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Pisa-Studie Am Computer hinken deutsche Schulen hinterher

In Deutschland lernen Schüler im Unterricht seltener am Computer, Altersgenossen in vielen anderen Ländern haben mehr digitale Kompetenz. Der erste Pisa-Report zum Thema enthüllt Lücken – auch in der Pädagogik.
15.09.2015 - 01:00 Uhr
Eine Schülerin der vierten Klasse an ihrem Laptop: Investitionen für Schulcomputer und deren Auswirkung auf die digitalen Kompetenzen der Schüler gehören zu den Themen der internationalen Studie „Students, Computers and Learning“. Deutschland schneidet dabei nicht sonderlich gut ab. Quelle: dpa
Computer im Klassenzimmer

Eine Schülerin der vierten Klasse an ihrem Laptop: Investitionen für Schulcomputer und deren Auswirkung auf die digitalen Kompetenzen der Schüler gehören zu den Themen der internationalen Studie „Students, Computers and Learning“. Deutschland schneidet dabei nicht sonderlich gut ab.

(Foto: dpa)

Berlin Für die Vermittlung digitaler Kompetenz bekommen deutsche Schulen kein Fleißkärtchen. Im internationalen Vergleich liegen sie weit hinter Ländern wie Singapur, Hongkong oder Australien zurück. Das enthüllt der erste Pisa-Report zu digitalen Kompetenzen, den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute vorlegt.

Vier Schüler, ein Computer – so sah es demnach im Schnitt an deutschen Schulen im Jahr 2012 aus. Mit einem Schüler-Computer-Verhältnis von 4,2 zu 1 liegt Deutschland auf Platz 28 unter den 34 OECD-Ländern.

Aus der Pisa-Erhebung „Students, Computers and Learning“ geht allerdings auch hervor: Diejenigen Länder, die stärker in die digitale Ausstattung im Bildungsbereich investiert haben, konnten in den letzten zehn Jahren dennoch keine nennenswerten Verbesserungen der Schülerleistungen in den Bereichen Lesekompetenz, Mathematik oder Naturwissenschaften erzielen. Dieses Teilergebnis legt nahe: Digitale Vernetzung ist vielleicht eine notwendige Bedingung für den Schulerfolg, aber sicher nicht die einzige.

Für die Untersuchung testeten die Wissenschaftler in einem simulierten Büro mit einem standardisierten Computerangebot die Schüler daraufhin, wie sie Online-Texte lesen und Informationen im Internet finden. Beim Online-Lesen schnitten dabei Schüler in Singapur, Korea, Hong-Kong, Japan, Kanada und Schanghai-China am besten ab.

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    Die besten Ergebnisse beim Browsen im Internet erreichten Schüler aus Singapur, Australien, Korea, Kanada und den USA sowie Irland. Sie waren besonders hartnäckig dabei, die richtigen Links zu finden, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen. Sie verzettelten sich auch nicht so leicht durch wahlloses Anklicken von Web-Seiten, die irgendwie zum gestellten Thema gehörten.

    Sehr geringe Fähigkeiten im Umgang mit dem Internet zeigte nur einer von zehn Schülern in den OECD-Ländern. Zu dieser Gruppe der Schlecht-Performer gehört in Ländern wie Brasilien, Kolumbien, Ungarn, Israel und den vereinigten Emiraten einer von sechs Schülern, dagegen liegt in den Ländern Ostasiens die Quote deutlich unter dem Durchschnitt.

    Die Studie findet mehrere Gründe dafür, warum manche Schüler mit der Technik des 21. Jahrhunderts wenig Lernerfolg erzielen: Wenig Gelegenheit zum Üben in der Familie, das Fehlen von Grundfertigkeiten im Umgang mit Computern - aber auch fehlende Motivation.

    Privilegierte Schüler nutzen Internet anders als Benachteiligte
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