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Pegida und Lutz Bachmann Wie ein Superstar

Am Abend spazieren sie wieder, vielleicht wieder mit „Lutz-Plakaten“: Pegida-Protestler verehren Lutz Bachmann, der gar Niederlands Populisten Geert Wilders nach Dresden holt. Doch Pegida schwächelt, auch wegen Bachmann.
23.03.2015 - 15:13 Uhr 13 Kommentare
Reuig oder angriffslustig? Wie hätte sich der Mitbegründer der islamkritischen Pegida-Bewegung, Lutz Bachmann, vor Gericht verhalten? Der Termin platzte. Quelle: dpa
Pegida-Kundgebung in Dresden

Reuig oder angriffslustig? Wie hätte sich der Mitbegründer der islamkritischen Pegida-Bewegung, Lutz Bachmann, vor Gericht verhalten? Der Termin platzte.

(Foto: dpa)

Dresden Als Lutz Bachmann zuletzt vor knapp einem Jahr vor Gericht stand, nahm die Welt keine Notiz davon. Im März 2015 jedoch sieht es anders aus. Bachmann ist inzwischen als Mitinitiator und Frontmann der islam- und asylkritischen Bewegung Pegida zu bundesweiter Bekanntheit gelangt. Am Abend werden in Dresden wieder Tausende gegen die Islamisierung des Abendlandes „spazieren“ – und Bachmann mittendrin und am Rednerpult.

Durch so viel Ruhm wird im Zusammenhang mit dem Namen Bachmann selbst die Nachricht eines geplatzten Berufungsverfahrens wegen Verletzung seiner Unterhaltspflicht ein bundesweites Thema. Der 42 Jahre alte Dresdner war der Mutter seines Sohnes knapp 2.000 Euro schuldig geblieben und wurde dafür im April 2014 zu einer Geldstrafe von 1.600 Euro verurteilt. Am vergangenen Mittwoch sollte der Berufungsprozess am Landgericht Dresden stattfinden, die Justiz hatte sich schon auf ein großes Medieninteresse eingestellt.

Vor wenigen Tagen jedoch platzte der Termin und das erstinstanzliche Urteil wurde rechtskräftig. Nach Bachmann hat auch die Staatsanwaltschaft ihre Berufung zurückgenommen. Der Pegida-Chef kann aufatmen. Er muss sich keinem peinlichen Prozess stellen.

Keine Frage, es wäre interessant zu beobachten gewesen, wie Bachmann – der seit Monaten bei seinen Montagsspaziergängen über die christlich-abendländische Kultur philosophiert und fordert, straffällige Ausländer sofort abzuschieben – sich als Angeklagter vor Gericht gibt. Wie er sich verhält, wenn nicht er die Regeln bestimmt. Reuig? Demütig? Oder uneinsichtig, angriffslustig? Als Angeklagter verfügt Bachmann über einen ganzen Schatz an Erfahrungen.

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    Das Hitler-Selfie tat seiner Beliebtheit keinen Abbruch
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    13 Kommentare zu "Pegida und Lutz Bachmann: Wie ein Superstar"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Er will halt was sein.
      Hoffentlich hat er sich mit PeGiDa nicht übernommen.
      PeGiDa ist OK! Die Leute haben Weitsicht.
      Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • "lieber eine gemäßigte PEGIDA Organisation..."
      Das werden sich die abkommandierten Polizeikräfte wohl auch sagen, wenn man den linksradikalen, terrorbereiten human trash gesehen hat, der letzte Woche in Frankfurt abgehaust hat.

    • Solange die Verhältnisse so bleiben wie sie derzeit sind, wirds eine Bewegung wie PEGIDA geben. Und ganz so unrecht haben die ja nicht: "Abgelehnt, aber nicht abgeschoben.Nur einer von drei Asylbewerbern wird anerkannt. Trotzdem bleiben die meisten im Land." http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article138679239/Abgelehnt-aber-nicht-abgeschoben.html
      Das alles muss finanziert werden. Eine Studie hat ergeben, daß der/die typische PEGIDIANER/IN gut ausgebildet- Mitte 30 bis 50 ist, Kinder hat und in Lohn & Brot steht, der besser gesagt DIE typsiche Gegendemonstrantin dagegen sind jung, weiblich, erwerbslos und ohne Kinder. Gerne gesellen sich auch Rentnerinnen zu den Gegendemonstranten, immerhin haben sie im Ehrenamt wieder eine Aufgabe in ihrem Leben.
      UND: lieber eine gemäßigte PEGIDA Organisation, es könnte auch schlimmeres geben.

    • Das alles wird noch mehr wrden.
      Und wenn unsr gesamte Politik nicht endlich wiedr ordentliche Politik für Deutschland und die Deutschen Bürger macht, sind Bürgerkriege nicht mehr weit

    • Der braune Mob kocht.Da kann der Artikel so schlecht nicht sein.

    • Herr Bachmann hat anscheinend die Krankheit der meisten "Bewegungs Erfinder" : er ist zu selbstverliebt. Ein abgeklärter Idealist würde rechtzeitig Ausscau halten nach einem Stellvertreter /Nachfloger. Seine Bewegung hat durchaus Kern und äussert, was Millionen von Deutschen denken, aber nicht wagen, öffentlich zu sagen. Man kann es der AFD nicht verübeln, wenn sie sich schämt, sich mit Bachmann sehen zu lassen. Wäre Schäuble verurteilt worden, als die Gelder veruntreute, wäre er heute nicht Finanzminister,.

    • Da sieht man mal wieder wie die Presse versucht PEGIDA schlecht zu machen um von den Krawallen von Linksautonomen von vergangener Woche abzulenken.
      Die Politik hat Angst vor dem Druck der PEGIDA Bewegung und kann den stetigen Zulauf nicht stoppen und versucht es mit solch erfundenen Artikeln oder iregndwelchen gekauften Umfragen von der achsotollen Bertelsmannstiftung.

    • Super, es gibt Unruhe im Schweinestall an den Fresströgen und es wird weitergehen, nur schade das sich bisher keine Partei hinter diese Bewegung die aus dem Volk kommt stellt.
      Aber das kommt auch noch, 159000 likes auf Facebook ist gut und auch da werden es mehr.
      Unsere Reichspropagandasender verschweigen ja mittlerweile gerne diese Bewegung, alles erinnert an das Ende der DDR.
      Wie groß der Frust ist kann man daran sehen das der "Deutsche" es eher bequem liebt und nicht auf die Strasse geht.
      Alles Respekt, die haben sich nicht provozieren lassen, sind friedlich geblieben,
      Pegida live heute Abend bei RT-Ruptly z.b. bei Kopp online oder You-Tube, anschauen lohnt sich auf jeden Fall.

    • Als Teilnehmer der Pegidabewegung schüttle ich über diesen Artikel nur den Kopf. Nicht umsonst rufen wir „ Lügenpresse“. Nicht das Flüchtlingsproblem sondern die allgemeine Unzufriedenheit mit der Entwicklung in Deutschland steht im Mittelpunkt der Proteste. Lutz Bachmann wird von den Teilnehmern nur als Organisator wahrgenommen. Das Hitlerbild ist eine Fälschung. Der organisierte Terror der Antifa, die Schikanen der Obrigkeit und die Verunglimpfungen gegen Pegida werden verschwiegen. Verhandlungen mit inkompetenten Politikern sind sinnlos, solange in unserem Marionettenstaat die Entscheidungen woanders gefällt werden. Die Wirkung der Bewegung ist die Demaskierung der deutschen Zustände, um die Bevölkerung aufzuklären.

    • Auch wenn "Populist" das Lieblingswort der linksextremen Schmierpresse ist... solche Menschen sind mir wesentlich sympathischer (und wertvoller!) als das Pack, das letzte Woche in Frankfurt Millionenschäden und viele verletzte Polizisten auf dem (nicht vorhandenen) Gewissen hat. Mit jedem solchen Artikel steigt der Zulauf für Pegida! Weiter so!

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