Pegida in Dresden Rechtsextreme gehen auf Flüchtlingscamp los

Nach dem Ende einer Pegida-Kundgebung haben in Dresden etwa zwei Dutzend Rechtsextreme ein Protestcamp von Flüchtlingen vor der Semperoper attackiert. Die Polizei konnte Schlimmeres verhindern.
Update: 03.03.2015 - 09:37 Uhr 70 Kommentare
Die Polizei trennt am 02.03.2015 in Dresden (Sachsen) vor der Semperoper die Unterstützer des Flüchtlingscamps und die Demonstranten der Pegida. Quelle: dpa
Pegida-Kundgebung in Dresden

Die Polizei trennt am 02.03.2015 in Dresden (Sachsen) vor der Semperoper die Unterstützer des Flüchtlingscamps und die Demonstranten der Pegida.

(Foto: dpa)

DresdenNach dem Ende einer Kundgebung der Pegida-Bewegung haben in Dresden etwa zwei Dutzend Rechtsextreme ein Protestcamp von Flüchtlingen auf dem Platz vor der Semperoper attackiert. Die Polizei ging am Montagabend dazwischen und konnte Schlimmeres verhindern. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt, wie ein Polizeisprecher in der Nacht zum Dienstag berichtete.

Auf dem Platz hatten sich mehrere hundert Unterstützer der Flüchtlinge eingefunden, um eine für den Abend erwartete Räumung des Zeltlagers zu verhindern. Zeitgleich zum Ablauf der ursprünglichen Räumungsfrist waren am Abend erneut rund 6000 Anhänger der islamkritischen Pegida-Bewegung durch Dresden gezogen.

Nach Ende der Kundgebung strömten etwa 100 Menschen direkt zum Protestcamp. Während etwa zwei Dutzend Pegida-Anhänger den Platz zu stürmen versuchten, forderten andere verbal die Räumung des Camps. Am Rande kam es zu Rangeleien. Die Polizei war unter anderem mit Beamten zu Pferd im Einsatz und riegelte den Theaterplatz später mit Fahrzeugen ab.

Am Dienstagmorgen wurde das Protestlager dann geräumt. „Die Camp-Bewohner bauen momentan alles ab“, sagte ein Sprecher der Demonstranten. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Dresden die Einsprüche der Organisatoren gegen die Räumungsverfügung abgelehnt.

Auch in Leipzig gingen Anhänger des Pegida-Ablegers auf die Straße. Am Rande seien fünf Legida-Sympathisanten von vermummten, schwarz gekleideten Männern angegriffen worden, berichtete die Polizei. Diese hätten sie geschlagen, zu Boden getreten und ihnen Reizgas ins Gesicht gesprüht. Die fünf Legida-Protestler wurden ambulant behandelt. Insgesamt sprachen die Ermittler aber vom bislang wahrscheinlich friedlichsten Demonstrationsabend.

Trotz Verbots versammelten sich auch in der belgischen Hafenstadt Antwerpen am Montagabend etwa hundert Pegida-Anhänger. Die Polizei umringte die Demonstranten nach einem Bericht der belgischen Nachrichtenagentur Belga. Einige Menschen wurden festgenommen.

Die Stadtverwaltung hatte die Demonstration als zu gefährlich verboten. In Belgien gilt die zweithöchste Terrorwarnstufe. Fahnder verhinderten im Januar nach Behördenangaben einen größeren Anschlag islamistischer Extremisten.

  • dpa
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70 Kommentare zu "Pegida in Dresden: Rechtsextreme gehen auf Flüchtlingscamp los"

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  • Das geistige Niveau dieses "Berichtes" würde ich als gequirlten Stuhlgang eines Verwirrten bezeichnen. Jeder dahergelaufene Scheinasylant ist neuerdings ein Flüchtling, Maria und Josef waren 2000 Jahre lang Reisende, nun ist Jesus Christus neuerdings ein Flüchtlingskind. Wenn angereiste wahre Flüchtlinge noch Potenzial für eine Demorevolte haben, dann darf man wohl den Flüchtlingstatus hinterfragen. Wo bleiben denn im Handelsblatt die groß aufgemachten Berichte, wenn Linksautonome Menschen auf der Straße zusammenschlagen oder zusammentreten? Sorry, politische Berichterstattung im Handelsblatt ist auch schon längst mainstreamorientiert. Kann man es Menschen verdenken, wenn sie dann von der Lügenpresse reden?

  • Herr Sageder,
    was ht denn die AfD damit zu tun?
    Hören Sie mal auf mit Ihren Lügen

  • Marcus Bullowski,
    allervollste Zustimmung. Genau so ist es

  • ein Protestcamp von Flüchtlingen
    ----------
    Verstehe ich das richtig, da hben Flüchtlinge sich zu Protesten niedergelassen?
    Wenn dem so ist, scheint von denen niemand Flüchtling zu sein.
    Ich ar auch mal Flüchtling, wir waren froh, dass wir in Freiheit waren und der Stasi entkommen sind. Protest hätte von uns niemand gemacht.
    Wir waren dankbar für alles was wir bekamen

  • Wo bleibt die ausgewogene Berichterstattung?

    Laut Augenzeugen gab es keine Aggressionen seitens der PEGIDA bis auf einige verbale Entgleisungen, aber auf der Seite der Gegendemo blieb es wieder nicht bei verbalen Attacken. Wie kommt es dann, zu dieser einseitigen Berichtserstattung in den Medien, in der FAZ kann man z.B. die Meldung noch nicht mal kommentieren, denn die Forumsfunktion ist geschlossen. Waren die Reporter, die Aggressionen gemeldet haben, wirklich alle vor Ort? Es sind auch nicht die Migranten, die am Zustand schuld sind, sondern die bunten "Unterstützer", die sich gegen die Gesellschaft stellen, keinen Hehl daraus machen, dass sie lieber eine ganz andere Republik hätten. Rot-rot-grüne machen auch schon Koalitionspläne mit ihren Vorstellungen. Schuld ist die Politik, die Bürger überfordert, Zuwanderung nicht steuert, solche Zustände duldet. Flüchtlinge, die meinen, dem Bürger auf dem Kopf tanzen zu müssen und öffentliche Plätze besetzen und verunstalten, sind offensichtlich nicht an einem friedlichen Leben und Weiterkommen in dieser Gesellschaft interessiert. Man sollte ihre Verfahren bevorzugt behandeln und sie des Landes verweisen, je schneller desto besser. Chaoten haben wir genug und auf der anderen Seite gibt es genug wirklich Notleidende, die auf unsere Hilfe warten.


  • Ausländerfeindlichkeit vor sich hertragen
    man nuß nicht ausländerfeindlich sein, wenn man fordert, dass nur Ausländer nach D kommen sollen, die auch bereit sind sich an unsere Gesetze zu halten.
    Das hat nichts mit Abschottung zu tun, das machen andere Staaten auch

    eine "rechte Demokratie" fordern
    es gibt weder eine rechte noch eine linke Demokratie, da sowohl Rechte, als auch Linke eine Diktatur wollen (3. Reich, DDR)

    Ausländer verprügeln
    gegen Schläger von rechts und von links muß die Polizei stärker vorgehen

    gegen Juden hetzen
    von einigen unverbesserlichen Neonazis abgesehen, geht die größte Gefahr für Junden derzeit von den so friedfertigen Islam(isten) aus

    sich an Abschiebungen von den Ärmsten aufgeilen
    Wenn das Asylverfahren (müßte deutlich beschleunigt werden) abgeschlossen ist, muß die Abschiebung umgehend erfolgen. Wird eigentlich die Abschiebung als "Happening" veranstaltet, bei dem man sich "aufgeilen" kann.

    menschenverachtend hetzen...nationale Hetze betreiben
    linke Hetze ist mindestens genauso gefährlich, weil sie verharmlost wird. Ich fine es z.B. menschenverachtend, dass wir nicht gegen die Schleuser unternehmen und sol tun, als ob wir alle Flüchtlinge dieser Welt in Europa aufnehme könnten. Die Ärmsten haben tausende von Dollar an Schlepper gezahlt.

  • "...dass sich der Vorfall im Polizeibericht ganz anders liest..."
    Richtig! In dem Moment entlarven sich die widerlichen Lügenmedien wieder einmal selbst.

  • Rechtsextreme gehen auf Flüchtlingscamp los! Diese Ausschreitungen haben die verantwortlichen der Stadtverwaltung und der OB von Dresden ganz alleine zu verantworten. Sie haben mit diesem sogenannten Flüchtling camp zu dieser Eskalation beigetragen. OB und Stadtverantwortliche sofort entlassen (auch Beamte), da schuld an diesen Ausschreitungen. Basta.

  • Stammtischler sind gesellige Menschen, Rechte sind genau so gut oder schlecht wie Linke, Verschwöringstheoretiker gibt auf allen Seiten, wenn jemand vor Gefahren warnt, muß er kein Angsthase sein und Schläger gehören bestraft, egal ob links oder rechts. Nur zeigen die Medien leider mehr Verständnis für linke Schlägertrupps. Pegida nimmt ein Grundrecht wahr (man nuß ja nicht mit deren Ansichten übereinstimmen) und die AfD ist eine demokratische Partei, die von Linken diskriminiert werden soll. Dabei haben es die Linken mit der Demokratie selber nicht so.

  • große Teile der jetzigen Politik befinden sich schon auf Stammtisch-Dummheit.

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