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Peter Limbourg Unmut in der Politik über Deutsche-Welle-Chef

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„Als Rumpfsender hat die Deutsche Welle keine große Zukunft“
Was die Chefs von ARD und ZDF einstreichen
dr_helmut_reitze
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Fast alle Sender der ARD legen mittlerweile die Verdienste ihrer Intendantin oder ihres Intendanten offen. Einzige Ausnahme: der Hessische Rundfunk (HR). Das Gehalt des Intendanten Helmut Reitze (Foto) ist Verschlusssache. Der „Focus“ und die „Süddeutsche Zeitung“ schätzten das Gehalt Reitzles einmal auf 215.000 bis 220.000 Euro. Die Gehälter der anderen Senderchefs sind allerdings öffentlich – und jetzt hat das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ auch ihre Nebenverdienste recherchiert.

(Foto: PR)
Thomas Kleist
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Thomas Kleist ist Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR). In diesem Jahr wird Kleist nach „Spiegel“-Angaben 216.762 Euro verdienen. Besonders interessant ist jedoch Kleists Nebenverdienst. Auf 16.620 Euro zusätzlich kommt Kleist – der Chef des kleinen SR streicht damit nebenbei mehr ein, als so mancher Intendant eines größeren Senders.
Nebenbei verdienen die Intendanten meistens durch Aufsichtsratsposten bei ARD-Tochterunternehmen. Die Tätigkeiten gehören zwar zum Job dazu, die Vergütung gibt es aber zusätzlich.

(Foto: )
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Als Dagmar Reim im Jahr 2003 Intendantin beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) wurde, war sie die erste Frau an der Spitze einer ARD-Anstalt. Die RBB-Chefin verdient mittlerweile 228.000 Euro (2012). Nebenher bekam sie 12.000 Euro – von denen sie allerdings 3000 Euro spendete.

(Foto: PR)
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Beim kleinsten und ärmsten Sender der ARD, Radio Bremen, verdiente Jan Metzger im vergangenen Jahr 246.000 Euro. Bis zum Jahr 2012 gab es zudem 12.000 als Nebenverdienst für den Intendanten. Seit März bezieht Metzger allerdings keine Vergütung mehr für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der Sendertochter Bremedia.

(Foto: PR)
MDR will sich neu erfinden - Intendantin zieht 100-Tage-Bilanz
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Karola Wille ist die Chefin des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Im Jahr 2012 kam Wille auf ein Jahressalär von 247.801 Euro. Dazu kommen Nebenverdienste, die sich auf 21.888 Euro summieren. Bei der Compliance-Beauftragten des MDR hat Wille laut „Spiegel“ allerdings eine Untersuchung zum Thema Nebenverdienste in Auftrag gegeben.

(Foto: dpa)
ZDF-Intendant Thomas Bellut
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„Mainzelmann“ Thomas Bellut ist seit dem 15. März 2012 Intendant des ZDF. Bis zum Jahresende verdiente Bellut beim Zweiten 276.173 Euro. Dazu kamen 33.291 Euro aus Nebenjobs.

(Foto: dpa)
40 Jahre "Sesamstraße"
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Lutz Marmor – hier bei der Pressekonferenz zum 40. Geburtstag der Sesamstraße – erhält als Intendant des Norddeutschen Rundfunks (NDR) im laufenden Jahr 305.417 Euro. Obendrauf gibt es 27.000 Euro – unter anderem aus Mandaten bei zwei Banken und einer Versicherung.

(Foto: dpa)

Zu den Unterzeichnern gehören neben Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, dem Pianisten Alfred Brendel und der kenianischen Germanistin Auma Obama zahlreiche weitere Prominente, darunter die Filmregisseure Fatih Akin, Volker Schlöndorff und Andreas Dresen, die Schriftsteller Peter Esterházy, Felicitas Hoppe und Martin Walser.

Auch die Wissenschaftler Herfried Münkler, Wolf Singer und Mojib Latif, die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und des Goethe-Instituts, Jutta Limbach, sowie die frühere Staatsministerin für Kultur und Medien, Christina Weiss unterstützen den Protest. Musiker wie die Sängerin Patricia Kaas, Smudo von den Fantastischen Vier oder Fritz Kalkbrenner gehören auch dazu.

In dem Brief, der am Montag auch dem Verwaltungsrat der Deutschen Welle vorgelegt werden soll, rufen die Unterzeichner die politisch Verantwortlichen auf, die Pläne Limbourgs zu stoppen. „Die Deutsche Welle muss in ihrer Sprachenvielfalt erhalten bleiben“, heißt es in dem Schreiben.

Insbesondere der mögliche Verzicht auf die deutsche Sprache umtreibt die Mitarbeiter der Welle. „Die chronische Unterfinanzierung der Deutschen Welle darf nicht dazu führen, dass das Herz des Programms zerstört wird“, unterstreichen sie, zumal Deutschlands Ansehen in der Welt ständig wachse und die Stimme Deutschlands immer mehr an Bedeutung gewinne. Die Deutsche Welle, so die Unterzeichner des Briefs, vermittle Werte und Kultur des Landes und begleite das Weltgeschehen engagiert und kritisch. Sprache sei zentral für die Identität eines Landes. Mit dem Verlust der deutschen Sprache würde die Deutsche Welle daher „auch ihre Blickwinkel und Themen verlieren“.

Der CDU-Politiker Kiesewetter sagte dazu: „Leute, die die Deutsche Welle hören wollen, wollen nicht ausschließlich englisch hören.“ Da gebe es andere, erfahrenere Sender wie CNN, BBC und leider auch Russia Today. „Gerade gegen Russlands Medien brauchen wir eine glaubwürdige, auch in deutscher Sprache sendende Deutsche Welle“, betonte der Bundestagsabgeordnete. Zugleich müsse die Welle in Weltsprachen senden, dazu gehöre englisch, französisch, spanisch und auch han-chinesisch. „Deshalb kommen wir um eine politische Entscheidung für mehr Geld nicht herum“, fügte Kiesewetter hinzu. „Ansonsten wird die Deutsche Welle zu einem Rumpfsender ohne große Zukunft.“

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