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Personalwechsel Friedrich Merz soll Vize-Präsident des CDU-Wirtschaftsrats werden

Neuer Job für Friedrich Merz in Aussicht: Der CDU-Politiker soll Vize-Präsident des CDU-Wirtschaftsrats werden. Für die Christdemokraten selbst kommt das überraschend.
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Der CDU-Politiker zieht sich nicht von öffentlichen Ämtern zurück: Er soll nun eine größere Rolle als bisher im CDU-Wirtschaftsrat spielen. Quelle: dpa
Friedrich Merz

Der CDU-Politiker zieht sich nicht von öffentlichen Ämtern zurück: Er soll nun eine größere Rolle als bisher im CDU-Wirtschaftsrat spielen.

(Foto: dpa)

BerlinFriedrich Merz bleibt seiner Ankündigung treu, nicht in Parteigremien der CDU arbeiten zu wollen. Sehr politisch dürfte sein wahrscheinlicher künftiger Job trotzdem werden: Der CDU-Politiker könnte nach seiner Niederlage bei der Wahl zum CDU-Chef gegen Annegret Kramp-Karrenbauer und seinem Rückzug vom Vorsitz der Atlantik-Brücke bald Vizepräsident des CDU-Wirtschaftsrats werden.

„Herr Merz hat seine Bereitschaft erklärt, Vize-Präsident des Wirtschaftsrates zu werden und sich noch mehr als bisher einzubringen“, bestätigte ein Sprecher des Wirtschaftsrats dem Handelsblatt. Zuerst hatte die „Bild“ darüber berichtet. Merz sitzt bereits seit 1999 im Präsidium des Wirtschaftsrats.

Für die CDU kommt der Vorstoß überraschend. In der Partei habe man von der Personalie nichts gewusst, erfuhr das Handelsblatt aus Parteikreisen. Der Verein trägt zwar die drei Buchstaben im Namen, ist allerdings formal ein CDU-naher Verein und kein Parteigremium.

Der CDU-Wirtschaftsrat wählt am 4. Juni sein neues Präsidium. Nachfolger von Präsident Werner Bahlsen soll die bisherige Schatzmeisterin, Astrid Hamker, werden. Sie ist Gesellschafterin und Mitglied des Beirates der Piepenbrock Unternehmensgruppe in Georgsmarienhütte.

Sie war es auch, die Merz gebeten hat, ihr Stellvertreter zu werden. Der Präsident oder die Präsidentin des Wirtschaftsrates ist qua Amt auch beratender Teilnehmer im Bundesvorstand der CDU und kann so mitunter auch Einfluss auf die Parteipolitik nehmen.

„Ich schlage ihn unseren Gremien am 11. April und dann bei der Bundesdelegiertenversammlung auf dem Wirtschaftstag am 4. Juni vor“, sagte Hamker der „Bild“ zum Zeitplan des Personalwechsels. Merz sei im Wirtschaftsflügel der Partei noch sehr beliebt, ergänzte Hamker.

Dem Bericht zufolge soll Merz auch für den Wirtschaftsrat in den Wahlkämpfen für die Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg auftreten. Zudem tauscht er sich regelmäßig mit Kramp-Karrenbauer zu wirtschafts- und finanzpolitischen Themen aus.

Merz selbst hatte stets betont, dass er sich nach der Niederlage bei der Wahl des CDU-Vorsitzes im vergangenen Dezember keineswegs ganz von öffentlichen Ämtern zurückziehen wolle, auch seine Arbeit im Aufsichtsrat von Blackrock hat Merz wieder aufgenommen.

Mit seinem neuen Posten im Wirtschaftsrat „erfüllt Friedrich Merz eine große Erwartungshaltung vieler seiner Anhänger“, sagte Hamker der „Bild“. Der Wirtschaftsflügel repräsentiere viele der rund 49 Prozent der Delegierten, die Friedrich Merz beim CDU-Parteitag gewonnen hat. „Deshalb erwarte ich eine große positive Resonanz“, so Hamker.

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