gut läuft und weitere Pöstchen/Geld winken.

      Ich wünsche den Piraten, dass sich die Personen durchsetzen, die nicht so einen Geltungsdrang haben. Denn der Ansatz der Piraten ist richtig.

      Sollten so Typen wie Lauer das sagen bekommen, wird die Partei schnell systemkonform und austauschbar.

    • So ist es! Treffend formuliert. Meine liebste Protest-Wahl-Partei. Weiter so! Transparenz in politischen Dingen ist gut und notwendig! Stasi-Schäuble möchte den gläsernen Bürger, die Piraten wollen es umgekehrt: die gläserne Politik. Da können sich die etablierten Parteien etwas abgucken. Und lernen.

    • @margrit
      die Republikaner vertreten zu diesen Äußerungen einen sehr konkreten Standpunkt - leider wird Ihnen das garantiert vorenthalten.

    • "Piraten" sind keine Partei wie die Etablierten.

      Entsprechend irrelevant ist auch das Geschwätz von einem einzelnen,
      und ganz besonders dümmlich, wenn jener dann auch noch Aussagen wie:
      "Aber das war eine Einzelmeinung. Die Piratenpartei ist ganz klar eine pro-europäische Partei." macht.

      Wenn auch in Deutschland sich die Lage zuspitzt - und das wird sie - dann ist das Großmaul aufgrund dieser und auch anderer vorlauter Aussagen ganz schnell wieder weg vom Fenster.

      Er hört sich nämlich schon genau so an wie die Parlamentarier der etablierten, welche aus ihrem Luftschloß heraus dem Volke diktieren wollen.

      Jetzt kann er sich noch über Interviews beim Handelsblatt u.a. freuen - ich sage ihm schonmal: Tschüss.

      -ein Pirat.

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