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Piratenpartei Langjähriger Schatzmeister warnt vor Kollaps

Die Popularität scheint die Piratenpartei vor eine Zerreißprobe zu stellen. Nach der jüngsten Rücktrittswelle warnt nun der langjährige Schatzmeister vor einem Zusammenbruch.
06.06.2012 - 16:16 Uhr 2 Kommentare
Platzt der Ballon? Mit der Popularität der Piraten wächst auch die Notwendigkeit der Professionalisierung. Quelle: dpa

Platzt der Ballon? Mit der Popularität der Piraten wächst auch die Notwendigkeit der Professionalisierung.

(Foto: dpa)

Berlin Angesichts der jüngsten Rücktritte bei den Piraten hat deren langjähriger Schatzmeister vor dem Zusammenbruch der Partei gewarnt. Die Partei mit ihren inzwischen 30.000 Mitgliedern lasse sich nicht mehr allein ehrenamtlich führen, sagte der ehemalige Schatzmeister René Brosig der „Berliner Zeitung" vom Mittwoch.

Die Piraten könnten es sich nicht mehr lange leisten, auf jegliche hauptamtliche Strukturen zu verzichten - auch wenn dies ein „Bruch mit der eigenen Philosophie" sei. Es gebe aber gewisse Notwendigkeiten, „denen wir folgen müssen, sonst gehen wir unter".

Der Piraten-Pressesprecher Christopher Lang und sein Stellvertreter Aleks Lessmann waren in der vergangenen Woche zurückgetreten. Beide begründeten dies mit der steigenden Arbeitsbelastung bei zu wenig Personal.

Einzige Pressesprecherin der Piraten ist derzeit die PR-Beraterin Anita Möllering, die für ihre Tätigkeit ein geringes Gehalt von 800 Euro monatlich bekommt. Das Presseteam soll nun um vier Stellen aufgestockt werden, die Jobs sind aber wieder ehrenamtlich.

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    Auch Brosig und die durch ihre häufige Medienpräsenz bekannte ehemalige politische Geschäftsführerin Marina Weisband hatten beim Parteitag im April wegen Überlastung nicht erneut kandidiert. Die Piraten liegen derzeit in den Umfragen im zweistelligen Prozentbereich und haben gute Chancen, 2013 in den Bundestag einzuziehen.

    • afp
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    2 Kommentare zu "Piratenpartei: Langjähriger Schatzmeister warnt vor Kollaps"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • die Prognosen erinnern stark an die Einschätzung, die vor 20-25 Jahren den Grünen entgegen gebracht wurde. Warten wir es ab, die Piraten werden an ihren Aufgaben wachsen!

    • Mir war nicht bewusst, dass die Piraten nur mit "Ehrenamtlichen" rumhampeln. Das erklärt manches.
      Solche Jobs macht man nicht zusätzlich.
      Traumtänzer.

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