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Peter Altmaier „Twitter-König“ der CDU wird Minister

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Sympathie für die Piraten

Die prominente Piratin Marina Weisband verriet dem Focus bereits, dass sie sich den Unionsfraktionsgeschäftsführer gut in der Piratenpartei vorstellen könne. Vom Umgang mit dem Internet, so glaubt Altmaier im Gegenzug, könne auch die Union für ihre Politik einiges lernen. In einem Gastkommentar für das Handelsblatt lobte er, die Piraten würde „keine Steine werfen, sondern Fragen stellen“.

In der Netzpolitik nahm Altmaier häufig Positionen ein, die den Piraten ähnlicher sind als der eigenen Partei. Konsequenterweise beglückwünschte er die Piraten auf Twitter regelmäßig zu ihren guten Wahlergebnissen – und betonte zuletzt, dass er sich freue, dass die Piraten den Platz der Linken eingenommen hätten. Schon früh zeigte er sich auch für die Grünen offen. Altmaier gehörte zur sogenannten „Pizza-Connection“ schwarz-grüner Abgeordneter, die sich regelmäßig zu Gesprächen trafen.

Der Saarländer ist selten sprachlos. Englisch, Französisch oder Niederländisch und schon gar nicht auf Deutsch. Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion muss kein Mikrofon scheuen.

Altmaier war Justiziar der Fraktion, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium unter dem heutigen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und arbeitete vor seiner Parlamentszeit mehrere Jahre in Brüssel für die Europäische Kommission.

Auch im Herzen ist Altmaier Europäer - und er ist ein Altmeister im Argumentieren. Ein Beispiel: Die eigenen Leuten soll er gewarnt haben, dass sie mit einem Nein zum EFSF auch das Euro-Werk von Altkanzler Helmut Kohl und Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel gefährden würden. Mit einem Ja hingegen könnte die Koalition die Krise in den Griff bekommen und ihre Aussichten für die Bundestagswahl 2013 verbessern. Also vielleicht doch ein bisschen Zuckerbrot und Peitsche.

Autor Stephan Dörner auf Twitter

  • dpa
  • std
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