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Plagiatsaffäre Wissenschaft distanziert sich von Koch-Mehrin

Die deutschen Wissenschaftsorganisationen machen mobil: Gemeinsam haben sie den Rückzug der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin aus dem Forschungsausschuss des EU-Parlaments verlangt.
25.06.2011 - 14:39 Uhr 27 Kommentare
Die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin in Hannover. Quelle: dpa

Die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin in Hannover.

(Foto: dpa)

Berlin Eine Bagatellisierung von Plagiaten in wissenschaftlichen Arbeiten beschädige die Reputation der deutschen Forschung, heißt es in einer Erklärung der Allianz der großen Wissenschaftsorganisationen in Deutschland am Samstag. „Plagiate in wissenschaftlichen Arbeiten sind alles andere als ein Kavaliersdelikt. Deshalb hält die Allianz es für nicht akzeptabel, wenn Frau Koch-Mehrin im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlaments Deutschland vertritt“, erklärte der Sprecher der Allianz, Leibniz-Präsident Karl Ulrich Mayer.

Koch-Mehrin war von der Universität Heidelberg der Doktortitel wegen massiver Plagiate aberkannt worden. Nach Verlust ihres Doktortitels war die 40-Jährige dann überraschend Vollmitglied im Forschungs- und Industrieausschuss des EU-Parlaments geworden. Bisher war sie dort nur stellvertretendes Mitglied.

„Erfolgreiche Wissenschaft kann es ohne den sorgfältigen Umgang mit Quellen, ohne die unmissverständliche Unterscheidung fremden und eigenen Wissens, ohne Dokumentation und ohne die kritische Diskussion der eigenen Forschungsergebnisse durch die jeweiligen Fachkolleginnen und -kollegen nicht geben“, heißt es in der Erklärung weiter. „Die deutsche Wissenschaft und deren Qualitätssicherungssysteme sind auch im internationalen Vergleich hoch anerkannt. Diese Reputation darf nicht durch die Bagatellisierung wissenschaftlichen Fehlverhaltens beschädigt werden.“

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist der Zusammenschluss der größten deutschen Forschungsorganisationen. Zur Allianz gehören die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und der Wissenschaftsrat.

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    • dpa
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    27 Kommentare zu "Plagiatsaffäre: Wissenschaft distanziert sich von Koch-Mehrin"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Koch Mehrin, der Eiterpickel der Frauenemanzipation,
      man sollte Ihnen auch das Examen wegen Betruges in der Sache
      entziehen.
      Eine Juristin, die betrügt ist gleichzusetzen (nicht dasselbe) mit einem Fummelnden Bischof oder einem betrügerischem Arzt.

    • Und Rösler steht sprachlos mit offenem Mund daneben und schaut zu!

      Währenddessen reiben sich die Koalitionspartner ordentlich die Hände, denn bald gibt´s wieder eine neue Wende!

      Herr Rösler wachen Sie auf! Die Frau schadet der FDP, der Demokratie, dem Ansehen Deutschlands, solange sie im EU-Parlament weiter Deutschland repräsentieren darf!

      Schliessen Sie dieses traurige Kapitel endlich zu, indem Sie die Konsequenzen für diese Frau ziehen! Alleine wird sie es nicht schaffen!

    • Ich frage mich, warum wird die neu zu vergebene Stelle nicht ausgeschrieben? Es kann doch nicht sein, dass man den oder die Erstbeste nimmt, nur dass die Stelle wieder besetzt ist. Es gibt sicher hunderte Bewerber/innen, die in der Materie mehr auf dem Kasten haben und fleissiger sind, als Frau Koch-Mehrin.

    • Koch-Mehrin lernt nichts dazu. Wie jetzt auch öffentlich bekannt ist, gibt sie ihre Vollmitgliedschaft im Forschungs- und Industrieausschuss des EU-Parlaments nach heftiger Kritik wieder ab.
      ABER, sie setzt noch einen oben drauf, und erklärt in einen anderen Ausschuss wechseln zu wollen.
      Diese Frau ist an Uneinsichtigkeit kaum zu überbieten. Und sie hat nichts dazugelernt.
      Die Empörung wird beim Wechsel in den nächsten Ausschuss um ein Vielfaches höher sein.

      Die FDP zieht sich wie gesagt, selbst in den Dreck! Koch-Mehrin ist nur ein Beispiel dafür!

    • Wenn Frau Koch-Mehrin Vollmitglied im Forschungsausschuss des EU-Parlaments bleibt, dann ist das nicht nur ein Eklat mit Randnotizcharakter, sondern das Ende aller HUMBOLDT-schen Ideale. Armes Deutschland, das solche Bildungsnullen auf das Schild hebt.
      Christian Beran

    • @huensche
      Ich war FDP-Wähler, aber von mir erhält diese Partei auf lange Sicht keine Stimme mehr.
      Und zu Koch-Mehrin, diese Frau hat meines Wissens noch nicht viel auf der politischen Bühne bewegt. Weshalb die FDP weiter an ihr festhält, ist mir völlig zweifelhaft. Sowohl persönlich (aus Sicht von Koch-Mehrin) als auch der FDP würde ich es höher ansehen, wenn die richtigen Kosequenzen gezogen würden.
      In diesem Fall hat Guttenberg vorgemacht wie es geht. Wenn Koch-Mehrin nicht einsichtig ist, dann sollte die Partei gehörig nachhelfen.
      Aber mit Führungsverantwortung hapert es ja bei der FDP, wie in einem anderen Kommentar zu lesen war.

      Die FDP braucht man übrigens nicht in den Dreck zu ziehen, dass macht sie ganz von alleine!

    • Endlich einmal eine Gute Nachricht aus Deutschland. Hätte sich die Wissenschaft nicht gegen diese Fehlbesetzung gewehrt, ich hätte ganz den Glauben an die deutsche Gesellschaft verloren. Leute wie Frau Koch-Mehrin sind die Parasiten einer modernen, sozialen Volksgemeinschaft. Ihnen muss Einhalt geboten werden.

      Ich danke der deutschen Wissenschaft für diese Initiative!

    • Der Fall Koch - Mehrin (FDP).
      Es geht nicht nur um die Wissenschaft
      und deren Ruf: Bürgerinnen und Bürger
      in der EU haben Abgeordnete mit mehr
      Fachwissen, mehr Einsatzbereitschaft
      und mehr Aufrichtigkeit verdient.
      Juergen Kalähne

    • Da gibts keine Entschuldigung.

      Bei dem Zustand der gesamten politischen Klasse gibts nur noch eine Wahl: Nicht wählen.

      Und vergesst das Geschwätz dann gehe unsere Demokratie zugrunde.

      Sie geht zugrunde weil noch zuviele Schafe in dem Glauben verharren mit dem Trott zur Wahlurne was ändern zu können.

    • Als Leistungsträger empfindet man bei diesen ganzen verlogenen charakterlichen Mülltonnen in der Politik nur noch Verachtung.
      Die Parlamente sind nur noch besetzt mit leistungsverweigernden Schmarotzern.

      Und die Flut derer ist so gross, dass sich jeder der sich ernsthaft fuer Politik und Gesellschaft interssiert von diesem Pack nur noch angewidert abwenden kann.

      Die heutigen Politiker sind einfach nur noch Mülltonnen.

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