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Peinliche Panne München patzt erneut bei Olympia-Bewerbung

Bei der Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2018 ist es in Vancouver zu einer zweiten peinlichen Panne gekommen. Die bayerische Staatskanzlei hat mit einer Einladung zum Pressegespräch gegen die Regeln des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verstoßen. Zuvor war Münchens Oberbürgermeister Christian Ude bereits eine Panne unterlaufen.
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München träumt von den Olympischen Spielen 2018 in der eigenen Stadt - doch die Bewerbung läuft alles andere als rund. Quelle: dpa

München träumt von den Olympischen Spielen 2018 in der eigenen Stadt - doch die Bewerbung läuft alles andere als rund.

(Foto: dpa)

HB VANCOUVER. Die bayerische Staatskanzlei hatte anlässlich des Besuchs von Ministerpräsident Horst Seehofer am Freitagabend (Ortszeit) zu einem Pressegespräch eingeladen. Wie es in der mit "Werben für Olympia 2018 in Bayern" überschriebenen Mitteilung hieß, wollte der CSU-Politiker über erste Eindrücke und Ziele seiner Reise informieren. Erlaubt ist dies nach den Statuten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nicht, da München sich bereits am Montag zuvor auf einer internationalen Pressekonferenz bei den Winterspielen präsentiert hat. Kurzerhand wurde das Pressegespräch deshalb zum "Hintergrundgespräch" deklariert.

"Es hat nicht stattgefunden", erklärte Bernhard Schwank, Geschäftsführer der Münchner Bewerbungsgesellschaft und Chef des Mission des deutschen Olympia-Teams in Personalunion, zum verhinderten Pressegespräch. Allerdings wurde der anberaumte Medientermin im "Deutschen Haus" von Vancouver, der im Rahmen eines bayerischen Abends stattfinden sollte, erst nach hektischen Aktivitäten hinter den Kulissen abgeblasen.

"Es war ein Missverständnis mit der bayerischen Staatskanzlei, deshalb wird es das Gespräch in dieser Form nicht geben", erklärte Toni Lösch, Sprecher der Münchner Bewerber. Bei dem in aller Eile zum Hintergrundgespräch umgewidmeten Treffen mit Journalisten waren keine Fragen zur Olympia-Bewerbung erlaubt. Erst danach gab Seehofer in Einzelinterviews Antworten zu München 2018, was Lösch "grenzwertig" fand.

Bereits der zweite Fauxpas

Es war bereits der zweite Fauxpas Münchens bei den Vancouver-Spielen und in unmittelbarer Nähe zum IOC, das seit dem Korruptionsskandal von Salt Lake City 2002 besonders strikte Regeln für Olympia-Bewerber erlassen hat. Bei der genehmigten Vorstellung der Vorzüge des Münchner Konzepts am Montag war Oberbürgermeister Christian Ude schon ein Fehler unterlaufen. Der SPD-Politiker hatte vor der Weltpresse in Vancouver erwähnt, beim Oktoberfest habe es "niemals" einen ernsthaften Vorfall gegeben. Am 26. September 1980 waren bei einer Bombenexplosion direkt am Eingang der Wies'n allerdings 13 Menschen ums Leben gekommen und 211 zum Teil schwer verletzt worden. Ude entschuldigte sich später.

In den Einzelinterviews mit Journalisten warb Seehofer schließlich doch noch für München 2018 und verkündete, Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Engagement für die Olympia-Bewerbung bewegen zu wollen. "Ich werde schauen, die Kanzlerin, soweit es erlaubt ist, für die Präsentation zu gewinnen", sagte Seehofer. "Die Bewerbung für die Olympischen Spiele ist ja eine nationale Angelegenheit."

Dies soll auch mit der Willkommensfeier für das deutsche Olympia- Team am 2. März auf dem Münchner Marienplatz demonstriert werden. "Da wird mit vielen Tausenden von Bürgern für die Olympische Idee geworben", sagte Seehofer. "Es scheint mir wichtig, dass man international zeigt, da ist eine Bewegung im Volk, und es ist keine Sonderveranstaltung von Funktionären, die sich beweihräuchern wollen." Ernstnehmen will er die Olympia-Gegner. "Ich möchte, dass man die Leute überzeugt und nicht überfährt", sagte Seehofer.

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2 Kommentare zu "Peinliche Panne: München patzt erneut bei Olympia-Bewerbung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Seehofer, das Nationale - und Olympias Sicherheit

    Wenn der Zwerg CSU flüstert "ich werde Merkel versuchen...nationale Angelegenheit", so soll er mal seine Mordkommission (MMK) ansehen, wo gerade einer (da sind wir noch sehr, sehr gnädig!) der höchsten Kripo-beamten des vielfachen "Draufwichsens" von DNA-Spuren an Unschuldige überführt ist. Geständnisse Formsache. Den "Eisenpaul" (Spitznahme von Paul Obereisenbuchner K11) bekommen Sie vor ein öffentliches Gericht", sagte gestern bei einem Pressegespräch der neue Leiter der MMK, Markus Kraus. Geschützt wurden V-Leute der Polizei, allesamt ultrarechter Gesinnung und noch immer frei, damit ja keiner dem CSU-innenminister und seinem Referenten Weißhaupt "verbrennt". Die Opfer in der Psychiatrie der bKHs in bayern werden zwangsbeglückt mit Pharmabrummern, dass sogar die Hersteller wie Novartis und Aventis aufstöhnen. Tja, das cSSu-Nationale wurde von "Olmpia" und der Welt ausgeschlossen. Gott sei Dank! Die CSU-Höllenfahrt mit Seehofer als Front-Achterbahner beginnt! Sonst noch was? bP

  • bayrische Politiker bewegen sich, wie gewöhnlich, sehr sicher auf internationalem Parkett. Aber sie nutzen das falsche Schuhwerk und rutschen oft aus. Sie sollten lieber bei ihren Leisten bleiben und an ihren Stammtischen.

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