Personaldebatte FDP-Mittelständler fordert Rösler-Rücktritt

Wer keine Leistung bringt, muss gehen, fordert der Vorsitzende der Vereinigung Liberaler Mittelstand. Das gelte auch für Philipp Rösler. Liberalen-Vize Zastrow redet den Personalstreit lieber klein: Berlin sei nicht der Nabel der Welt.
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Ein Plakat von FDP-Chef Philipp Rösler in Hannover. Quelle: dpa

Ein Plakat von FDP-Chef Philipp Rösler in Hannover.

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BerlinDer FDP-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der FDP-nahen Vereinigung Liberaler Mittelstand, Thomas Kemmerich, hat Parteichef Philipp Rösler zum Rücktritt aufgefordert. „Rösler muss selbst erkennen: Ich bin im Moment außer Form, also wechsle ich mich aus“, sagte der thüringische FDP-Abgeordnete dem Magazin „Wirtschaftswoche“.

Das verlange er im Unternehmen, „das muss ich auch in meiner Partei verlangen“, sagte Kemmerich laut Vorabbericht vom Samstag. Wegen der schlechten Umfrageergebnisse müsse eine neue Führung her. „Die FDP ist die Partei der Marktwirtschaft und der Effizienz - und drei Prozent sind nicht effizient.“

Hingegen rief der stellvertretende FDP-Vorsitzende Holger Zastrow seine Partei auf, den Führungsstreit zu beenden. „Einfach mal die Klappe halten“, verlangte er im Magazin „Focus“. Die Bundespartei solle aufhören, die erfolgreiche Arbeit in den Ländern zu torpedieren. „Gebt den Niedersachsen eine Chance“, sagte er mit Blick auf die Landtagswahl am 20. Januar: „Berlin ist nicht der Nabel der Welt.“

Der Führungsstreit in der Bundes-FDP hat die Partei in Umfragen abstürzen lassen. Bundesweit liegt sie derzeit bei nur zwei bis vier Prozent. In Niedersachsen könnte sie den jüngsten Erhebungen zufolge knapp den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. Sollte die FDP in Niedersachsen scheitern, gilt ein Rücktritt Röslers als unvermeidlich.

  • rtr
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8 Kommentare zu "Personaldebatte: FDP-Mittelständler fordert Rösler-Rücktritt"

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  • Also da ist nicht nur Rösler unfähig, sonder da müßte man den gesamte Budnestag leeren und dann einen Neuanfang.
    Und das sit auch dringend erforderlich

  • Ein Rücktritt oder Sturz Röslers löst das Problem nicht.

    Die gesamte FDP ist buchstäblich mit "Siechtum und Lepra" verseucht. Die FDP kann sich nur erneuern, wenn die ganzen Minderleister und "Diätenschmarotzer" weg sind. Dies ist nur möglich, wenn die FDP für ein paar Jahre von der politischen Bühne verschwindet, weil damit auch die "Diätenschmarotzer" verschwinden werden!

  • damit der Rösler weitermachen kann will er sich nun leihstimmen geben lassen. bei den Umfragewerten, haha, scheint es zu klappen.

  • Was muß eigentlich den Alt-Vorderen-FDP-Vizekanzler und Außenminister a.D. geritten haben, daß er in dem Knaben Lindner den zukünftigen Mann an der Spitze der fdp sehen will?

    Oder anders herum, warum geht jemand zum Alt-Vorderen-Bundeskanzler- und Mehrfachminister der spd und wird anschließend zum Kanzlerkandidaten derselben Partei durch ein Dreigestirn ausgerufen?

    Die anglo-amerikanische Schiene in den Parteien scheint unverkennbar und wird ungebremst auf Linie getrimmt. Soweit mit dem Mammon und dem ersten Anspruch einer Geldkaste, soweit sind wir bereits in EUropa verkommen, daß sich eine BundeskanzlerIN selbst als Revolutionärin vorkommt.

    Gemach, es kommt auch falsche Revoluzzer, die ganze Völker in Geiselhaft nahmen. Unselbständige sind ein gefundenes Fressen, wie auch solche, welche als selbständig Schaffende gerade mal um den Mindestlohn herumkurven mit Zuschlag aus dem Steuersäckel.

    Fürwahr hat es nicht nur den Anschein, daß es sich bei unseren Politikern um solche Menschen handelt, die erstens die blinkende Münze und den weiteren Karrieresprung im Auge haben und zweitens mit dem Wählervotum so freizügig in den Parteien umgehen, da kommt es auf einen blitzschnellen Umzug von einem Bundesland ins andere eh nicht mehr drauf an. Wenn die Partei ruft, da sollten sie schon dort angekommen sein, wo nichts mehr geht. Diese brauchen die Vorderen in der Partei dann weniger zu fürchten. Wer irgendetwas unter den Schuhen oder im Anzug versteckt hat, dem wird durch "mobbing" einer beispielhaften Presse geholfen. Entweder fährt die Kiste ohne ihn weiter oder sie werden auf lautloseren Sohlen entsorgt. Beispiele arten meist in ungelöste Fälle aus. Bei der Umkehr der Beweislast, haben diejenigen dann nichts mehr zu sagen.

  • Aha, Berlin ist nicht der Nabel der Welt? Sorry, aber Berlin ist doch so sexy.

    Und wenn ich mir das Verhalten der ReGIERung ansehe, ist Berlin mal eher das Füllhorn der Welt.

  • Möllemann hat gemuckt, gegen wen ist bekannt, weg war er.
    Westerwelle wollte die restlichen amerikanischen atomaren Sprengkörper auf deutschem Boden weg haben, zudem hat er sich geweigert in Lybien mitzumachen, weg war er.
    Rösler hat gewagt, den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone für möglich zu halten, weg wird er sein.
    Wer nicht zu hundert Prozent angepasst ist an den pol. Mainstream, wo es um mehr geht als Pendlerpauschale, Kitaplätze und Ehegattensplitting, darf getrost damit rechnen seinen Schreibtisch aufräumen zu dürfen und "aus die Maus" und "weg vom Fenster" wenn ihm nicht noch Übleres droht, wie dem armen Wulff, der es gewagt hat, in Lindau am schönen Bodensee wider den Stachel zu löcken.

  • FDP = Fast Drei Prozent

  • Es ist seltsam in der FDP. Immer wenn ich einen Politiker beginne gut zu finden..Möllemann..iwann dann sogar Westerwelle jetzt Rössler (Was hat er getan..in letzter zeit spricht der mehr Klartext als jeder andere in der Koalition)..werden die jungs gestürzt. Die Basis scheint unter kollektivem Schwachsinn zu leiden. Es kann nicht sein das ein Mann für die ganze Suppe verantwortlich gemacht wird. Aber solange Wiederlinge wie Lindner durch die Talkshows geistern kann man keine guten Umfrageergebnisse erwarten.

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