Personalberater geben Tipps Wie Guttenbergs neue Jobchancen aussehen

Seine Tage als Minister und Abgeordneter sind vorerst gezählt - was wird aus Karl-Theodor zu Guttenberg? Schlossherr, Start-up-Unternehmer oder doch Kanzler? Vier renommierte Personalberater geben eine Einschätzung ab.
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Guttenbergs (r.) Zeit als Verteidigungsminister ist vorbei. Was kommt nun? Quelle: dapd

Guttenbergs (r.) Zeit als Verteidigungsminister ist vorbei. Was kommt nun?

(Foto: dapd)

Düsseldorf Am Donnerstag hat Karl-Theodor zu Guttenberg die Führung des Verteidigungsministeriums in die Hände seines Nachfolgers Thomas de Maizière gelegt. Auch sein Bundestagsmandat hat er zurückgegeben. Nun steht der fränkische Freiherr quasi ohne Job da. Handelsblatt Online hat renommierte Headhunter befragt, welche Jobchancen sie dem Ex-Bundesminister in der freien Wirtschaft einräumen. Immerhin war der Jurist zuvor als Verwalter der familieneigenen Vermögensgesellschaft tätig und saß einige Jahre im Aufsichtsrat des Rhön-Klinikums. Gottschalk-Nachfolger, Aufsichtsrat oder unvermittelbar - die Meinungen über Guttenbergs Jobaussichten sind geteilt.

Heiner Thorborg, Personalberater

"Im Augenblick ist Guttenberg verbrannt und für nichts einsetzbar. Wirtschaftskompetenz hat er eh nicht, kommt also für eine leitende Position in der Wirtschaft überhaupt nicht in Betracht. Ein Comeback kann ich mir nur politisch vorstellen, aber auch das nicht sofort. Ich hoffe, dass er aus dieser schweren Niederlage lernt und sie sich zu Herzen nimmt. Betrug ist kein Kavaliersdelikt, aber auch Betrüger haben eine zweite Chance verdient. Er hat in seinem Leben wahrscheinlich noch nie richtig kämpfen müssen, ein verwöhnter junger Mann, dem leider noch viel persönliche Reife fehlt. Vielleicht ein Blender? Einiges spricht dafür.

Heiner Thorborg Quelle: PR

Heiner Thorborg

(Foto: PR)

Ich hoffe für ihn, dass er sich nicht nur darüber schämt, erwischt worden zu sein, sondern tiefe Scham darüber empfindet, was er mit dieser Idiotie angerichtet hat. Wem soll man denn noch glauben, wenn selbst sogenannte Hoffnungsträger wie er Glaubwürdigkeit und Wertvorstellungen so mit Füßen treten. Er ist noch jung genug, aus seinen Fehlern zu lernen. Ist er bereit dazu, dann kann er immer noch eines Tages Bundeskanzler werden."

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6 Kommentare zu "Personalberater geben Tipps: Wie Guttenbergs neue Jobchancen aussehen"

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  • das ist ja richtig erschreckend, dass nur der Hr. Thorborg sieht, dass der Kaiser nackt ist.

  • Da in der Wirtschaft auch keine wirklichen Fachleute mehr sitzen, mag die Einschätzung dass Guttenerg in der Wirtschft Chancen hätte, wohl stimmen.
    Unsere Wirtschaft besteht doch nur noch aus BWLer, die glauben, mit dem Laptop, ein paar Controllerzahlen und hin und wieder dümmlichen Power-Point-Präsentationen könne man ein Unternehmen leiten.
    Ach ja, hinzu kommt noch die Gier. Mehr Qualifikationen sind in der Wirtschaft auch nicht mehr nötig
    Genau deswegen läuft es ja nicht mehr rund
    Und zum Präsentieren auf dem Bundespresseball und sonstigen Events, für die frühere Chefs weder Zeit noch Lust hatten, da es ihnen zu primitiv war, hat man dann Guttenberg.
    Na dann viel Spaß.
    Armes Deutschland

  • Behnke/Korn/Ferry = für die Wirtschaft wäre G. noch zu akzeptieren! - Klar, denn Lügen und Betrügen ist das normale Geschäft im Turbo-Kapitalismus!

    Stimpel/Heidrick&Struggles = G. ist eine starke Persönlichkeit, würde gut zu gemeinnützigen Organisationen oder in einen Aufsichtsrat passen! - vielleicht spielt man in gemeinnützigen Organisationen auch nur vor, dass man gemeinnützig ist, und ja in einem Aufsichtsrat ist es womöglich vorteilhaft die Vorgehensweise von Täuschern und Blendern zu kennen, aber eine starke Persönlichkeit????, Sie meinten sicher: stark gestörte Persönlichkeit!

  • Peinlich peinlich Herr Thorburg: Guttenberg hat keine Wirtschaftskompetenz - aber wir einen Wirtschaftsminister hat es noch gereicht.
    Wirtschaftskompetenz hat natürlich Herr Schröder. Von Herrn T. möchte ich mich jedenfalls nicht beraten lassen.

  • ...er wird genau wissen, was er zu tun hat! Und hoffentlich nicht mehr in die POLITIK zurückkehren. Das wäre mein Rat an Ihn. Er sollte auf die kluge Dame von Heidrick & Struggles hören...die anderen Beratermeinungen sind m.E. zu überlesen.

  • Es ist schon erstaunlich, wie sogar renomierte Personalberater einem Blender und Betrüger aufsitzen - spricht nicht gerade für die Qualität deutscher Personalberater.

    Dr.W.D.Mayer

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