Pflege-Versicherung Bahr stellt Finanzierungspläne vor

Die Pflegereform steht seit geraumer Zeit an. Es sollen etliche Dienstleistungen verbessert werden, etwa die Pflege von Demenzkranken. Bundesgesundheitsminister Bahr muss nun sehen, woher er das Geld dafür nimmt.
6 Kommentare
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Quelle: dpa

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP).

(Foto: dpa)

Berlin Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat die Versicherten indirekt auf höhere Beiträge zur Pflegeversicherung eingestimmt. Zwar seien die Details der anstehenden Pflegereform noch nicht entschieden, sagte der Minister der „Bild“-Zeitung vom Montag laut Vorabbericht. Er fügte aber hinzu: „Über die Finanzen unterhalten wir uns auch, denn gute Pflege gibt's nicht zum Nulltarif.“

Er bekräftigte die Pläne für die Einführung einer sogenannten kapitalgedeckten Säule. Künftig müsse stärker auf Eigenvorsorge gesetzt werden. Die Eckpunkte für die Pflegereform sollten ursprünglich vor der Sommerpause vorliegen, nun hat Bahr einen Entwurf für September versprochen. Erklärtes Ziel ist es, die Leistungen für Demenzkranke zu verbessern, Angehörige stärker zu unterstützen und den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Außerdem müsse es mehr ambulante Pflege statt teurer Heimpflege geben. Zudem dürften Pflegekräfte nicht zu Dumpinglöhnen beschäftigt werden.

Familien müsse es leichter gemacht werden, Angehörige zu pflegen, wobei Unternehmen stärker in der Pflicht seien. Bahr: „Auch Arbeitgeber müssen in solchen Situationen Verständnis zeigen und Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ermöglichen.“

Bahr steht dabei vor einem Dilemma: Die Verbesserungen kosten Geld - nach Ansicht mancher Koalitionspolitiker vier bis sechs Milliarden Euro, was bis zu 0,6 Beitragssatzpunkte ausmachen würde. Die Koalition hat aber versprochen, die Bürger zu entlasten. Als Reaktion auf den demografischen Wandel sieht der Koalitionsvertrag die Schaffung einer kapitalgedeckten Säule in der Pflege vor. Wie diese umgesetzt werden soll, ist unklar.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
  • dapd
Startseite

6 Kommentare zu "Pflege-Versicherung : Bahr stellt Finanzierungspläne vor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ huensche,
    die 0,99% gab es ab Juli, Ab Januar wurden aber bereits ca. 0,4% für den Eigenanteil an die Krankenkassen abgeführt.
    Wenn dann noch bedacht wird, dass ca. 94% der Rentnerinnen und ca. 49% der Rentner eine auf Beiträgen bezogenene Rente bis 1.000 EURO erhalten, kann durchaus von Versorgungsbetrug, in Relation zu Pensionen, gesprochen werden.
    Nicht berücksichtigt ist der angedachte höhere Beitzrag zur Pflegeversicherung.

  • Wenn diese N...utze von Politikern die gleichen Beitragssätze wie ein normaler arbeitender AN zahlen müßten, und auch die üblichen Renten erhalten würden, dann würde sich sehr schnell sehr viel ändern. Aber die Leben wie die Maden im Speck und quatschen nur saudämlich rum.
    Hätte die Politik ihre Abeit sorgfältig gemacht, dann wäre uns z.B. auch die Finanzkrise erspart geblieben. Schuld sind nicht die "Spekulanten" sondern die Politiker welche das Futter für die Spekulanten bereit gestellt hat.

  • Bahr ist ein ausgemachter und überforderter Dummkopf. Außer Beitragserhöhungen fällt dem nichts ein. Und das verkauft dann die FDP als mehr Netto vom Brutto. Das trifft sogar zu, nur nicht aufs Netto sondern auf Tara. Nur schlecht wenn man in der Schule nicht aufgepasst hat und Tara nicht kennt.

  • Bitte nicht vergessen, dass die Rentenentwicklung nahezu von der wirtschaftlichen Entwicklung abgekoppelt wurde, will heißen, dass die Renten nicht sinken können. von daher ist die Erhöhung um NUR einen Prozent gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass die Renten in der WWK nicht gesunken sind!

  • Anscheinend haben 20 Millionen Rentner aber zuvor Schwarz-Gelb gewählt! Jeder wusste, dass Schwarz-Gelb nicht für eine soziale Politik steht.

    Wenn dann geht man zur Wahl und macht seine Stimme ungültig, nur dann macht es ein wenig Sinn! Wollen Sie soziale Politik, müssen Sie die Linken wählen. Die machen es zwar nicht wesentlich besser aber nur dadurch lassen sich die großen Parteien zu einem Kurswechsel bringen.

  • Den Rentnern wirds gegeben -den Rentnern wirds genommen !

    Es ist eine Schande was hier mit den Rentnern getrieben
    wird . Lachhafte Rentenerhöhung zum 01.07.11 von 0,99% .

    Jetzt will Bahr (FDP)u. Spahn(CDU) die Beiträge der Pflege erhöhen .

    Damit wird die Rentenerhöhung zu einer Minus- Rentenerhöhung .

    Es ist eine Schande ,daß die Rentner durch die Politiker
    so abgezockt werden !

    Bei der nächsten Wahl werden 20 Millionen Rentner nicht mehr zur Wahl gehen .

    Es kann einfach nicht sein ,wenn Euro Bankrottländer
    bevorzugt werden u.Bürger von DE nur noch politisch abgezockt werden .

    20 MILLIONEN RENTNER WERDEN NICHT MEHR ZUR WAHL GEHEN !

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%