Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Parteivorsitz Auch Laschet spricht sich für CDU-Führungsteam aus – aber gegen Doppelspitze

Im Gegensatz zu Merz und Spahn hat NRW-Ministerpräsident Laschet seine Ambitionen auf den CDU-Vorsitz noch nicht klar geäußert. Einen Vorschlag macht er allerdings trotzdem.
17.02.2020 - 15:08 Uhr 1 Kommentar
Der NRW-Ministerpräsident gilt im Rennen um den CDU-Vorsitz als Mitfavorit. Quelle: dpa
Armin Laschet

Der NRW-Ministerpräsident gilt im Rennen um den CDU-Vorsitz als Mitfavorit.

(Foto: dpa)

Berlin Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich für ein Führungsteam bei der CDU ausgesprochen. „Alles, was ein Team ist, was die unterschiedlichen Fähigkeiten der unterschiedlichen Akteure mit einbezieht – und das müssen auch noch ein paar mehr sein als die drei, die gerade genannt werden – tut der CDU als Volkspartei gut“, sagte Laschet an diesem Montag in Aachen. Eine Doppelspitze wie bei der SPD und den Grünen könne er sich „schwer vorstellen, aber unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Aufgaben, das kann ich mir vorstellen“.

Der künftige Kanzlerkandidat könne nur in enger Absprache mit der CSU bestimmt werden. „Alles, was wir tun, muss eng mit der CSU abgestimmt werden“, sagte Laschet. „Das ist die Tradition in der Union. Kanzlerkandidaturen werden nur von CDU und CSU entschieden, und deshalb muss man jetzt viel miteinander reden, und das tun wir.“

Auch andere führende Christdemokraten hatten sich bereits für eine Team-Lösung ausgesprochen. „Es gibt ein hohes Bedürfnis bei unseren Wählern und unseren Mitgliedern, dass wir das im Team und mit viel Verantwortungsbereitschaft regeln“, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Der Chef der Mittelstandsunion, Carsten Linnemann (CDU), sagte der „Rheinischen Post“, die Hoffnung in der Partei sei groß, dass es zu einer Teamlösung komme und keine Spaltung gebe.

Laschet, der bisher stellvertretender Parteichef ist, gilt neben dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Spahn als aussichtsreichster Kandidat für den CDU-Vorsitz. In Umfragen liegt Merz vorn. Laut dem ARD-Deutschlandtrend halten 40 Prozent der Bundesbürger ihn für einen guten Kanzlerkandidaten. Laschet kommt auf 39, Spahn nur auf 24 Prozent. Im Gegensatz zu Merz und Spahn hat Laschet seine Ambitionen bisher noch nicht klar geäußert.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Im Rennen um den CDU-Vorsitz zog er am Wochenende jedoch zumindest die Aufmerksamkeit auf sich. Bei der Münchener Sicherheitskonferenz bemerkte er, der Bundesregierung habe es in den vergangenen Jahren oft an Mut und Tempo gemangelt. „Heute macht der französische Präsident Vorschläge, wir brauchen zu lange bis man reagiert“, sagte Laschet. Er habe sich im September 2017 eine engagierte Antwort auf Macron gewünscht, „schneller und auch im Diskurs mit ihm“. Auf die Frage, ob Düsseldorf oder Berlin, sagte er lachend: „Aachen.“

    Die noch amtierende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte angekündigt, dass sie das Trio in dieser Woche zu Einzelgesprächen eingeladen habe. Als erstes wird sie sich am Dienstag mit Merz treffen. Kramp-Karrenbauer will den Gremien der CDU am 24. Februar einen Vorschlag zum weiteren Verfahren bei der Personalauswahl machen. Beim Verzicht auf die Kanzlerkandidatur hatte sie gesagt, dass aus ihrer Sicht Parteivorsitz und Kanzlerposten beziehungsweise Kanzlerkandidatur wieder in eine Hand gehörten.

    CSU-Chef Markus Söder betonte am Montag, dass die CDU erst einen Parteivorsitzenden bestimmen sollte. Über die Kanzlerkandidatur könnten beide Schwesterparteien dann später reden, die CSU werde dabei mitbestimmen.

    Mehr: Angela Merkels Nachfolgestrategie ist krachend gescheitert – was nun, CDU?

    • dpa
    • rot
    Startseite
    Mehr zu: Parteivorsitz - Auch Laschet spricht sich für CDU-Führungsteam aus – aber gegen Doppelspitze
    1 Kommentar zu "Parteivorsitz: Auch Laschet spricht sich für CDU-Führungsteam aus – aber gegen Doppelspitze"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ist es die Angst aller vor dem kraftvollen Schritt? Ist die Angst davor, dass es immer noch jemanden gibt, der diesen Schritt erneut platzen lassen könnte? Schade! Hat die CDU das nötig?

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%