Pipeline Was der neue Streit um Nord Stream 2 für die künftige Regierung bedeutet
Der ungelöste Konflikt um Nord Stream 2 könnte sich schon bald zum handfesten Koalitionskrach hochschaukeln.
Berlin, Brüssel Die „Stiftung Klima- und Umweltschutz MV“ hat sich „gemeinwohlorientierten Aufgaben“ verschrieben. Was sie darunter versteht, lässt sich auf ihrer Homepage nachlesen. Zum Beispiel, dass sie Kita-Kinder in Mecklenburg-Vorpommern Setzlinge für „Platanen, Eichen, Kastanien, Eschen und Ahornbäume“ pflanzen lässt.
Über die brisanten Nebentätigkeiten der Stiftung erfährt man auf der Webseite dagegen nichts. Wohl deshalb, weil diese weniger dem Gemeinwohl dienen als den Interessen des russischen Staatskonzerns Gazprom und seinen europäischen Geschäftspartnern.
Wie das Handelsblatt am Dienstag aus US-Regierungskreisen erfuhr, ist die Stiftung stärker als bisher bekannt an den Bemühungen zur Inbetriebnahme der umstrittenen Ostseepipeline Nord Stream 2 beteiligt.
Registereinträge, die die Deutsche Umwelthilfe (DUH) aufgetrieben hat, bestätigen diese Information: Die Stiftung ist seit 1. Juli 2021 Eigentümerin eines Frachters namens „Blue Ship“, dessen Einsatz für Steinaufschüttungen an einzelnen Bereichen der inzwischen vollständig verschweißten Pipeline vorgesehen ist.
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