Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Pflegeversicherung Patientenschützer dringen auf Reform der Pflege-Finanzierung

Patientenschützer verlangen Maßnahmen der Bundesregierung. Sie kritisieren große Unterschiede zwischen den Bundesländern bei steigenden Pflege-Zuzahlungen.
Kommentieren
Der Spitzensatz für Pflegezahlungen liegt bei 2.337 Euro monatlich. Quelle: dpa
Pflege

Der Spitzensatz für Pflegezahlungen liegt bei 2.337 Euro monatlich.

(Foto: dpa)

Berlin Angesichts weiter steigender Zuzahlungen für Bewohner in Pflegeheimen dringen Patientenschützer auf ein rasches Gegensteuern der Bundesregierung. „Für eine zukunftssichere und bezahlbare Pflege muss die Finanzierung endlich grundlegend reformiert werden“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur.

Wie die gesetzliche Krankenversicherung bei der Behandlung von Krankheiten müsse die Pflegeversicherung die gesamten Pflegekosten übernehmen. Zusätzlichen Aufwand für Unterbringung, Verpflegung und Investitionen zahle dann weiter jeder selbst – je nachdem, welcher besonderer Komfort gewünscht werde.

Nach Daten des Verbands der Ersatzkassen mussten Pflegebedürftige mit Stand 1. Juli im Bundesschnitt 1.891 Euro im Monat selbst zahlen, wie zuerst das Magazin „Der Spiegel“ berichtete. Das waren 61 Euro mehr als zum Stichtag 1. Januar. Enthalten sind Kosten für die eigentliche Pflege sowie für Investitionen, Unterkunft und Verpflegung.

Unter den Ländern gibt es aber erhebliche Unterschiede. Die Spanne reichte zum 1. Juli von 1.331 Euro pro Monat in Sachsen-Anhalt bis zu 2.337 Euro in Nordrhein-Westfalen. Die Kosten für die eigentliche Pflege lagen im Bundesschnitt bei 693 Euro.

Brysch kritisierte, die steigenden Eigenanteile seien für Betroffene unzumutbar, denn die Leistungen aus der Pflegeversicherung seien seit zweieinhalb Jahren gleich geblieben. „So reicht der bisher gezahlte Zuschuss aus der Pflegeversicherung nicht einmal aus, um die reinen Pflegekosten im Heim zu bezahlen.“

Mehr: Statt auf Krankheiten zu reagieren, könnte die Medizin der Zukunft eine präventive sein. Digitalisierung macht das möglich. Die Patienten von morgen warten bereits, schreibt Handelsblatt-Kolumnist Eike Wenzel.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Pflegeversicherung - Patientenschützer dringen auf Reform der Pflege-Finanzierung

0 Kommentare zu "Pflegeversicherung: Patientenschützer dringen auf Reform der Pflege-Finanzierung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote