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Plagiatsvorwürfe Familienministerin Giffey verzichtet auf Doktortitel

Die Freie Universität Berlin hatte angekündigt, das Plagiatsverfahren um Giffeys Doktorarbeit neu aufrollen zu wollen. Nun will die Ministerin auf ihren Titel verzichten.
13.11.2020 Update: 13.11.2020 - 16:08 Uhr 4 Kommentare
Die SPD-Politikerin will ihren Doktortitel zukünftig nicht mehr führen. Quelle: AFP
Franziska Giffey

Die SPD-Politikerin will ihren Doktortitel zukünftig nicht mehr führen.

(Foto: AFP)

Berlin Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) verzichtet auf das Führen ihres Doktortitels. Das teilte die stellvertretende Vorsitzende des Berliner Landesverbands, Iris Spranger, am Freitag auf Anfrage mit. Zuvor hatte die „Berliner Morgenpost“ darüber berichtet. „Ich habe große Hochachtung vor Franziska Giffey, weil sie Schaden von ihrer Familie und ihrer Partei abwenden möchte“, sagte Spranger.

An den Karriereplänen von Giffey ändere sich nichts. Die SPD-Politikerin will unverändert Ende November für den Berliner Landesvorsitz kandidieren, wie Giffey am Freitag mitteilte. Sie steuert damit weiter auf eine Spitzenkandidatur für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin bei der Abgeordnetenhauswahl 2021 zu.

Am Freitag der vergangenen Woche hatte das Präsidium der Freien Universität Berlin mitgeteilt, die Rüge im Zusammenhang mit dem Prüfverfahren zu Giffeys Doktorarbeit nach einem neuen Gutachten aufzuheben.

Daraus ergebe sich, dass eine Rüge nur in einem minderschweren Fall zulässig sei. Das aber sei im Schlussbericht des Prüfungsgremiums 2019 zu Plagiatsvorwürfen in Giffeys Dissertation aus dem Jahr 2010 nicht dargelegt worden. Deshalb müsse noch einmal geprüft werden.

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    Mehr: Im Plagiatsskandal durfte die SPD-Politikerin Giffey zwar ihren Doktortitel behalten. Doch die FU Berlin sprach eine Rüge aus.

    • dpa
    • rtr
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    4 Kommentare zu "Plagiatsvorwürfe: Familienministerin Giffey verzichtet auf Doktortitel"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich denke mal: da sollte nur Gleiches mit Gleichem vergolten werden...aber Franziska Giffey war "schlauer".

      Karl-Theodor zu Guttenberg, als einmal große Hoffnung der CSU, hat damals eine hysterische Medien- und Oppositionslandschaft zum Rücktritt und vollständigem Rückzug aus der Politik gezwungen. Annette Schavan (CDU) ist ein weiteres prominentes Beispiel. Nun hat Frau Giffey ja offensichtlich auch Plagiate benutzt...die Freie Universität Berlin wollte es aber rechtswidrig bei einer Rüge belassen. Also war doch abzusehen, was kommt: eine mögliche Aberkennung und damit das vollständige politische Aus für Frau Giffey.

      Tja, und nun sollen wir also größte Hochachtung vor Frau Giffey wegen ihres freiwilligen Verzichts auf ihren "verdienten" Doktortitel haben? Andersherum wird ein Schuh daraus. Ihr war klar, dass Ihre "Ehrenerklärung" bei der Abgabe der Doktorarbeit nicht mehr haltbar war, damit Aberkennung, damit politisches Aus. Nun also der Taschenspielertrick: sie verzichtet, das Verfahren löst sich in Luft auf, sie kann ihre Karrierepläne weiter vorantreiben und die (Berliner) SPD ist gerettet. Und es sieht auch noch so aus, als hätte sie ein "Opfer" gebracht, Hochachtung sollen wir jetzt alle vor ihr haben. Sie verzichtet auf einen Dokortitel, der wohl bei genauerer Betrachtung durch Betrug zustande gekommen ist und ihr eh nicht zugestanden hätte.

      Den Herrn zu Guttenberg haben damals alle ausgebuht und aus Deutschland vertrieben. Die Frau Giffey sollen wir jetzt alle bewundern. Dafür, dass sie offensichtlich eine Plagiatsarbeit abgegeben hatte und nun, spät aber immerhin, wie viel andere vor ihr durch öffentliche Demütigung bestraft werden sollte.

      Meine Hochachtung haben Sie Frau Giffey. Vor ihrem simplen Taschenspielertrick, auf den aber voraussichtlich viele hereinfallen werden...siehe z.B. Kommentar über mir.

    • "Habilitationen werden werden doch in der Mehrzahl nur des Titels wegen geschrieben. Nicht aus wissenschaftlicher Erkenntnis aus Forschung."
      Klingt so, als ob der Kommentator nicht habilitiert ist. Hat er überhaupt studiert?

      "Frau Giffey arbeitet nicht im wissenschaftlichen Lehrbetrieb. Somit ist es unerheblich, ob sie den Titel etwas zu sehr 'sportlich' erworben hat."
      Wenn es OK ist, Titel etwas zu sehr 'sportlich' zu erwerben, dann müssen wir sicherlich auch nicht mehr alle Parktickets bezahlen, die Ampelüberquerung bei Rot ist in Ordnung, kleinere Steuerbetrügereien sollten nicht zu kritisch gesehen werden ...

    • Habilitationen werden werden doch in der Mehrzahl nur des Titels wegen geschrieben. Nicht aus wissenschaftlicher Erkenntnis aus Forschung. Frau Giffey arbeitet nicht im wissenschaftlichen Lehrbetrieb. Somit ist es unerheblich, ob sie den Titel etwas zu sehr "sportlich" erworben hat. Wenn man diesen Maßstab, der jetzt gelten soll, überall anlegt, müssten wohl einige tausend Titel zurückgegeben werden. Die großen Trickser und Täuscher in Politik und Wirtschaft lässt man laufen, eine "sportliche" Doktorarbeit wird aber zum Karrierekiller hochgejubelt. Typisch deutsche Neidgesellschaft.

    • Ich denke mal: da will Frauu Giffey jemand "Ferig" machen! Natürlich finde ich es gut, wenn sie auf ihren Titel verzichtet, egal ob erforderlich oder nicht! Vielleicht hätte sie das schon bei der ersten Überprüfung machen sollen!

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